Protokoll
Vom: 16.04.2015
Um: ca 17:00h bis ca 17:20h
Anwesend:
Herr Hugo von Hülstorff
Frau Kohl, Umweltamt
Corinne Haalswor (Protokollführer)
Ich war gerade auf dem Reitplatz, Schloss Ehrlichstett, das gepachtete Gelände des HEILE WELT e.V. und longierte ein Pferd, das im Anschluss für das Voltigiertraining des HEILE WELT e.V. gebraucht wurde. Herrn Hugo von Hülstorff und Frau Kohl sah ich bereits am Schlossteich entlang kommen, den Reitplatz passieren, die Koppeln des Vereins inspizieren, die gerade für eine Rekultivierung nach der Winterauslaufphase geschlossen sind, aufgedüngt werden und anschließend nachgesäht werden müssen. Beide gingen den Weg zum Misthaufen, der gerade sukzessive von einem Landwirt abgetragen und auf dem Acker als Dünger verteilt wird, kamen den Weg wieder hinunter und auf den Reitplatz.
Frau Kohl sprach mich an und stellte sich vor, mit Verweis darauf, dass ich bereits in der vergangenen Woche mit ihr telefoniert habe. Ob ich sie und Herrn Hugo von Hülstorff zur Müllablagerhalde am anderen Ende des Schlossteichs begleiten könnte, um dort vor Ort den Fortlauf der Räumungsarbeiten, nach deren Verlauf ich mich telefonisch erkundigt hatte, zu besprechen. Ich verneinte. Ich gab an, den Anruf als Vertreterin des Vereins getätigt zu haben, da dieser Pächter der verunreinigten Flächen ist und ein berechtigtes Interesse habe, vom Fortlauf der Beräumung zu wissen.
Kohl: Kommen Sie doch eben mit, das dauert nur 10 Minuten
Ich: Ich kann jetzt hier nicht weg, ich habe hier das Pferd und es ist niemand da, der es übernehmen kann. Außerdem werde ich bei solchen Terminen lieber von einer zweiten Person aus dem Verein begleitet.
Kohl: Aber Sie haben doch die Anzeige gemacht und wir wollen besprechen,wie wir nun weiter verfahren sollen.
Ich.Ich habe keine Anzeige gemacht, ich stand lediglich als Zeugin zur Verfügung.
Kohl: Aber Sie haben doch gestern schon wieder angerufen und mit Herrn Gammelhieb gesprochen.
Ich: Ja, ich habe angerufen und mit Herrn Gammelhieb wegen einer anderen Angelegenheit gesprochen.
Kohl: Aber Sie haben doch die Fotos gemacht.
Ich: Ja, ich habe Fotos gemacht und gesendet, aber auch andere Personen.
Kohl: Aber Sie haben doch die Fotos von der Asbestablagerstätte gemacht.
Ich: Nein, die habe ich nicht gemacht.
Hülstorff: Wer hat die gemacht??
Ich: Das sage ich an dieser Stelle nicht.
Kohl öffnet eine Mappe und zeigt die entsprechenden Fotos vor: Aber die haben Sie doch geschickt.
Ich: Nein, die habe ich auch nicht geschickt, weder gemacht, noch geschickt. Sie wissen, wer die geschickt hat, das steht in Ihrer Akte.
Hülstorff: Wer hat die geschickt?
Ich: Das sage ich hier nicht
Kohl: Aber Sie haben doch die Anzeige erstattet und nun muss ich von Amts wegen ermitteln, wo genau das Asbest liegt und das auch alles entfernt wird. Sie wissen doch, wo alles liegt und ob bereits alles entfernt wurde.
Ich: Ich habe keine Anzeige erstattet und auch diese Fotos nicht gemacht. Da bereits Drohungen von Herrn von Hülstorff ausgesprochen wurden, werde ich hier nicht sagen, wer die Fotos gemacht hat. Ich weiß nicht genau, wo die Lagerstätten des Asbest sind, aber ich kann bestätigen, dass Herr von Hülstorff dort an dieser Stelle keinen Asbest entsorgt hat, sondern nur Dreck drübergeschoben hat. Also gehe ich davon aus, dass dort noch alles beräumt werden muss. Ich war auch im Sommer dabei, als Herr von Hülstorff den Asbest dort verklappt hat, aber ich weiß nicht mehr genau, wo das alles liegt.
Hülstorff: Wir haben das da oben auf die Wiese getan, da haben Sie mich doch angerufen.
Ich: Ja, das stimmt. Ich habe mir die Ablagerung auf der Wiese verbeten und im Anschluss daran haben Sie das Asbest kleingeschlagen und mehrere Fuhren mit der Treckerschaufel dort hinübergefahren. Ich habe da noch mit Ihnen gesprochen und Sie auf die Gesundheitsgefahr hingewiesen und auch darauf, dass ein Vergraben von Asbest ebenfalls nicht gestattet ist, aber Sie ließen nicht mit sich reden.
Kohl: Herr von Hülstorff ist sehr kooperativ und hat bereits eine große Menge Asbest entsorgt. Es geht jetzt noch um die Restbestände. Wirwerden sonst Schürfungen machen müssen, um zu sehen, wo dort noch Asbest liegt. Sie haben doch die Anzeige gemacht, also müssen Sie doch wissen, was Sie angezeigt haben. Ich muss von Amts wegen handeln und muss ausschließen, dass es sich um Gefahr in Verzug handelt. Es handelt sich nach der Entsorgung hier jetzt nicht mehr um Gefahr in Verzug, deshalb hat eine Entsorgung der Restbestände Zeit. Wenn es dort überhaupt noch Asbest gibt. Auf den Fotos sieht das aus, wie Fußbodenbelag.
Hülstorff: Ja, das ist Fußbodenbelag.
Kohl: Dann ist keine Gefahr in Verzug und wir müssen jetzt nicht handeln.Sind sie damit einverstanden? Ich muss das wissen, da Sie doch die Anzeige machen.
Ich: Ich habe keine Anzeige gemacht.
Kohl: Aber wir haben doch vergangene Woche telefoniert.
Ich: Ich habe als Vertreterin des Vereins angerufen, das hätte jeder von uns sein können. Und der Verein als Pächter des Geländes hat sehr wohl ein begründetes Interesse, dass das Gelände beräumt wird.
Kohl: Das Gelände ist Landschaftsschutzgebiet und da ist Pferdehaltung ohnehin nicht gestattet.
Ich: Wir haben das aber als Pferdeweide gepachtet. Und auch imLandschaftsschutzgebiet ist Pferdehaltung sehr wohl erlaubt. Unsere Pferde haben als Landschaftsschützer sogar bereits ein Naturschutzgebiet europäischen Ranges erfolgreich freigehalten.Unterlagen und Evaluationen hierzu finden Sie bei der Oberen Naturschutzbehörde.
Kohl: Da wird sich die Behörde drum kümmern, da kommt noch eine Prüfungund Sie werden das dann erfahren. Jetzt lassen wir das Gelände erst mal abtrocknen und in vier Wochen machen wir dann die Schürfung.
Hülstorff: Fünf Wochen, dann bin ich wieder da.
Kohl: In fünf Wochen, wir werden Sie dann informieren.
Ich: Bitte, gerne. Der Verein wird gerne an diesem Termin teilnehmen. Und bitte adressieren Sie mich nicht persönlich, sondern als Vertreterin des Vereins.
Hülstorff: Aber man kann doch sagen, dass Frau Haalswor jetzt hier eine Anzeige gemacht hat.
Kohl: Nun ja.
Hülstorff: Aber mit den Fotos und dem Ganzen, das ist doch eine Anzeige, Frau Haalswor hat doch eine Anzeige gemacht, so kann man das doch sagen.
Kohl,zu mir: Ich nehme Sie jetzt namentlich ins Protokoll auf, als Anzeigenerstatterin.
Ich: Ich habe keine Anzeige erstattet.
Kohl: Aber ich muss Sie namentlich ins Protokoll aufnehmen.
Ich:Ja das ist in Ordnung, Sie können mich namentlich nennen, als Zeugin.
Hülstorff: Jetzt ist es amtlich, Haalswor hat die Anzeige gemacht. Jetzt haben Sie es bestätigt- -zu mir: Sie werde ich schon noch los.
Kohl: Ich nehme Sie namentlich ins Protokoll auf.
Ich:Ja, machen Sie das.
Ich habe versucht, nach bester Erinnerung das Gespräch aufzuzeichnen. Der zeitliche Abstand zwischen Aufzeichnung und tatsächlichem Gespräch beträgt etwa zwei Stunden. Direkt nach dem Gespräch habe ich mit Herrn Schneider telefoniert und ihn informiert Herr von Hülstorff schrieb inzwischen an Mitglieder des Vereins eine Mail, in der ererneut formuliert, Frau Kohl habe bestätigt, dass ich eine Anzeige gegen ihn beim Umweltamt erstattet habe und nimmt dies als einen Kündigungsgrund des Pachtvertrages mit dem Verein HEILE WELT e.V..
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Libertas Haus, das Schloss
ParanormalWas bisher geschah: Corinne Haalswor und ihre 16 jährige Tochter Tamara ziehen aus München in den wilden Osten Deutschlands ins Hinterland von Halle/Saale in das kleine Dorf Grömlitz. Hier scheint die Zeit stillzustehen und es finden sich bald all...
