Die Weihnachtsparty von Slughorn rückte immer näher und Ebonee hatte immer noch keine Information von Neville bekommen. ,, Er braucht Zeit es zu verarbeiten!", sagte Hermine zu ihr. Ebonee schaute sie schräg an. ,, Wieso das denn?", fragte sie belustigend. ,, Ich glaube wohl kaum das Neville damit gerechnet hat, dass Harry Potters Schwester ihn fragt. Er ist bestimmt ganz außer sich vor Freude!", sagte Hermine und Ebonee fing an zu lachen. Ron saß etwas abseits von ihnen und kuschelte mit Lavender Brown. Hermine rollte nur mit den Augen als sie die beiden sah und wirkte etwas abwesend. ,, Alles ok Mine? Es ist wegen Ron, stimmts?", lockte Ebonee aus ihr heraus und Hermine schüttelte sofort den Kopf und setzte eine beleidigte Miene auf. ,, Es ist ihm absolut frei zu küssen wen er will. Es kümmert mich nicht im geringsten!", wehrte sie ab, doch Ebonee konnte die hohe Stimme von Hermine sofort erkennen und wusste das sie log. In dem Moment kam ein Schüler hinein, aus dem siebten Jahrgang und übergab Ebonee einen Brief. Verwundert schaute sie drauf. Es war ein eingerolltes Pergament, was sie sonst immer nur von ihrem Vater bekommen hatte, aber er kann es ja nicht gewesen sein. Sie entrollte das Pergament und las es durch.
Hallo Ebonee,
bitte komm schnellstmöglich in mein Büro.
PS: Ich liebe Säuredrops.
Albus Dumbledore
Ebonee riss die Augen auf. Würde Dumbledore ihr nun das mitteilen, was er auch Harry all die Monate beibrachte? Sie verabschiedete sich von Hermine und verließ den Gemeinschaftsraum. Sie lief schnell zum Wasserspeier, gab das Passwort bekannt und sie fuhr nach oben. Nach dem klopfte sie und die Tür ging von alleine auf. Dumbledore saß an seinem Pulttisch und las sich gerade ein Buch durch, was er aber sofort zur Seite packte, als er Ebonee erblickte. Sofort kamen Ebonee Schuldgefühle hoch. Sie wusste von den geheimen Plänen die Malfoy und Snape ihr Vater mit Dumbledore, dem besten Schulleiter vorhatten und sie konnte ihm nichts erzählen. Sie fühlte sich genauso erbärmlich und schuldig, als würde sie es mitgeplant haben.
,, Hallo Ebonee! Komm herein!", sagte er freundlich. Ebonee machte die Tür zu und kam nach vorne zu seinen Pult. ,, Sir! Sie wollten mit mir sprechen!", sagte Ebonee vorsichtig und setzte sich auf dem Platz vor Dumbledore. ,, Wie geht es dir?", fragte er beiläufig. Ebonee sammelte ihre ganzen Gedanken. ,, Gut!", log sie und schaute in die Augen von Dumbledore, die wie immer aussehen, als würden sie einen röntgen. ,, Ich wollte gerne etwas mit dir ausprobieren. Würdest du bitte aufstehen!", bat Dumbledore und Ebonee stand von ihrem Platz auf. Auch Dumbledore stand auf. Er ging auf Ebonee zu. ,, Nimm meinen Arm!", befahl er, Ebonee schaute verwirrt drein, doch als sie den Arm anfasste, fühlte sie sich als würde sie durch einen Schlauch gepresst werden. Gerade als sie das Gefühl hatte erstickt zu werden, waren sie angekommen. Sie fiel prustend auf den Boden. Sie hasste apparieren. Als sie aufschaute, erkannte sie einen langen Duellierraum. Das Licht begann langsam zu flackern. Es war ein großer hohler Raum, mit einem langen Duellierplatz. Was sollte das werden? ,, Sir? Wo sind wir?", fragte Ebonee verwirrt. ,, Ich möchte dich gerne testen. Ich spüre das du etwas an dir hast. Etwas mächtiges und das würde ich gerne aus dir heraus holen. Wir sind im Ministerium. Keine Sorge, uns entdeckt keiner!", erklärte Dumbledore sachlich. Ebonee schaute ihn mit großen Augen an. ,, Etwas mächtiges?", sagte sie verstohlen und konnte es nicht fassen. ,, Ich werde gleich ein paar Zauber aussprechen. Ich möchte das du sie abwehrst. Ich fange mit dem Stupor Fluch an, dann kommt Expelliarmus! In Ordnung?", klärte Dumbledore sie auf, doch Ebonee war nicht bereit. ,, Aber Sir, sie sind viel stärker als ich!", meinte sie verzweifelt. Doch Dumbledore hörte nicht drauf. ,, Meine Liebe, du bist viel stärker als du denkst. Du musst es nur zulassen. Du musst deine Macht unter Kontrolle haben und lernen mit ihr umzugehen!", erklärte Dumbledore und sofort fiel es Ebonee wie Schuppen aus den Haaren. ,, Das tun sie also mit Harry auch die ganzen Monate?", kam es von Ebonee. ,, Nein, mit Harry habe ich ganz andere Sachen vor. Die gehen aber nur ihm und mir etwas an.", erwiderte er worauf Ebonee leicht beleidigt drein schaute. ,, Nun gut. Wir legen los!", begann Dumbledore, stellte sich auf seine Position. Ebonee ebenfalls. ,, Stupor!", rief Dumbledore. Ebonee wehrte ihn mit ihren Zauberstab ab. ,, Das war gut, aber du musst deinen Zauber ohne Zauberstab einsetzen. So als würdest du gar nicht wissen das er kommt. Mit einer leichtigkeit.", erklärte Dumbledore. Wie sollte das denn gehen? ,, Nochmal!", erklärte Dumbledore. ,, Leg deinen Zauberstab zur Seite. Ich weiß das du es kannst!", meinte Dumbledore bestimmt und nahm wieder seine Position ein. Ebonee legte nervös ihren Zauberstab zur Seite. Was sollte das nur werden? Er wiederholte seinen Fluch, doch Ebonee war nicht vorbereitet. Sie prallte nach hinten, stöhnend stand sie wieder auf. ,, Du musst deine Macht ausleben. Sie steckt tief in dir drinnen. Du musst sie spüren. Die Kraft musst du zulassen.", sagte Dumbledore. ,, Dieses mal der Expelliarmus Fluch, und denk dran, schließe deine Augen und spüre die Macht!", fügte Dumbledore hinzu und führte den Zauber aus. Ebonee schloss die Augen und versuchte sich zu konzentrieren, aber auch dieses mal traf sie der Fluch. ,, Versuch deine Gedanken über die anderen Dinge auszuschalten. Ich weiß das du es im Moment nicht leicht hast, aber du musst lernen, wie man seinen Geist verschließt. Okklumentik. Ich denke damit fangen wir erst mal an, bevor wir hier mit weitermachen!", klärte Dumbledore auf und sie apparierten wieder zurück in Dumbledores Büro. Ebonee musste sich auf den Stuhl setzen. ,, Ihr Vater hatte ihnen dieses Talent leider nicht beigebracht. Dafür werde ich das jetzt in die Hand nehmen!", klärte Dumbledore sie auf. Sie wusste von Harry das es wehtat, dass es unangenehm war. Sie kniff ihre Hände an der Stuhllehne zusammen und wartete darauf das es losging. ,, Ich werde jetzt in ihren Geist eintreten und sie werden versuchen es zu verhindern, nicht mit einem Zauberspruch, sondern mit ihrem Kopf. Es muss von dir ausgehen!", sagte Dumbledore. Ebonee nickte. Sie wollte es unbedingt können, so konnte sie auch besser lügen. ,, Bereit? Legilimens!", sagte Dumbledore und der Zauber traf in Ebonees Kopf. Sie schrie auf. Ihr Kopf fühlte sich an als würde zersprengen. Sie bemerkte das jemand in ihren Kopf eindringen wollte und er schaffte es auch. Er sah wie Ebonee von ihrer Muggelfamilie getriezt wurde, dann sah er die schönen Erinnerungen mit ihren Vater, die alle unecht waren, dann die lustigen Erinnerungen mit ihren Bruder und Freunden, dann die Erinnerung vom falschen Mad Eye, wie er sie zu Voldemort gebracht hatte, wie Cedric getötet wurde, dann wie sie von Umbridge gefoltert wurde, dann die Entführung zum Ministerium wo sie gefangen war, der Tod von Sirius.....
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Harry Potters Halbschwester
FanfictionEin kleines Mädchen, dass nichts von Zauberei wusste, wird mit 10 Jahren damit konfrontiert. Sie lebte in einer kleinen Familie, wo sie kaum etwas zu essen bekam, geschweige denn richtige Manieren gelernt hatte. Als sie auf die hogwartsschule kam, l...
