Die Verbindung von Voldemort und Harry war immer noch. Ebonee erkannte mit verschwommenen Augen, wie Harry versuchte gegen Voldemorts Fluch anzugehen. Ebonees Zauberstab hing schlaff an ihrem Arm herunter und mit lautem Atem drehte sie ihren Kopf zu dem leblosen Körper von Cedric. Er war tot. Er wurde getötet. Ebonee fühlte sich elend, kaputt und eine unbeschreibliche Schwäche. Sie wollte Harry helfen, aber ihre Beine sackten immer wieder zusammen.
Plötzlich geschah etwas seltsames. Aus Voldemorts Zauberstab kamen geisterhafte Gestalten. Zuerst kam Frank heraus, der Mann den Voldemort in dem Haus getötet hatte, dann Cedric und dann James Potter. Als letztes kam Lily Potter und sie glitt zu Ebonee, die sie mit offenen Mund anstarrte. Sie sah zum ersten mal ihre Mutter und das verschaffte ihr neue Energie. ,, Ebonee, dein Bruder und du ihr werdet gleich zum Portschlüssel rennen um von hier zu verschwinden, wir können euch kurz etwas Zeit verschaffen. Hörst du?", sagte Lily in einem ernsten Ton. Ebonee nickte stark um zu zeigen das sie es verstanden hatte. Ihr lagen so viele Fragen auf den Lippen, aber sie hatte gar keine Zeit diese zu stellen. ,, Nimmt meinen Körper mit zu meinem Vater", flüsterte Cedric sehnsüchtig und Harry nickte, während er seinen Zauberstab fest in der Hand hielt. ,, LIEBLING! JETZT DU BIST BEREIT!", rief Lily hinüber und in dem Moment ließ Harry los, rannte zu Ebonee, packte sie, riss sie mit zum Körper von Cedric und rief: ,, Accio!" Ebonee sah noch wie ihre Mutter und die anderen Geister Lord Voldemort die Sicht versperrten. Aber in dem Moment, wo er Ebonee mit hasserfülltem Blick in die Augen schaute, verschwanden sie. Sie sah nur noch wie er erzürnt ausrastete und brüllte. Doch mehr bekam sie nicht mit. Sie fühlte sich schwächer denn je, als hätte sie viele Klatscher vom Quidditch abbekommen. Ihre Schnittwunden fingen an zu brennen. Ihr Gesicht war voll verschmutzt. Ihre Hände mit Schürfwunden. Ihre Klamotten halb zerrissen und ihr innerer Körper zitterte immer noch von den Folterflüchen. Sie spürte Harrys Hand in ihrer. Sie packte sie ebenfalls ganz fest. Plötzlich spürte sie festen Boden unter den Füßen. Mit dem Gesicht lag sie auf dem Boden. Gejubel, Musik und Gejohle waren zu erkennen. Doch Ebonee bewegte sich kein Stück. Sie lag mit dem Kopf am Boden und drückte Harrys Hand ganz fest. Unter ihrem Körper spürte sie auch den kalten und leblosen Körper von Cedric und plötzlich begann sie zu wimmern. Tränen rollten ihr Gesicht hinunter. Sie wollte nicht aufblicken.
Snape saß nervös an seinem Platz und spürte die ganze Zeit ein Zwicken und Kribbeln an seinem Unterarm. Was hatte das zu bedeuten? Wieso kribbelte es so? War Voldemort wieder an der Macht? Ist er auferstanden? Das ist unmöglich! Er tauschte einen Blick mit Karkaroff. Auch in seinem Blick erkannte man Angst und Verwirrtheit. Mit Dumbledore konnte er sich in der Öffentlichkeit auch nicht unterhalten! Plötzlich bemerkte er Mad Eye Moody, wie er nervös immer auf und ab trappte. Was hatte der denn? Krum und Fleur waren schon lange zurück. Sie haben den Pokal nicht bekommen. Jetzt waren nur noch Potter und Diggory im Spiel. Sie waren aber schon lange unterwegs. Man bemerkte eine Anspannung in der Zuschauermenge. Seine Tochter hatte er auch schon länger nicht mehr gesehen. Es vergingen noch einige Minuten, bis endlich etwas mitten auf dem Schauplatz hervorkam. Der Portschlüssel. Potter und Diggory hatten es geschafft. Doch als er genauer hinsah, grauten sich seine schlimmsten Befürchtungen! Wie kann Ebonee dabei sein? WIE? WIE KOMMT SEINE TOCHTER IN DIESES LABYRINTH? Sie bewegte sich gar nicht. Harry ebenfalls nicht, und Cedric auch nicht. Angst, Verwirrtheit machten sich breit. Die Musik wurde sofort unterbrochen, das Gejubel hörte auf. Snape stand sofort auf, genauso wie Dumbledore und die anderen Lehrer. Ebenso der Zaubereiminister. Snape näherte sich seiner Tochter. Sie bewegte sich kein Stück, schaute noch nicht mal auf. Mr Weasley und Mr Diggory kamen mit geschockten Gesichtern herbei. Dumbledore fasste Harry kurz an, der sofort zusammen zuckte, doch dann schaute er auf. Sein Gesicht war blutverschmiert und er sah schlimm aus. ,, NICHT! NICHT! TOT!", brüllte er und weinte. Dann ging er zu Ebonee und versuchte sie anzufassen, aber sie bewegte sich kein Stück. ,, Ebonee! Ebonee!", rüttelte Dumbledore sie, doch sie machte keine Anstalten. Snapes Gesicht wurde blass, wie beim Tot von Lily. Seine Gesichtszüge hart und unbeschreiblich unmenschlich. ,, Harry was ist passiert?", fragte Dumbledore ernst. Die ganzen Schüler waren ruhig. Alles war totenstill. ,, Er ist wieder da. Er ist wieder da. Lord Voldemort ist wieder da. Cedric hatte mich gebeten ihn wieder mit zurück zu nehmen, er konnte nicht bleiben, nicht daaa!", kreischte Harry vor entsetzten. Snapes Augenhöhlen wurden immer tiefer. Cedric ist tot? ,, Ist ja gut Harry. Ihr seit alle zu hause. Ebonee du bist zu Hause. Ihr seit alle drei zu hause!", versuchte Dumbledore sie zu beruhigen. Plötzlich regte sich Ebonee, verkrampfte sich, schaute vor Angst auf und schrie. Es war ein qualvolles Schreien. Snape schaute seine Tochter voller Entsetzten und mit einer unbeschreiblichen Mimik an. Sie sah schlimm aus. Ihr Gesicht voller Schnittwunden, Verschürfungen und blutverschmiert. Ihre Haare zerzaust, ihre Kleidung zerfranst, ihr Körper am zittern. Dumbledore näherte sich ihr und drückte sie fest an sich. ,, Alles gut, Ebonee. Ihr seit zu Hause. Alles gut!", beruhigte Dumbledore sie. Snape hätte sich zu gerne auf seine Tochter gestürzt, sie in die Arme genommen und beschützt. Sie geheilt, sie beruhigt. Sie nie wieder losgelassen. Aber er musste sich beherrschen. Genau jetzt, wo er wieder da ist. Ebonee wimmerte und schaute dabei zu Cedric. Harry verkrampfte sich ebenfalls und blieb an Cedrics Körper kleben. Doch Mad Eye nahm ihn mit. In dem Moment fiel Ebonee um, das letzte was sie hörte waren die Schreie von Cedrics Vater und ein Geschrei von Dumbledore, dass sofort Madame Pomfrey kommen musste.
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Harry Potters Halbschwester
FanficEin kleines Mädchen, dass nichts von Zauberei wusste, wird mit 10 Jahren damit konfrontiert. Sie lebte in einer kleinen Familie, wo sie kaum etwas zu essen bekam, geschweige denn richtige Manieren gelernt hatte. Als sie auf die hogwartsschule kam, l...
