Kapitel 49

752 30 0
                                        

Der Tag vor der zweiten Aufgabe stand bevor und niemand hatte eine Idee wie Harry unter Wasser atmen konnte. Harry wurde immer unruhiger und sobald man ihn suchte brauchte man nur in der Bibliothek schauen. ,, Es sei schon so, als wärst du Hermine!", klagte Ron und durchstöberte im nächsten Buch nach einer Antwort. Hermine hatte sich weiter hinten verschanzt und durchsuchte einen anderen Bücherregal. Ebonee schaute in das Buch der gigantesten Helden und ihre Versuche.

Doch auch dort fand sie nichts mit unter Wasser. Jeden Tag waren sie gefühlt mehrere Stunden in der Bibliothek gewesen und sie hatten nichts gefunden, noch nicht mal in der Verbotenen Abteilung. Alle vier setzten sich genervt zusammen und grübelten. ,, 1 Stunde unter Wasser. Klar.", murmelte Hermine vor sich hin, während Harry den Kopf auf ein Buch legte und stöhnte. Ebonee hatte versucht aus ihren Zaubertrankbüchern einen Trank herzustellen womit man 1 Stunde lang atmen kann, aber dieser Trank war gefährlich, gar tödlich und dazu brauchte man einen Profi, wie ihren Vater, den sie schlecht fragen konnte.

Plötzlich tauchte Moody auf. ,, Evans, Granger ihr sollt sofort zu Professor McGonagall!", forderte er die beiden auf. ,, Aber Sir, wir müssen Harry....!", protestierte Hermine, doch Moody unterbrach sie und zeigte mit seinem dicken Finger auf den Ausgang. Ebonee knallte das Buch zu und folgte Hermine hinaus. ,, Und Weasley. Sie gehen auch am besten!", meinte Moody in einem kühlen Ton. Verwirrt ging auch Ron hinaus, während Harry verzweifelt im Buch weiter blätterte. ,, Longbottom. Wollen sie Potter nicht mal helfen", knurrte Moody und Neville kam mit schnellen Schritten zu Harry zu.

Ebonee und Hermine gingen schweigend zu Professor McGonagalls Büro. Beide dachten an das gleiche. Als sie klopften, öffnete McGonagall schon die Tür und sie waren nicht die einzigen. Fleurs kleine Schwester, in Ebonees Alter und Cho Chang standen schon im Büro. ,, Ah da sind sie beide ja. Miss Evans und Miss Granger. Die Champions haben eine Aufgabe zu erledigen euch zu retten. Ihr werdet gleich einen Zauber abbekommen, womit ihr unter Wasser atmen könnt und erst wieder aufwacht, sobald ihr über Wasser seit.", erklärte McGonagall. Ebonee tauschte einen erschreckenden Blick mit Hermine. ,, Aber Professor, das ist der schwarze See....!", gaukelte Ebonee hervor, doch McGonagall schnitt ihr das Wort ab. ,, Das ist mir bewusst, Miss Evans und ihnen wird nichts passieren, dafür wird gesorgt.", sagte sie schnippisch. ,, Nun gut. Genug jetzt. Ich werde euch nun einen Zauber aufbändigen. Ihr werdet nichts spüren. Macht euch bereit!", forderte McGonagall auf und holte ihren Zauberstab hervor. Ebonee spürte wie ihr ein Fels im Herzen wuchs. Jetzt würde sie in einen tiefen Schlaf fallen und Harry hatte immer noch nichts womit er atmen konnte. Hermine dachte das gleiche, denn auch sie schien entsetzt. Doch bevor sie noch etwas ansprechen konnte, verlor sie ihr Bewusstsein und fiel in einen tiefen Schlaf. Ganz ganz weit weg.

Ebonee spürte wie jemand sie anpackte. Sie wollte sich wehren, aber es ging nicht. Sie konnte nicht mal ihre Augen öffnen. Sie spürte nur eine feste Hand um sich. Wer war das? Angst durchfuhr sie. War das etwa Harry? Es dauerte Ewigkeiten, bis die Hand endlich losließ und sie Luft spürte. Ihre Augen öffneten sich und sie blickte ins Licht. Sie konnte wieder normal atmen. Jubelschreie ertönten. Neben ihr schwamm ein blondes Mädchen, ebenfalls verzweifelt. Beide schwammen zur Oberfläche, wo ihnen mehrere helfende Hände entgegen kamen. Hermine war schon da und nahm ihre Hand. Fleur lief zu ihrer Schwester und umarmte sie fest. ,, EBONEE!", rief Hermine und gab ihr ein Handtuch, was sie sofort ummachte, denn sie spürte eine Eiskälte. Harry kam sekunden später nach und hustete das Wasser aus seiner Lunge. ,, Harry!", rief Ebonee ebenfalls hustend. Harry hatte sie gerettet! Harry bekam sofort Handtücher um, genauso wie Ebonee, die auch noch einen Schub nach bekam. Ihre roten Haare verfilzten sich in den Handtüchern. Sie musste sofort duschen. Als Dumbledore hinunter kam, zusammen mit Karkaroff, Moody, Maxime, Percy und Bagman rief er: ,, Der erste Platz geht an Cedric Diggory, für seine bestleistung!" ,, Der zweite wäre Mr Krum gewesen, aber für die hervorragende Leistung von Mr Potter, da er alle beide gerettet hatte, vergebe ich ihm den zweiten Platz, als Ehre und Mut!", rief Dumbledore und ein Jubel ertönte, nur die Fans von Krum brüllten vor Wut. Fleur bekam den vierten Platz, da sie abgebrochen hatte. Ebonee strahlte über beide Ohren. Ihr Bruder hatte den zweiten Platz gemacht und er hatte auch ohne ihre und Hermines Hilfe etwas gefunden, womit er unter Wasser atmen konnte. Als sie alle mit den Booten zurück nach Hogwarts fuhren, kamen ihnen Fred und George entgegen. ,, Hey Harry. Grandiose Leistung. Du bist echt ein krasser Typ. Hast Krum geschlagen. Wie der sich gefühlt haben muss. Tja. Harry ist einfach besser und ein besserer Sucher...!", sagten alle beide und Harry stupste beide an. ,, Wie hast du es eigentlich geschafft unter Wasser zu atmen?", fragte Ebonee interessiert nach und Hermine hörte mit beiden Ohren zu. Ron strahlte Harry an, er wusste es schon. ,, Neville hatte mit Dianthuskraut gegeben!", flüsterte Harry und Ebonee blickte zu Neville rüber, der sich gerade mit Dean und Seamus unterhielt. Neville der Held in letzter Not. Betend dankte sie ihm. Zusammen liefen sie rüber zum Schloss. Sofort wusch sich Ebonee und zog sich bequeme Klamotten an. ,, Das war ein Tag...!", seufzte sie und setzte sich zu Harry, Hermine und Ron, die sich nebens Feuer gesetzt hatten. ,,Was glaubt ihr wird die dritte Aufgabe sein?", fragte Ron und schaute Harry an. ,, Keine Ahnung. Morgen wird es mir berichtet.", meinte Harry stirnrunzelnd.

Harry Potters HalbschwesterWo Geschichten leben. Entdecke jetzt