Kapitel 110

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Harry und Ginny haben Ebonee gar nicht bemerkt, sodass sie ihr nicht helfen konnten. Ebonee versuchte sich mit allen Mitteln zu wehren, aber Greyback hatte so einen harten Griff, dass sie keine Chance hatte. In Ebonee kamen die schlimmsten Gedanken hoch. Sie würde wieder entführt werden, wie letztes Jahr, gefoltert, ausgenutzt werden oder gar Voldemort ausgeliefert sein. ,, Sei leise, dummes Mädchen!", knurrte Greyback und Ebonee spürte seinen Atem, der nach Blut und Tier stank. Harry und Ginny versuchten immer wieder Flüche von Bellatrix abzuwehren. In dem Moment kamen Lupin, Arthur und Tonks herbei und unterstützten die beiden. ,, Wo ist Ebonee?", hörte sie Remus sagen. Ebonee wollte zugerne antworten, aber es war zwecklos. Sie war schon wieder gefangen genommen. ,, Ebonee ist mir gefolgt?", rief Harry zurück und wehrte dabei einen Zauber ab. Greyback grinste hämisch. Bellatrix gab einen Befehl loszufliegen. Greyback wollte gerade abheben, zusammen mit Ebonee, doch er wurde daran gehindert. Von wo konnte Ebonee nicht ausmachen, nur das er einen Schockzauber abbekommen hatte. Ebonee schaute sich um, erkannte aber niemanden. Ohne weiteres lief sie zu Remus und den anderen, die immer noch in der Mitte standen. ,, EBONEE!", rief Harry glücklich und packte sie hinter sich. Ebonees Herz klopfte immer noch sehr wild. Aus dem nichts kam ein Zauber herbei, der Remus gleich treffen würde. Ebonee schubste ihn zur Seite, schloss ihre Augen und der Zauber prallte so an ihr ab. Bellatrix gab wieder ein zischenden Befehl, Greyback ist wieder aus der Schockstarre aufgewacht und beide flogen in die Lüfte, voller Wut. Sie flogen geradewegs auf den Fuchsbau zu und zerstörten ihn. Er stand in Flammen, damit verschwanden sie. Ebonee sah geschockt zum Fuchsbau. Arthur rannte sofort zurück. Remus betrachtete Ebonee. ,, Wo bist du gewesen? Und woher hast du diese bombastischen Fähigkeiten?", fragte Remus, während sie in langsamen Schritten zurück zum Fuchsbau gingen, der in Brand steckte. Ebonee schluckte und fasste sich kurz am Hals. ,, Du hast dort ja ein Würgemal!", sagte er leise, sodass die anderen es nicht hören konnten. ,, Ich wurde von Greyback gefangen genommen, aber aus dem nichts kam ein Schockzauber und ich war befreit. Sie wollten mich mitnehmen....", krächzte Ebonee immer noch halb am zittern. ,, Wer auch immer dich gerettet hatte, du bist ihm unendlich dankbar.", meinte Remus zähneknirschend. ,, Diese Fähigkeiten habe ich zusammen mit Dumbledore gelernt. Er hatte sie mir beigebracht. Sie können ganz nützlich sein!", sagte sie und war erstaunt das sie es in einer schwierigen Situation hinbekommen hatte. ,, Beeindruckend. Das Problem ist nur, hoffentlich haben sich Bellatrix und Greyback nichts dabei gedacht. Wenn das rauskommt, dass du eine besondere Fähigkeit hast, wird es Konsequenzen geben und Voldemort wird sicher noch mehr Jagd auf dich machen. Hoffen wir das sie es nicht sonderlich mitbekommen haben!", sagte Remus ernst und Ebonee malte sich die schlimmsten Gedanken aus. Daran hatte sie gar nicht gedacht. An die Folgen. Sie wollte nur ihre Freunde retten. Als sie ankamen, waren alle aus dem Haus. Das Haus brannte lichterloh. Alle starrten geschockt auf die Situation. ,, Ah euch geht es gut. Manoman jagt mir nie wieder so einen Schrecken ein!", krächzte Molly und umarmte jeden einzelnen. Ebonee war immer noch leicht benommen von der Situation. Wieso wurden sie angegriffen? 

Während Arthur, Molly, Fred und George dabei waren das Haus vom Brand zu löschen, setzte sich Ebonee auf ein Stein und versuchte ihre Gedanken klar zu ordnen. Ginny und Harry haben sich daneben hingesetzt und beide legten ihre Köpfe auf die Schulter. Sie waren schon ein süßes Paar. Besser als Cho Chang. Ron sah mit großen Augen zum Haus und bemerkte die zwei Turteltäubchen gar nicht. Er starrte wie gebannt auf sein Haus, das gerade mit Wasser gelöscht wurde. Ebonee dachte wieder an den Patronus. Wer konnte das gewesen sein? Der, der den Patronus heraufbeschworen hatte, hatte sie bestimmt auch vor Greyback gerettet. Aber wer war diese Person? Konnte das ihre Mutter gewesen sein? Aber sie kann ja, wenn sie tot ist kein Zauber heraufbeschworen? Ebonee versuchte die Einzelheiten fürs erste für sich zu behalten, sobald sie mehr weiß, würde sie sich darum kümmern. Fürs erste hatte sie genug andere Dinge um die sie sich kümmern musste z.B. Malfoys und Snapes Pläne, der Halbblutprinz, ihre Fähigkeiten und die Schule. Sie hatte viel um die Ohren, da gab es kein Platz für noch mehr Verschwörungen. 

Das Haus war ein paar Stunden später wieder wie neu. Im Haus roch es noch ein bisschen nach Rauch, aber der Rest war wie weggewischt. Nach der heiklen und verstörten Situation, legten sich alle ins Bett, aber keiner konnte schlafen. Ebonee versuchte immer wieder diesen Patronus aus dem Kopf zu kriegen, aber es war wie eine Plage, die nicht verschwinden wollte. Anscheinend fand sie es doch wichtiger zu erfahren, wer sie gerettet hatte, als sie glaubte. ,, Ginny?", flüsterte Ebonee ins Zimmer. Ginny hörte sofort auf. ,, Kannst du auch nicht schlafen?", fragte sie. ,, Nein. Ich bin immer noch voll in Adrenalin. Bellatrix hätte uns umbringen können und du wurdest auch noch gefangen. Als ich gehört habe, dass du uns auch noch gefolgt bist, hatte ich noch mehr Angst, da du nicht aufgetaucht bist. Boah du hattest uns alle in Schrecken versetzt und dann deine Fähigkeit, wie du diesen Zauber abprallen lassen hast!", erzählte Ginny und ihre Augen leuchteten auf. Ebonee lächelte kurz. ,, Hoffentlich hat sie es nicht mitbekommen!", flüsterte Ebonee zurück und versuchte erst recht nicht dran zu denken, wie Voldemort diese Information erhielt. ,, Nein, das kann ich mir nicht vorstellen. Es war ja alles dunkel und es konnte ja auch dein Zauberstab gewesen sein!", beruhigte sie Ginny und dieses beruhigte Ebonee wirklich. Beide versuchten wieder die Augen zu schließen und zu schlafen. 

Snape kam erst spät abends wieder in Spinners End an. Er war erschöpft. Er hatte den ganzen Abend und die ganze Nacht auf Ebonee aufgepasst, dass ihr nichts passierte und er hatte es geschafft. Er hatte Ebonee einen Zauber angehangen, sodass Bellatrix sie nicht schnappen konnte und er hatte Greyback einen Schockzauber angehangen, sodass Ebonee flüchten konnte. Als er sichergestellt hatte, dass das Haus wieder in Ordnung war und die Weasleyfamilie + Potter und seiner Tochter wieder in Sicherheit drinne hausten, konnte er mit einem zufriedenen Gefühl wieder nach Hause. Wie er Bellatrix und Greyback verabscheute. Wie Greyback seine Tochter angefasst hatte. Am liebsten hätte er ihm den Avada Kedava Fluch aufgehalst. Als er sich zu Hause hinsetzte, trank er sofort ein Glas Feuerwhiskey aus. Er vermisste seine Tochter. Wenn sie nur wüsste, dass er sie liebte und das er auf der guten Seite ist.... 

Harry Potters HalbschwesterWo Geschichten leben. Entdecke jetzt