Als am nächsten Morgen der Wecker schon um 4 Uhr klingelt, würde ich ihn am liebsten erschlagen, aber ich reiße mich zusammen um aufzustehen. Ich versuche möglichst leise mein Zimmer zu verlassen um meine Eltern nicht aufzuwecken denn diese stehen ja erst in zwei Stunden auf. Ich gehe die Treppen runter und anschließend gleich mit Catch in Richtung Stall. Ich füttere schnell die Pferde, wechsle den Verband bei Pepino und laufe dann gleich wieder zurück ins Haus. Dort füttere ich noch schnell meine beiden Katzen und Catch und als ich auf die Uhr blicke sehe ich das für ein Frühstück für mich keine Zeit mehr bleibt. Und genau in dem Moment als ich das denke klopft es auch schon an der Tür. Zum Glück hat das Catch nicht gehört sonst wären meine Eltern jetzt wohl wach. Ich öffne die Tür und da steht er. „Hey guten Morgen" begrüße ich ihn mit einem Lächeln. „Guten Morgen und kann es los gehen?" „Ja sicher" und mit diesen Worten nehme ich noch meine Tasche neben der Türe und verschließe diese hinter mir.
„So ich hoffe du hast noch nichts gefrühstückt" sagt er während wir in sein Mietauto einsteigen. „Nein dafür war keine Zeit mehr" antworte ich ihm als ich meinen Gurt schließe. „Gut denn ich habe für uns ein nettes Plätzchen zum Frühstücken ausgesucht." Und mit diesen Worten fahren wir los. Wenige Minuten später parkt er das Auto seitlich neben der Straße und wir gehen einen schmalen Weg hinunter zu einem abgelegenen Strandabschnitt. Es weht eine kleine Brise und man kann schon langsam die Sonne am Horizont aufgehen sehen. „Es ist unfassbar schön hier" gebe ich von mir während wir zum Strand hinunter gehen. „Ja wir sind hier jeden Tag vorbeigefahren als wir zum Hotel sind und ich dachte mir das jeden Tag." „Der perfekte Blick um in einen wundervollen Tag zu starten" sage ich während ich mich auf die Decke setzte die er zuvor auf den Strand gelegt hatte. „Warst du denn noch nie hier, ist ja schließlich nicht weit weg?" „Nein ich gehe immer zu einem kleinen Abschnitt weiter südlich." Fabio packt das Essen aus der Tasche aus die er mitgebracht hat und wir genießen ein schönes Frühstück am Strand.
Etwas später sind wir unterwegs zu unserem nächsten Ziel. Was es ist wollte er mir nicht verraten, aber es ist mir ehrlich gesagt egal wohin es geht, Hauptsache ich kann diesen Tag mit ihm noch genießen.
Nach einer guten halben Stunde Autofahrt sind wir bei Ryze Edinburgh – Xtreme Air Sports angekommen. „Na was sagst du dazu?" „Ich glaube ich habe von dem hier schon einmal etwas gelesen. Das ist doch diese große Halle mit den vielen Trampolinen und so Schaumstoff Bädern und sowas oder nicht?" antworte ich ihm während wir zum Eingang gehen. Doch er muss mir gar nicht mehr antworten denn im Eingangsbereich hängen eine Menge Plakate wo alles abgebildet ist. Wir melden uns also an und dann geht es ab in die große Halle. Da es noch Montagvormittag ist sind wir die einzigen die hier sind und das genieße ich ehrlich gesagt. Fabio zieht mich gleich mit auf die große Fläche, die voller Trampoline am Boden ist und wir beginnen zu hüpfen. Nach einiger Zeit merke ich das Fabio eindeutig viel, viel, besser in Form ist als ich, denn ich bin schon ganz schön außer Puste und er hüpft noch fröhlich vor sich hin. Ich setze mich also auf eine Bank die außerhalb steht und Fabio kommt mir bald darauf hinterher. „Hey was ist los" fragt er grinsend. Etwas außer Atem antworte ich ihm „Hast du eine Ahnung wie lange ich das schon nicht mehr gemacht habe!!" „Ich habe sowas auch schon lange nicht mehr gemacht." Auf diese Antwort schupse ich in ohne aufzustehen ein Stück weit weg. War allerdings eine blöde Idee, denn daraufhin packt er mich und läuft mit mir über die Trampoline zu diesen Schaumstoffbädern und wirft mich da hinein. Als er lachend auf dem Rand steht muss ich natürlich nur daran denken wie beeindruckend ich es finde das er mich am Arm getragen hat. Ich gehe also mühsam durch die Riesen Schaumstoff Teile in seine Richtung. Als ich bei ihm angekommen bin, hält er mir seine Hand hin um mir hoch zu helfen. Ich packe ihm am Arm und anstatt das er mir hier raus hilft, helfe ich ihm hier rein. Mit voller Kraft ziehe ich an ihm und Schwups liegt er hinter mir. „Oh na warte" schreit er und wirft einen Schaumstoffwürfel in meine Richtung. Ich zögere nicht lange und werfe zurück. Unser Gelächter füllt die ganze Halle und langsam werde ich wirklich müde, denn das durchwaten dieses Schaumstoffbades ist wirklich anstrengend und so hat er mich schließlich schnell eingeholt und hält mich nun an den Armen fest. „Habe ich dich. Und nun was hast du zu deiner Verteidigung zu sagen?" Doch ich bringe keine Antwort heraus denn seine Augen halten meine Gedanken fest. Ich spüre wie sich sein Griff um meine Arme lockert und er seine Hände entlang von meinen fallen lässt. Wir stehen so dicht aneinander das ich seinen Atem auf meiner Haut spüren kann. Und da ist er wieder dieser Moment, dieses Gefühl das ich mir nicht erklären kann.
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When your life changes, do you keep going or do you go back?
FanfictionShirin steht an einem wichtigen Punkt in ihrem Leben. Doch plötzlich wird alles was sie sich für die Zukunft vorgenommen hat durcheinander gebracht. Für was wird sie sich entscheiden? Für das Leben auf das sie schon seit Jahren hin gearbeitet hat un...