Kapitel 13

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✧ POV Leon ✧

Ich hatte schon ein paar Spiele für den FCB bestritten, doch heute war es mir endlich gelungen, das erste Bundesliga Tor zu schießen. Ich war so glücklich. Und bekam immer mehr das Gefühl hierher zu gehören, zu diesem Verein und dieser Mannschaft. Und doch war nur ein Mensch in meinem Kopf, Emma. Ich verstand es nicht. Auch nachdem ich ein paar Tage Abstand hatte, und ihr nicht schrieb oder sie anrief, wie Marius es mir geraten hatte, wurde es eher schlimmer als besser. Sie ging mir nicht mehr aus dem Kopf. Gefühlte 1000 mal am Tag sah ich auf mein Handy, um zu sehen ob ich eine Nachricht von ihr hatte. Doch immer ohne Erfolg. Nach einer Woche musste ich aber vielleicht einfach einsehen, dass sie mich nicht mehr sehen wollte. Für sie war es wohl nur was einmaliges. Damit musste ich leben. Es würde wahrscheinlich immer mehr werden, dass Frauen auch nur dafür an mir interessiert waren. Es gibt schlimmere Gefühle als begehrt zu werden. Doch was ist das wert, wenn die Person von der man es möchte, das eben nicht tut. 

Ich ging nach dem Spiel in die Kabine und duschte. Wechselte hier und da noch ein paar Worte  mit meinem Trainer und Teamkameraden, bekam Lob, das tat gut. Ich war zufrieden, doch Thomas merkte das mich etwas bedrückte. Als wir zusammen zum Bus gingen, legte er einen Arm um meine Schultern und sagte: "Heute war wirklich super, bin froh, dass du langsam richtig ankommst. Und wenn du über was reden willst bin ich da. Komm einfach oder ruf an." "Danke, das weiß ich zu schätzen." Doch ich wollte nicht reden. Ich wollte nicht laut hören, was ich mir selbst schon dachte. Emma wollte mich nicht. 

Wir fuhren direkt nach München zurück von Stuttgart aus. Ich schlief im Bus ein und nach wenigen Stunden waren wir an der Säbener Straße angekommen und ich stieg in mein Auto und machte mich sofort auf den Weg nachhause. Ich war komplett erledigt und ging sofort ins Bett. Dort checkte ich schnell nochmal meine Nachrichten, von meiner Mama, meinem Papa, meinen Schwestern und Freunden. Alle beglückwünschten mich und freuten sich für mich. Und dann war da die Nachricht auf die dich gewartet habe. 

"Hey. War ein gutes Spiel! Glückwunsch zum Tor <3 "

Endlich eine Nachricht von Emma, und sie war erst ein paar Minuten alt. Sofort setzte ich mich auf und schrieb zurück. 

"Danke! Hab heute an dich gedacht. Schön, dass du schreibst."

"Hab etwas nachdenken müssen. Tut mir wirklich leid. Musste auch an dich denken. Es ist schon spät, aber trotzdem morgen früh Lust auf einen Kaffee bei mir?"

"Bin da. 10 Uhr?"

"Super, freu mich schon. Schlaf schön ❤️"

"Du auch ❤️"

Einfach so war sie wieder da. Und mein Herz überschlug sich. Was ein perfekter Tag! Ich stellte mir einen Wecker und lies mich glücklich zurückfallen und schlief ein. 

New Chapter - Teil 1 - Leon Goretzka FFWo Geschichten leben. Entdecke jetzt