Shirins P.o.V.
Nachdem ich auch die letzten drei Tage noch intensiv mit meiner Familie genutzt habe gehen wir heute Abend nochmals Essen bevor ich und Fabio morgen Früh nach Finnland fliegen. Allerdings weiß er ja noch gar nichts davon, dass das heute sowas wie ein Abschlussessen sein soll. Also Psst an meine Gedanken bevor sie sich noch verplappern. Aber zurück zum Essen, denn da meine Mom und May Moms gute Freundinnen sind haben die beiden recht schnell herausgefunden, dass ihre beiden Kinder gerade mit ihren jeweiligen Freunden zuhause sind und somit gehen wir alle zusammen heute Abend essen. Das kann ja mal ein Spaß werden. Ich schwöre, wenn Jack irgendeinen Blödsinn heraus plappert, der auf den Rennstrecken so passiert bringe ich ihn um. Denn natürlich erzähle ich meinen Eltern nicht alles was so auf der Rennstrecke passiert. Ich bin doch nicht blöd. Allerdings zweifle ich an dieser Intelligenz bei Jack und machen wir uns nichts vor auch bei May.
Und genau mit diesen Gedanken mache ich mir gerade einen geflochtenen Zopf vor dem Spiegel im Bad. Als ich fertig bin verlasse ich das Bad und sehe bereits Fabio am Bett sitzen. Er hat sich schon umgezogen und sitzt mit einem schlichten weißen kurzen Shirt und einer dunklen Jean dort und spielt an seinem Handy. Ich mache mich an meinen Kleiderschrank und hole mir dort ein blaues Trägertop das leicht wegflattert und eine schwarze enge Jeans. Schnell werfe ich mich da hinein und frage Fabio dann noch als ich alles zurechtrücke „Und wie gefällt dir das?" Sein Blick schnellt von seinem Handy zu mir als er dann sagt „Du siehst wie immer bezaubernd aus." Er steht auf und kommt mit einem grinsen auf mich zu als er noch hinzufügt „Außerdem sind das dieselben Farben wie von Yamaha und das hat schon was." Ich sehe ihm mit einem dementsprechenden Blick an und sage dann „Ehrlich? Auf das kommt es also an?" „Was denn dein Kleid für den Ball hat doch auch diese Farben?" Entsetzt sehe ich ihn an und sage dann „Was?1 Du hast es dir angesehen?" „Nun ja ähm nein..." versucht er sich kläglich aus der Sache hinaus zu reden. Doch dafür kassiert er von mir nur einen Blick der wohl meine, Dein Ernst, Gedanken widerspiegeln. „Vielleicht nur ein kleines bisschen...?" fügt er dann hinzu. Doch mein Blick verändert sich nicht. Er legt seine Hände an meine Arme und streicht darüber während er dann sagt „Hey jetzt komm schon immerhin hast du das Kleid einfach so in unseren Schrank im Motorhome gehängt. Was hätte ich denn machen sollen jedes Mal auf gut Glück mir meine Klamotten rausfischen?" „Machst du doch immer so" sage ich trocken und sehe dabei wie sich sein Gesichtsausdruck schlagartig von seinem vorsichtig erklärenden Ausdruck in etwas so wie, Oh das hast du jetzt nicht gesagt, Blick verwandelt. Ich halte es nicht mehr aus und kann meine ernste Miene nicht länger halten also fange ich an zu lachen. Prompt wirft mich dann Fabio über seine Schulter und sagt dabei „Na warte du." Er gibt mir einen klaps auf den Po und fragt dann „Tut dir das was du so eben gesagt hat leid?" Unter unterdrückenden Lachern sage ich dann „Nein." Schnell werde ich wieder von seiner Schulter direkt vor ihm abgestellt und schon presst er seine weichen Lippen auf meine. Ich ziehe ihm an seinem Shirt noch mehr ran als es plötzlich an der Türe klopft. Wir lösen uns voneinander und ich sage „Herein." Mein Dad schaut nun durch die Türe und sagt „Wir sollten langsam mal los? Seid ihr soweit?" „Ja" sage ich schnell und hoffe mich so aus der Situation mit Fabio zu befreien. Doch dieser hält mich am Arm fest und sagt zu meinem Dad „Wir sind gleich da." Etwas verwirrt sieht mein Dad uns beide an verschwindet dann aber ohne noch etwas durch die Türe. Grinsend drehe ich mich zu Fabio der dann sagt „So schnell kommst du jetzt nicht davon." „Was hast du denn mit mir vor?" frage ich ihn. „Mir würde da so einiges einfallen" haucht er mir entgegen. „Tja dann bringen wir schnell das Essen hinter uns und dann kannst du mit mir machen was du willst?" sage ich ihm grinsend. Dabei schleicht sich auch ein Lächeln auf seinen Lippen und er gibt mir nochmals einen Kuss.
Besonders lange brauchen wir auch nicht zum Restaurant und somit sind wir nach wenigen Minuten da. Am Empfangstresen gibt mein Dad die Reservierung an und dann werden wir auch schon zu unserem Tisch begleitet. May und ihre Familie sind dann auch nach wenigen Minuten da und das ist auch schwer zu überhören gewesen so wie Jack zu uns hinübergerufen hat. Fabio und ich schaffen es nicht mal eine Sekunde uns ein grinsend darüber zu verkneifen, dafür kennen wir das schon zu lange. Als sich dann auch alle gesetzt und begrüßt haben bestellen wir auch schon die Getränke. „Und wie war das erste kennenlernen deiner Eltern und Jack?" frage ich May die an meiner rechten Seite sitzt, während auch die andern in Gespräche vertieft sind. „Ganz gut. Ja, Jack hat sich wirklich zusammengerissen." Erstaunt frage ich mit großen Augen „Ehrlich?" May nimmt einen Schluck von ihrem Getränk und sagt dann kopfnickend „Ja ungefähr die ersten paar Minuten, dann war er wieder ganz er selbst." Uns beiden kommt dabei ein grinsen und dann kommt auch schon der Kellner für die Essensbestellung. Während das gesamte Essen unterhalten wir uns angeregt über so viele verschiedene Themen das ich langsam den überblick verloren habe. Aber da sich ja ziemlich viel bei mir und May getan hatte in diesem Jahr was das auch nicht allzu schwer. Doch natürlich ging es nicht nur immer über uns beide, denn auch unsere Freunde wurden unter beschlag genommen. Immer wieder hätte sich Jack bei seinen verdammten Erzählungen verplappert, wenn May ihn nicht wohl immer gegen das Bein getreten hätte, wie es aussah. Wohl auch sie hat ihren Eltern nicht jedes Detail von unseren Reisen zu den Rennen erzählt. Alles in allem war es ein wunderbarer Abend, wie wir in früher auch schon oft zusammen mit unseren Familien hatten. Nur das wir halt langsam immer mehr werden, aber das ist auf keinen Fall eine Schande. Denn so erinnerte es mich immer an damals als May und ich immer unseren Glücklichen Eltern dabei zusahen wie sie sich ihren Nachtisch teilten oder oft einfach gegenseitig ihre Hand am Tisch hielten. Sowohl ich als auch May wollten das irgendwann auch mal haben und heute ist es soweit. Tja wenn auch nicht ganz genau für alle gleich, denn während ich mir mit Fabio eben meinen Nachtisch teile, wollte Jack seinen nicht mit May teilen. Niedlich haben wir anderen dann beobachtet wie Jack seinen Nachtisch vor May schützten wollte und dabei fühle ich voll und ganz mit ihm mit denn bei süßen Dingen kann man May nicht trauen.
Doch wie alles Schöne hat auch das nun sein Ende und so ruft Mays Dad denn Kellner zum zahlen her. „Und wie lange bleibt ihr noch hier?" fragt Mays Mom dann mich und Fabio. „Die beiden haben Glück und entkommen dem ganzen Morgen wieder" gibt May eigentlich ja Sarkastisch als Antwort. Doch als ich sie dann mit großen Augen ansehe erkennt sie was sie da gerade ausgeplappert hat. „Was? Ich dachte wir bleiben noch bis Sonntag?" fragt mich Fabio dann verwirrt. Ich blicke zu ihm und will ihm gerade antworten als das May für mich übernimmt „Ähm ja genau. Tut mir leid, Arames fliegt ja erst später nach Finnland." Tja und auch wenn mich May mit ihren Worten wohl nur retten wollte, wirft sie mich nur noch mehr in den Dreck damit. Fabio sieht mich mit großen Augen an als ich May hinter mir murmeln höre „Ach scheiße" als ihr wohl auch einfällt was sie da gerade noch hinzugefügt hat. Ich schließe kurz die Augen und drehe mich dann wütend zu ihr um. Sie jedoch grinst mich nur verlegen an als Fabio dann sagt „Wieso fliegt Arames nach Finnland?" Ich widme mich wieder Fabio und sage dann „Ich gebe ihn dort zu meinen Freunden." „Wieso?" „Na, weil ich ihn auf keinen Fall behalten werde" gebe ich Kopfschüttelnd von mir. „Warum? Weil er von Christian ist?" fragt er mich. „Ja!" sage ich ihn entschlossen. „Aber eines würde mich dabei schon interessieren. Machst du das, weil du ihn selbst nicht behalten willst oder wegen mir?" Schnaufend sage ich ihm dann leise „Können wir das bitte zuhause besprechen?" Da mir natürlich die Blicke der anderen, die nicht wissen wohin sie schauen sollen aufgefallen sind. Ich bin ja nicht dämlich und weiß das das für sie unangenehm ist. „Gut" höre ich noch von Fabio als dann auch endlich der verdammte Kellner mit der Rechnung kommt.
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When your life changes, do you keep going or do you go back?
FanficShirin steht an einem wichtigen Punkt in ihrem Leben. Doch plötzlich wird alles was sie sich für die Zukunft vorgenommen hat durcheinander gebracht. Für was wird sie sich entscheiden? Für das Leben auf das sie schon seit Jahren hin gearbeitet hat un...