Kapitel 124

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Ebonee wurde endlich aus dem Krankenflügel entlassen. Immer wieder dachte sie nach, aber sie hatte alles vergessen was passiert war. Sogar Poppy weiß nicht mehr, wer sie in den Krankenflügel gebracht hatte. Was ist nur passiert? Sie war wieder auf dem Astronomieturm und schaute in die Ferne. Sie liebte diese kleinen Momente, wo sie ihre Ruhe hatte. Sie blickte zu den Wäldern und zu Hagrids Hütte. Alles sah so friedlich aus. Niemals würde man jetzt auf böse und gefährliche Magier denken, dass es die überhaupt gibt. Das Leben war so wertvoll und manche Zauberer vergeudeten es mit Macht, Verrat und Unsterblichkeit. Warum konnte man es nicht einfach genießen? 

,, Wo warst du? Wir haben gleich Zaubertränke!", beharrte Hermine und packte all ihre Sachen zusammen. Ebonee packte auch schnell alles zusammen und lief mit den dreien hinunter in die Kerker. Slughorn hatte den Klassenraum schon geöffnet, mehrere Schüler saßen schon drinne. Als die vier sich dazu gesellten, schaute Slughorn auf und seine Miene strahlte über beide Ohren. ,, Miss Evans. Was für eine Überraschung. Sie sind wieder auf den Beinen. Dann kann die Stunde ja nur toll werden!", lobte er und Ebonee wurde leicht rot. ,, Ähm danke Sir, für die Süßigkeiten!", meinte Ebonee. ,, Sehr gerne, sehr gerne. Ich beschenke meine Lieblingsschüler nur zu gerne.", sagte er erfreut und schrieb schon die ersten Zutaten an die Tafel. Dieses mal musste Harry ein anderes Buch nehmen. Sie war gespannt, wie er abschnitt. Als alle in der Klasse waren, begann Slughorn seinen Unterricht. ,, Nun gut, heute werden wir einen Vielsafttrank brauen. Er ist sehr kompliziert und deshalb möchte ich das ihr euch Zeit lasst, alles gründlich nachzuforschen. Eure Stunde bei Professor McGonagall wird daher auch etwas verschoben.", erklärte Slughorn. Harry war ganz bleich um die Nase, während Ebonee dieses als Herausforderung sah. Sie fing sofort an, alle Zutaten herauszusuchen. Auch die anderen taten es. Dann schlug Ebonee ihr Buch auf und fing an, diesen Trank zu brauen. Schon immer wollte sie mal einen Vielsafttrank brauen, nur war er immer verboten gewesen. Nach einiger Zeit ging Slughorn umher und kontrollierte die Tränke. Bei Ebonee lobte er wieder in den höchsten Tönen. Mit einem Strahlen ging er weiter zu Hermine, wo er auch nichts auszusetzen hatte, nur bei Harry verflog seine erfreute Miene. ,, Mr Potter? Was ist denn mit ihnen los? Heute kein guter Tag?", kam es von Slughorn, denn Harrys Trank war dunkelblau und sollte eigentlich eine ganz helle, fast durchsichtige blaue Farbe annehmen. Hermine lächelte, auch Ebonee konnte sich ein kleines Kichern nicht verkneifen. Nun musste Harry wieder zeigen, dass er kein Ass in Zaubertränke ist. Ohne den Halbblutprinzen versagte er. Noch immer haben sie nicht herausgefunden wer der Halbblutprinz war und Ebonee hatte langsam ein Gefühl, dass es besser war, wenn sie es nicht wussten. 

Nach der Stunde hatte Ebonee den besten Trank hinbekommen, Hermine den zweitbesten. ,, Man ey, ich hoffe Slughorn denkt nichts falsches von mir,.... leider haben wir noch 1 Monat Schule und wenn wir die UTZ schreiben, bin ich total ein Versager!", sagte Harry deprimiert. Ron packte ihn an der Schulter. ,, Alles gut, Alter. Ich würde mir eher Gedanken darum machen, was Dumbledore mit dir vorhat und deine Nachsitzstunden bei Snape!", erinnerte Ron ihn. ,, Danke für diese Erinnerungen!", beharrte Harry und sah jetzt noch finsterer drein. ,, Ich bin für dich da, Mann.", sagte Ron belustigend. Zusammen liefen sie zu Verwandlung. 

Nach der Stunde, schaute Ebonee erschöpft drein. ,, Willst du dich kurz hinlegen?", fragte Hermine besorgt. ,, Du siehst echt nicht gut aus!", stellte nun auch Harry fest. ,, Nein, nein. Mir geht es gut. Ich glaube das war alles nur ein bisschen viel....!", sagte sie und versuchte langsam tief Luft zu holen. Als Ebonee an einem Fenster vorbei ging, fiel ihr etwas eigenartiges auf. Der Himmel war fast schwarz und überall waren Gewitterwolken zu erkennen. Dieses war den ganzen Tag zu erkennen. ,, Müsst ihr wirklich morgen weg?", fragte Ebonee am Abend im Gemeinschaftsraum, wo sie nur noch die einzigen waren, zusammen mit Hermine, Ron und Ginny. ,, Ja. Es ist sehr wichtig. Es verhilft den Sieg über Voldemort...!", meinte Harry und Ebonee versuchte mit dieser Antwort zurecht zu kommen und ihre Sorgen zur Seite zu schieben. ,, Und das bringt mich zu etwas. Morgen bin ich mit Dumbledore weg. Dafür brauche ich eure Hilfe. Ich gebe euch die Karte der Rumtreiber. Da ich ja morgen nicht da bin, müsst ihr für mich Malfoy ausspionieren, was er vorhat.", flüsterte Harry und alle nickten. ,, Und was ist mit Snape?", fragte Ron sofort. Harry überlegte kurz. ,, Den müssen wir auch beschatten lassen. Wer würde Malfoy beschatten und wer Snape?", fragte Harry beharrlich. Alle schauten sich gegenseitig an. ,, Ich kann Snape übernehmen!", meinte Ebonee ruhig. Harry nickte ihr zu. ,, Dann übernehme ich Malfoy!", sagte Hermine. ,, Ron du hilfst Hermine am besten und Ginny du wirst mit einigen aus der DA schauen ob das Schloss in Sicherheit ist. Ich habe das Gefühl es wird jeden Tag immer gefährlicher und sobald Dumbledore aus dem Schloss heraus ist, kann es immer wieder passieren, dass ein Angriff stattfindet!", sagte Harry und Ginny nickte. ,, Sehr gut. Dann legt euch jetzt hin. Wir müssen morgen alle fit sein!", meinte Harry und stand auf, die anderen ebenfalls. 

Als Ebonee im Bett lag, konnte sie nicht schlafen. Sie schaute immer wieder bedrückt an ihre kahle Wand. Sie musste immer wieder an Snape denken. Jedes mal überlegte sie wie sie ihn beschatten kann, ohne das sie entdeckt wird. Sorge und Angst breiteten sich in ihr aus. Was ist wenn Malfoy und Snape morgen versuchen das Schloss zu erbeuten? Oder Dumbledore auf seiner Reise töten? So viele Gedanken schwirren ihr durch den Kopf. Sie musste versuchen Snape aufzuspüren und ihn so viel es nur ging zu beschatten, egal was es kostete...

Harry Potters HalbschwesterWo Geschichten leben. Entdecke jetzt