Während die anderen damit beschäftigt waren, sich die neuesten Tricks und Dinge von Fred und George anzuschauen, entdeckte Ebonee etwas ungewöhnliches. Sean Carren hatte sich schon von ihr abgewandt, als Ebonee ihm einen vernichtenden Blick gegeben hatte. Als sie sich nach Harry umschaute, entdeckte sie ihn auch nicht mehr. Er ist mit Hermine und Ron auch schon weggegangen. So schlich sie sich aus dem Laden, was nicht allzu schwer war. Sie folgte einem Mann, mit schwarzen Umhang. Er hatte auf jemanden gewartet. Sie lief dieser Person hinterher. Sie war schnell. Jedes mal wenn sich diese Person umdrehte, versteckte sich Ebonee. Was auch immer diese Person wollte, sie wollte nicht gesehen werden. Also muss es etwas illegales sein oder gar ein Gesuchter vom Ministerium? Ebonee hielt ihren Zauberstab parat und folgte der Person. Sie lief durch mehrere Gassen und kleinen Wege. Sie liefen quer durch die Winkelgasse. Es war sehr unheimlich, da alles leer und dunkel war und ruhig. Keine Menschenseele, außer bei Fred und Georges Laden, der aber schon sehr weit entfernt war. Plötzlich blieb der Mann stehen. Als Ebonee sich umblickte, erkannte sie den Laden von Ollivander der total zerstört wurde. Der Mann wartete auf jemanden. Diesmal an einem anderen Ort. Ein paar Sekunden später kamen zwei andere Personen dazu, auch eingehüllt in Umhängen. Sie unterhielten sich so leise und gedämpft, dass man kein Wort verstand. Als sie fertig waren, entfernte sich der Mann von den beiden. Als plötzlich seine Umhüllung kurz verrutschte und er in Ebonees Richtung blickte, erkannte sie die schwarzen Augen ihres Vaters. Es war Severus Snape. Sofort ging er mit schnellen Schritten davon und apparierte. Ebonees Augen waren groß. Mit wem hatte er Kontakt aufgenommen. Wer waren die beiden? Ebonee war so auf die beiden fokussiert, das sie gar nicht mitbekommen hatte wer hinter ihr war. ,, Ebonee", flüsterte jemand und pirschte sich an sie langsam heran. Ebonee erschrak sich, drehte sich abrupt um, wollte schon schreien, aber Harry legte seine Hand auf ihren Mund. ,, PSCHT!", zischte er leise und Ebonee beruhigte sich als sie ihre Freunde erkannte. ,, Was hast du gesehen?", fragte Harry leise und blickte zu den beiden Personen, die da immer noch standen. Ebonee holte tief Luft. ,, Nichts nur die beiden Personen!", log sie. Sie wollte ihren Vater nicht beschuldigen, solange sie nicht wusste worum es ging. Außerdem würde Harry wieder nur Verdachtsfälle und die Untreue von Snape unter Beweis stellen. Plötzlich bekam die eine Person eine Nachricht zugeflogen von einem Raben. ,, Los Draco!", flüsterte eine Frau, nahm ihre Kapuze ab und lief eine lange, kleine Gasse entlang. Der Junge Draco Malfoy nahm ebenfalls seine Kapuze ab und folgte der Frau unaufgefordert. Alle vier blickten sich an. ,, Malfoy!", raunzte Harry und lief sofort den beiden hinterher. Ebonee, Hermine und Ron taten es ihm gleich. Während des Weges dachte Ebonee über ihren Vater nach. Was hatte er zu verbergen? Was hatte er dort getan? Was wollte er von den beiden? Als sie die beiden aus den Augen verloren haben, hörten sie Geräusche von einer anderen Seite. Alle vier kletterten leise einen Hang hinauf, auf ein Dach und schauten zum Geschehen hin. Borgin und Burkes, mit zahlreichen Todessern, die gerade zum Eingang liefen. Ebonee suchte nach ihren Vater ab, fand ihn aber nicht. Sie erkannte aber Bellatrix, Draco, Narzissa, Greyback und noch viele andere Anhänger. Sie alle standen um Draco, der gerade sein Ohr an einen Schrank hielt und Informationen bekam. Seine Miene war schwer zu erkennen. Dann strich er sein Jakett vom Arm hoch und jemand berührte ihn am Unterarm. Harry kroch höher um mehr zu erkennen, doch in dem Moment kam Greyback an das Fensterende. Alle vier ließen sich fallen und versuchten sich klein zu machen. Als Harry nach einigen Minuten wieder hoch kroch war alles abgeschirmt.
Severus Snape hatte kurz Informationen gegeben, wo Narzissa und Draco sich zum Treffpunkt antreffen sollen. Nach dem apparierte er sofort nach Hogwarts zurück um Dumbledore von der derzeitigen Lage Bericht zu erstatten. Er war wie immer in seinem Büro. ,, Severus, und was haben sie heute für mich!", sagte er in einem lässigen Ton. Snape schloss grob die Tür und sah sehr träge aus. ,, Ich habe den unbrechbaren Schwur geleistet, wie sie es vorausgesehen haben!", sagte er sofort. Dumbledore lächelte. ,, Sehr gut. So glaubt dir jeder. Also wenn Draco Malfoy mich entwaffnet, musst du mich töten, Severus. Du bist der Mann der mich töten muss, das ist der einzige Weg. Nur dann wird Voldemort dir komplett vertrauen!", entgegnete Dumbledore. Snape sah sehr träge aus. ,, Was ist mit meiner Tochter? Was soll sie von mir denken?", fuhr Snape ihn an und seine Miene sah sehr bleich aus. Dumbledore seufzte lautstark. ,, Es fällt mir schwer dieses zu sagen, aber es ist der einzige Weg um die beiden Geschwister zu schützen und kein Verdacht zu schöpfen. Deine Tochter muss denken du bist auf der Seite des Bösen. Sie darf gar keinen Kontakt mehr zu dir aufbauen. So wie Harry kein Vertrauen in dich hat, darf auch sie den nicht haben. Sie vertraut dir Severus. Sie ist eine wahre Tochter, aber wenn du sie beschützen willst musst du dieses tun. Sie muss denken das du die Seite voll und ganz gewechselt hast, denn dann wenn der Zeitpunkt da ist, wo du mich töten musst, schlägt sich ein ganz neuer Weg ein. Sie darf dich nicht finden. Wenn sie im Glauben ist, dass du auf der guten Seite bist, versucht sie dich zu finden. Das darf nicht passieren. Sie muss sich von dir abkapseln.", endete Dumbledore und man sah das Snape damit sehr unzufrieden wirkt. ,, Sie verlangen von mir so viel. Sie zu töten, den Jungen der aussieht wie James zu beschützen und meine Tochter in den Glauben lassen, dass ich die Seite gewechselt habe.... sie fordern viel...!", knurrte Snape argwöhnisch. ,, Der Junge Malfoy musste viel durchmachen, seine Seele würde es nicht ertragen einen alten Mann umzubringen", meinte Dumbledore. ,, Und was ist mit meiner Seele, Dumbledore?", polterte Snape hervor und sah wütend aus. ,, Du wirst es hinbekommen, da bin ich mir ganz sicher. Du bist ein mutiger Mann, Severus. Deine Tochter wird dir vergeben. Es wird ein Tag kommen, an dem Harry und Ebonee alles erfahren werden und ab da wird deine Tochter die Wahrheit sehen. Wir müssen diskret arbeiten und versteckt. Es gibt keine Ausnahmen mehr.", meinte Dumbledore ernst und Snape schien etwas zerbrechlich. ,, Wie soll ich es anstellen? Wie soll ich meine Tochter in dem Glauben lassen?", meinte er vorwurfsvoll. ,, Denk dir was aus, du kennst sie besser als jeden anderen. Harry glaubt es schon, denk dir etwas aus, womit sie den Glauben an dir verliert. Sie muss sich von dir abkapseln, sie muss dich verabscheuen, dich als Vater zu haben, sodass sie niemanden davon erzählen wird. Sie muss Angst vor dir haben, sodass sie dich nicht wieder erkennt.", zählte Dumbledore auf und Snape schüttelte vor Abscheu den Kopf. ,, Was würde Lily von mir denken!", flüsterte er, sodass nur er es verstehen konnte. ,, Du wirst das richtige tun, Severus. Ich weiß es. Ich habe Vertrauen in dir!", beendete Dumbledore den Satz und entließ Snape, der mit aufgebauschten und wehendem Umhang verschwand.
Heute war der letzte Ferientag und Ebonee konnte es nicht erwarten zur Schule zu fahren. Ihren Vater wieder zu sehen, ihn auszufragen, ihn in die Arme zu schließen....
Sie liefen alle zum Gleis neun drei Viertel. Alle vier setzten sich in ein Abteil. Während der Fahrt unterhielten sie sich die ganze Zeit über Draco Malfoy. ,, Ich bin mir sicher das Draco zum Todessern gemacht wurde. Sein Vater ist es auch, dass ist bloß logisch!", entgegnete Harry. Hermine und Ron fanden diese Aussage als zu sehr hervorgehoben. Doch Ebonee unterstützte Harrys Aussage. ,, Aber schaut mal, auch ich habe gesehen wie jemand etwas in seinen Unterarm markiert hat!", meinte Ebonee, doch Hermine schüttelte den Kopf. ,, Was soll Ihr-wisst-schon-wer nur mit einem Trottel wie Malfoy?", sagte Ron belustigend, aber da schwebten Ebonee viele Dinge durch den Kopf. Doch sie hielt ihren Mund. ,, Ich muss an die frische Luft!", meinte Harry und verschwand mit seinem Tarnumhang aus dem Abteil. Ebonee wusste was er vorhatte. Er wollte Malfoy ausspionieren. Nicht die beste Idee, aber immerhin. ,, Ich komme auch gleich wieder!", sagte sie zu den beiden und verließ den Abteil. Sie wollte sich etwas zu Essen kaufen, da sie seit heute Morgen nichts mehr zu sich genommen hatte. Auf dem Weg dorthin, standen ihr Ginny und Dean im Weg. Sie küssten sich. ,, Entschuldigung!", brummte Ebonee und wollte sich durchquetschen. Sie beachteten Ebonee gar nicht. Als sie am nächsten Abteil vorbei kam entdeckte sie Sean Carren. Seine grünen Augen stachen hervor und durchbohrten Ebonee. Sie fühlte sich sofort unwohl und als sie Luna erblickte, lief sie sofort auf sie zu. ,, Oh Ebonee. Schön dich zu sehen. Ich verkaufe gerade Schlickschlupfe.", sagte Luna und zeigte auf einen Schlickschlupf der auf ihrer Schulter lag. Als Ebonee Lunas Brille entdeckte, fand sie die sofort faszinierend. ,, Wow, ich kenne diese Brillen. Sie können unsichtbare Dinge erkennen. Von wo hast du die denn?", fragte Ebonee und begutachtete sie. Luna lächelte. Zum ersten Mal interessierte sich jemand für ihre Dinge, die sie besaß. ,, Oh, die habe ich von meinem Vater geschenkt bekommen. Ich habe noch eine. Ich schenke sie dir.", sagte Luna freundlich, kramte in einer bunten Tasche herum und holte noch eine Brille heraus. Ebonee war überglücklich. Jetzt konnte sie Harry erkennen, wenn er in seinem Tarnumhang umherlief. ,, Danke Luna. Das ist echt lieb. Das werde ich dir nicht vergessen!", sagte sie, bannte sich einen Weg zur anderen Seite, setzte die Brille auf und versuchte Harry auszumachen. Er wollte ganz bestimmt zu Malfoy. Aber in welchen Abteil saß er? Jedes mal wenn sie an einem Abteil vorbei zog, lugte sie kurz hinein und versuchte Malfoy oder Harry auszumachen, aber sie waren nirgendwo zu sehen. Nach dem 10 Abteil gab Ebonee ihre Suche auf. Sie setzte sich wieder zu Hermine und Ron, die sie nach der seltsamen Brille ausfragten und plauderten dann weiter über die Geschehnisse die über Ollivander und in der Muggelwelt passiert sind.
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Harry Potters Halbschwester
Fiksi PenggemarEin kleines Mädchen, dass nichts von Zauberei wusste, wird mit 10 Jahren damit konfrontiert. Sie lebte in einer kleinen Familie, wo sie kaum etwas zu essen bekam, geschweige denn richtige Manieren gelernt hatte. Als sie auf die hogwartsschule kam, l...
