In den letzten Tagen hatte Rita Kimmkorn immer wieder versucht Ebonee oder Harry hinterher zu laufen um mehr aus ihnen herauszupressen. Harry hatte sogar erzählt, das sie Hagrid über Harry ausgefragt hatte. Es wurde sogar so schlimm, dass Dumbledore sie aus der Schule verbannte, was für alle Anwesenden Glück war.
Als sich alle gerade gemütlich an den Tischen versammelt hatten, kam Rons Eule herbei geflogen. ,,Ein Festumhang?", fragte er irritiert und betrachtete die Rüschen mit rümpfender Nase. ,, Dein Festumhang Ron. Für den Ball!", erklärte Hermine kichernd. Auch Ebonee konnte sich ein Grinsen nicht verkneifen. Der Festumhang sah sehr amüsierend aus. Doch von einem Ball hatte sie auch noch nichts gehört. ,, Der Ball ist nur ab der vierten Klasse!", sagte sie noch an Ginny und Ebonee gewandt, die beide sehr enttäuscht schauten. ,, Und wo sollen wir solange bleiben?", beschwerte sich Ebonee, war aber nicht gerade wütend, da sie nie wirklich tanzen gelernt hatte. ,, Na ja, ihr müsst nach Hause oder im Gemeinschaftsraum bleiben!", meinte Hermine und zuckte mit den Achseln. Gerade als Ebonee aufstehen wollte, kam ihre Eule Tiger zum Vorschein. Er warf ihr ein Brief in die Hände, den sie sofort aufriss und las.
Komm zu mir in mein Büro, jetzt.
S.
Ebonee bekam ein Kloß in den Hals. Sie überlegte scharf nach ob sie in den letzten Tagen etwas falsch gemacht hatte, aber ihr fiel nichts ein, außer der Tagesprophet. Aber das war schon länger her und ihr Dad hatte sie schon im Unterricht dafür bestraft. ,, Wo musst du hin?", fragte Ginny sie irritierend, als sie den Weg zu den Kerkern einschlugen wollte. ,, Geh schon mal. Wir haben jetzt ja eh eine Freistunde. Ich muss noch kurz etwas klären!", wich sie der Frage aus und verschwand sofort. ,, Evans. Oder nein Potter. Hahahaha. Was tust du hier?", hörte sie Malfoys Stimme. ,, Lass mich in Ruhe, Malfoy.", knurrte sie und versuchte sich zu beherrschen keine weiteren Fehler mehr zu begehen. ,, Ohhhhh. Harter Kern. Hat dir dein Bruder Mut zu gesprochen? Jetzt wo ihr euch beide gefunden habt, kann es ja nur noch schlimmer werden!", setzte er an und Tessa gackerte neben ihm. Malfoy verschwand darauf hin mit den anderen, sodass sie alleine auf dem Gang hockte und sofort gegen die Kerkertür klopfte. Es dauerte einige Minuten bis die Tür aufgerissen wurde. ,, Was ist denn?", knurrte eine wütende Stimme, doch als er seine Tochter erkannte, schob er sie sofort herein. Dann schloss er die Tür sofort. ,, Es tut mir so leid, Dad. Ich weiß nicht wie diese Kimmkorn es herausgefunden hatte....!", setzte sie sofort an und verlor ein paar Tränen. Doch Snape ging darauf gar nicht ein. ,, Es ist gut. Wir müssen nur vorsichtig sein, dass sie nicht heraus findet wer dein Vater ist. Deshalb müssen wir noch sekreter sein. Heute sehe ich dich zum letzten Mal. Wenn du Probleme hast, gehst du nicht mehr zu mir, sondern zu Dumbledore. Ich werde beobachtet, genauso wie du. Es ist zum besten!", sagte er in einem kühlen Ton und man sah ihm an, dass es ihm schwer lag, es auszusprechen. Ebonees Augen weiteten sich. ,, Gar nicht mehr? Und und wo soll ich in den Ferien hin?", sagte sie entsetzt. Snape kämpfte gegen seine Gefühle an und presste mit seinem Lippen hervor: ,, Zu den Weasleys. Es ist schon alles mit Dumbledore abgesprochen!" Ebonee könnte sich jetzt freuen, aber das war ihr gar nicht zumute. Sie liebte ihren Vater und nun durfte sie ihn gar nicht mehr sehen, obwohl sie ihn gerade erst kennengelernt hatte. ,, Aber Dad? Wieso? Wir können uns doch heimlich treffen.", sagte sie verzweifelt und sie stand den Tränen wieder nahe. Snape wandte sich ab und drehte sich um. Er tat so als hätte er was zu tun. ,, Nein. Es geht nicht mehr. Eigentlich hätte ich dir nichts erzählen dürfen. Es ist zu gefährlich. Du wirst ab jetzt nur eine Schülerin, wie jede andere für mich sein.", sagte er und schaute extra zur Seite und nicht in ihr Gesicht. Ebonee wusste nicht was sie tun sollte. Sie stand dort, total traurig und entsetzt. ,, Aber ich brauche dich!", flüsterte sie voller Trauer. Dies mal schaute Snape seine Tochter wieder an und man erkannte Schmerz in seinen rabenschwarzen Augen. ,, Ich weiß. Ich brauche dich doch auch, aber in diesen schweren Zeiten ist es gefährlich und ich will dich nur beschützen. Der Dunkle Lord darf nicht erfahren, dass ich dein Vater bin. Du wirst in Gefahr sein und das will ich nicht. Wir müssen nun vorsichtig sein.", sagte er sanft und schaute zu seiner Tochter hinab und strich ihr eine rote Strähne weg. Ebonee blickte auf und schaute in die Augen ihres Vaters. Dann umarmte sie ihn kräftig. Er erwiderte es. ,, Wann können wir uns wiedersehen?", fragte sie mit tränen erstickter Stimme. ,, Ich weiß es nicht. Ich muss schauen. Vielleicht irgendwann mal, dass muss ich aber mit dem Direktor absprechen!", meinte er und Ebonee löste sich von ihm. ,, Bevor du gehst, Ebonee. Du wirst nicht auf den Ball gehen. Auch wenn dich ein Junge fragt. Du wirst im Gemeinschaftsraum bleiben. Es ist sicherer, nicht in die Öffentlichkeit zu treten.", sagte er in einem ernsten Tonfall. Ebonee sah noch schlimmer aus. ,, Aber warum? Wenn mich jemand fragt, dann....!", doch weiter kam sie nicht. ,, ... Nein. Das geht nicht. Du bleibst an dem Tag in dem Gemeinschaftsraum, egal wer dich fragt. Es ist wichtig...", knurrte er und Ebonee wusste unter dem zornigen Blick ihres Vaters, dass sie sich nicht mehr wehren konnte. ,, Ist gut. Ich werde im Gemeinschaftsraum bleiben!", sagte sie kleinlaut und ihr Vater nickte ihr zu. Ein letztes Mal umarmte sie ihren Vater. ,, Ich werde dich vermissen", sagte sie leise und drehte sich um. Snape drehte sich ebenfalls sofort um, auch er hatte eine Träne verloren.
In den nächsten Tagen, drehte sich alles nur um den Ball. Auch Ginny wurde gefragt von Neville Longbottom. Ebonee wurde auch öfters gefragt, auch von Dean Thomas, doch sie sagte jedes Date ab. Zu gerne wäre sie mitgegangen, aber froh war sie das sie nicht tanzen musste. Sonst hätte sie zusammen mit Ginny nach einem Tanzzauber suchen müssen. Harry und Ron hatten eher weniger Glück. Ron hatte sogar Fleur Delacour gefragt, was der schlimmste Fehler seines Lebens war. Doch am Ende, hatten sie Parvati und Padma Patil fragen können.
Am Tag des Balls.
Heute ist es soweit. Alle machten sich schön. Ginny zog ein schönes, pink, grünes Kleid an. Hermine ging mit Viktor Krum zusammen. Sie zog ein pinkes Kleid an. Alle machten sich schön. Ebonee half Ginny bei ihren Haaren. ,, Ich verstehe nicht warum du Dean Thomas abblitzen lassen hast. Du hättest mitkommen können!", sagte sie gereizt und stand auf. ,, Es ist besser so. Ich bin sowieso nicht die beste Tänzerin!", widersetzte sie sich und lächelte als sie Ginny betrachtete. ,, Neville wird dich lieben", sagte sie glücklich und umarmte sie kurz. ,, Amüsiere dich schön. Morgen früh möchte ich alles wissen!", sagte sie und Ginny strahlte ebenfalls, aber es verschwand sofort wieder. ,, Eigentlich wollte ich mit Harry gehen. Er hatte mich sogar erst viel zu spät gefragt und da war ich schon mit Neville verabredet.", sagte sie und wurde scharlachrot. Ebonee wurde ebenfalls etwas rot. ,, Du stehst auf Harry?", fragte sie lächelnd. Nun wurde Ginny rot wie eine Tomate. ,, Nicht unbedingt. Ich.....ich schon ein bisschen. Aber er steht nicht auf mich. Er mag Cho Chang!", sagte sie bedrückt und schaute in den Spiegel. ,, Ach Ginny. Cho ist ein Jahr älter als Harry und in Rawenclaw. Und außerdem steht sie auf Cedric Diggory soweit ich weiß. Warte nur ab. Vielleicht merkt Harry bald was..., ach übrigens in den Sommerferien komme ich zu euch!", sagte sie noch nebenbei und Ginny kreischte kurz auf. ,, Wie toll! Dann werden meine Ferien doch nicht so langweilig!", sagte sie glücklich und seufzte laut auf. ,, Na los. Dein Partner wartet bestimmt schon nervös auf dich!", sagte Ebonee und beide verließen den Schlafsaal. Ginny ging die Treppen hinunter und tatsächlich. Neville stand dort mit ein paar Blumen in der Hand, der sie Ginny übergab. Ginny und Neville erröteten leicht, aber sie bedankte sich sofort. Auch Neville sah sehr gut aus. Beide verließen den Gemeinschaftsraum. Auch Hermine ging schnell hinunter. Sie und Ron hatten ein bisschen Stress, da Ron sie erst sehr spät gefragt hatte und bemerkt hatte, das sie auch ein Mädchen war, doch jemand anderes hatte sie schon gefragt, was Ron nicht glauben konnte. ,, Viel Spaß Hermine!", sagte Ebonee und umarmte sie kurz. Sie sah überwältigend aus. ,, Danke. Ich werde dir dann berichten, wie es war!", sagte sie glücklich und verschwand. Auch alle anderen Mädchen und Jungen verließen den Gemeinschaftsraum. Als letztes kamen Ron und Harry heraus, mit genervten Mienen. ,, Ebonee! Wieso? Können wir nicht tauschen!", beschwerte sich Ron und sah total unmotiviert aus. ,, Nun macht schon ihr beiden!", ermutigte Ebonee den beiden und lächelte sie an. Harry sah sie kurz an. ,, Hatte Dean Thomas dich nicht gefragt?", fragte er kurz angebunden, doch Ebonee lehnte ab. ,, Es ist besser wenn ich hier bleibe. Und nun ab mit euch.", setzte Ebonee an und überspielte ihre Trauer in der Stimme. Beide verließen die Räume und nun war Ebonee ganz alleine im Gemeinschaftsraum. Sie setzte sich ans Fenster und schaute auf die Ländereien. Alles war weiß mit Schnee bedeckt. Auch Schneeflocken fielen hinunter. Sie fielen und fielen bis zum Boden wo sie zerschmolzen. Damit gaben sie Ebonees Gefühle wieder. Sie war traurig, wütend und ängstlich. Warum durfte ihr Vater nicht mehr mit ihr reden? Warum konnte sie nicht mehr zu ihm nach Hause? Wird er jetzt noch kühler als früher sein? Was macht ihm so Angst das Ebonee sich nicht mehr mit ihm treffen darf oder gar zum Ball? Was war die gefährliche Situation? Wovor hatte ihr Vater Angst?
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Harry Potters Halbschwester
FanficEin kleines Mädchen, dass nichts von Zauberei wusste, wird mit 10 Jahren damit konfrontiert. Sie lebte in einer kleinen Familie, wo sie kaum etwas zu essen bekam, geschweige denn richtige Manieren gelernt hatte. Als sie auf die hogwartsschule kam, l...
