Kapitel 101

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Heute Abend war die Slughornparty. ,, Hey Ebonee. Ich würde gerne mit dir heute Abend zu Slughorns Party gehen", sagte Neville beim Frühstück mit hochrotem Kopf. ,, Cool. Dann treffen wir uns beide abends im Gemeinschaftsraum!", rief sie zu ihm und auch ihr fiel ein Stein vom Herzen. Endlich hatte Neville sich getraut zu fragen. Ginny zwinkerte ihr kurz zu und Hermine strahlte. ,, Sehr schön. Ich denke jetzt hat jeder sein Partner!", sagte sie und Ron schaute sie kurz an, blickte dann aber wieder zu Lavender. 

Ebonee stand vor ihrem Schrank und überlegte die ganze Zeit was sie anziehen könnte. Ginny zog ein grünes, schlichtes Kleid an, was ihre roten Haare hervorstechen ließ. Was könnte sie anziehen? Sie grübelte weiter und fand schließlich etwas. Ein blaues, prinzessin ähnliches Kleid.

Sie hatte es mal in der Winkelgasse gekauft, als sie mit Harry und den anderen unterwegs war

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Sie hatte es mal in der Winkelgasse gekauft, als sie mit Harry und den anderen unterwegs war. Ihre Haare formte sie zu einem schönen Zopf mit Locken. Zum Schluss hängte sie sich noch eine Kette um und Ohrringe. Nach dem ging sie mit erhobenen Kopf die Treppen hinunter. Neville wartete schon auf sie. Er trug ein schlichtes Gewand mit einer schwarzen Krawatte. Er lächelte als er sie sah und wurde leicht rot um die Nasenspitze. ,, Schön siehst du aus!", sagte er leicht benommen. Ebonee grinste ebenfalls zurück. Zusammen gingen sie zu Slughorns Party. ,, Wie kommt es das du mit mir gehen wolltest?", fragte Neville leicht angespannt, doch Ebonee nahm dieses ganz locker. ,, Ich wollte mit jemanden gehen, dem ich vertraue!", antwortete sie und Neville spürte eine kleine Kraft in sich aufheizen. Etwas was ihn glücklich machte. Schon etwas länger fand er Ebonee hübsch und nun hatte sie ihn gefragt. Er war stolz und fühlte sich wertvoll wenn er mit Ebonee abhing. Er fühlte sich als wäre er etwas besonderes und um so mehr er mit Ebonee abhing, umso mehr verliebte er sich in sie, dass fühlte und spürte er. Ebonee dagegen empfand nichts, außer mit einem guten Freund zur Party zu gehen. Ebonee klopfte gegen eine große Tür, die von zwei anderen Schülern geöffnet wurden. Sie waren alle festlich angekleidet. Der Raum war groß, geschmückt mit Winterspecials, Schnee, Eiskristalle die die Wände beschmückten, Musik, Getränke, Winterspezialitäten zum Essen und vieles mehr. Ebonee war beeindruckt. Als sie beide durch gingen, wurden sie gleich von Slughorn empfangen. ,, Ebonee! Wie schön sie endlich anzutreffen, zusammen mit Mr Longbottom. Wie toll. Und wie gehts ihnen?", fragte er in den höchsten Tönen. Neville fühlte sich endlich nicht mehr unsichtbar. Er strahlte über beide Ohren. ,, Sehr gut. Haben sie Harry irgendwo gesehen?", fragte Ebonee sofort. Slughorn sah sich um. ,, Oh ja, er ist dort drüben zusammen mit Miss Lovegood, ein bezauberndes Mädchen!", meinte er und war sofort mit jemand anderen in einem Gespräch vertieft. Ebonee zog Neville mit sich und ging zu Harry hinüber. ,, Ebonee! Neville! Und wie findet ihr es?", fragte Harry belustigend. Luna schaute auch auf und musterte Ebonee kurz. ,, Bis jetzt ist sie ganz cool!", antwortete Ebonee und in dem Moment kam ein Schüler der Getränke anbot. ,, Oh, Harry und Ebonee, würden sie bitte ein Bild für meine Ansammlungen mit mir machen?", fragte Slughorn als er die beiden entdeckte. Ebonee war eher weniger begeistert, Harry dagegen strahlte, als würde er nichts anderes kennen. Slughorn legte ein Arm um Ebonee und Harry und der Fotograf schoss zwei Fotos. ,, Sehr schön. Genießt die Party!", sagte er und ging zu jemand anderes hin. Ebonee seufzte. ,, Willst du was trinken oder essen?", fragte Neville vorsichtig. Ebonee schüttelte den Kopf. ,, Wo ist eigentlich Hermine?", fragte Ebonee und durchsuchte den Raum ab, bis sie ihren Vater entdeckte. Er stand abseits des Geschehens und beobachtete die Schüler mit einem missgelaunten Blick. Als er zu seiner Tochter hinüber schweifte und er sie anblickte, verfing er sich in dem Blick. Er bemusterte ihre Kleidung. ,, Wollen wir tanzen?", fragte Neville leicht peinlich berührt. Ebonee blickte nochmals zu ihrem Vater, dann schaute sie auf die Tanzfläche. Ein paar legten einen Tanz ab. ,, Aber nur kurz", meinte Ebonee, legte den Arm auf Nevilles Schulter und sie schwebten über die Tanzfläche. Harry lachte begeistert, genauso wie Luna, die verträumt auf die beiden schaute. Snape dagegen knirschte mit den Zähnen. Er hasste Neville Longbottom. Sein schlimmster und unfähigster Schüler mit seiner Tochter! 

Als die Musik endete und die beiden sich wieder zu Harry und Luna bewegten, erkannten sie Hermine hinter einem großen Vorhang. Harry schaute kurz zu Ebonee und beide nickten sich zu. ,, Wir kommen gleich wieder!", sagten beide zu ihren Partnern. Sie liefen zu den Vorhängen. ,, Hermine?", fragte Ebonee leicht belustigend. Hermine dagegen schien sehr aufgewühlt. ,, Ist er weg?", fragte sie nur und schaute panisch zur Party hin. ,, Wer? Wen hast du eingeladen?", fragte Harry, doch Ebonee wusste schon vor wen sie flüchtete. Sie hatte Hermine vor ihm gewarnt. ,, Vor Cormac!", entgegnete Hermine flüsternd. ,, Du hast Cormac eingeladen?", fragte Harry verblüfft und er konnte es nicht fassen. ,, Ich dachte der würde Ron am meisten stören. Ich bin eben vor ihm geflüchtet, als wir unter dem Nistelzweig standen!", meinte sie flüsternd und Ebonee kicherte leise, Harry dagegen war zutiefst angewidert. In dem Moment kam ein Schüler mit einem Dessertteller. ,, Möchte jemand?", fragte er in die Runde. Alle lehnten ab. ,, Das ist auch gut, davon kriegt man besonderen Mundgeruch!", meinte er und sofort griff Hermine nach dem ganzen Teller. ,, Dann vielleicht doch, das hält mir Cormac vom Hals!", sagte sie und stopfte sich mit Drachenbällchen voll. ,, Oh Gott, er kommt...!", hetzte Hermine und flüchtete in die nächste Ecke. Ebonee sah Cormac belustigend an. ,, Ich glaube sie ist sich gerade die Nase pudern gegangen!", sagte Harry beiläufig, während Ebonee die Drachenbällchen in der Hand hielt. ,, Schwer ranzukommen an das Biest. Sie redet, redet und redet!", blaffte Cormac und steckte sich Drachenbällchen in den Mund. Ebonee biss sich auf die Lippe. ,, Was ist das?", fragte Cormac mampfend. Ebonee hustete gekünstelt und versteckte damit ihr Lachen. ,, Drachenbällchen", sagte Harry und genau in dem Moment öffnete Snape grob die Vorhänge und blickte mit einem tadelnden Blick zu den dreien. Cormac dagegen spuckte seine Drachenbällchen genau vor Snapes Füße aus. Harry schaute zur Seite, Ebonee fühlte sich verantwortlich da sie die Drachenbällchen in der Hand hielt. Sie legte die sofort zur Seite und wollte schon mit Harry aus der heiklen Situation flüchten. ,, Das büßen sie mit 1 Monat nachsitzen, McLaggen! Nicht so eilig, Potter und Evans!", knurrte Snape wutentbrannt. Er wandte sich von McLaggen ab und drehte sich nun Ebonee und Harry zu. Sein Blick durchbrannte Ebonees. ,, Wir müssen leider wieder zu unserer Begleitung...!", wollte Harry ansetzen und Ebonee wollte schon gehen, aber Snape hielt sie beide auf. ,, Ich denke ihre Begleitungen schaffen es noch einige Minuten ohne euch. Ich sollte ihnen beide berichten, das Dumbledore auf Reisen ist und das seine Rückkehr erst im nächsten Halbjahr ist!", sagte Snape kühl. ,, Auf Reisen, wohin?", fragte Harry, doch Snape blickte noch einmal zu seiner Tochter und wandte sich ohne weiteres von ihnen ab. ,, Warum ist er auf reisen?", fragte Ebonee und war etwas traurig, dass sie nicht weiter üben konnten. ,, Es muss bestimmt wichtig sein!", sagte Harry abwesend und ging wieder zu seiner Begleitung, die mit Neville in einem Gespräch vertieft war. Als auch Ebonee wieder bei Neville auftauchte, strahlte er. Alle vier tranken ein Butterbier und unterhielten sich über verschiedenste Dinge, bis Filch hinein kam, mit einem Einbrecher: Malfoy. 

Harry Potters HalbschwesterWo Geschichten leben. Entdecke jetzt