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Es ging Eva deutlich besser.
Michelle war mit ihr zu Hause, als ihr Handy klingelte. "Hey Amelia!", sagte sie, als sie ran ging. "Hey. Bist du heute in der Praxis?", fragte Amelia. "Ja, ich bin planmäßig in zwei Stunden da. Was ist los?", fragte Michelle jetzt. "Ich ... ich denke ich bin wieder schwanger", sagte Amelia. "Ich kann jetzt kommen", meinte Michelle sofort.
"Süße, Amelia braucht mich in der Praxis", sagte Michelle, nachdem sie auflegte. "Ist okay, ich komme klar", Eva lächelte. "Okay, bis später. Pass auf dich auf und ruf an, wenn irgendwas ist", Michelle küsste Evas Kopf und verließ dann das Haus.
Amelia wartete schon sehnsüchtig auf Michelle. "Hey", Michelle umarmte ihre Tante, die kein Wort sagte, sondern einfach in einen Behandlungsraum durch ging. Michelle folgte ihr langsam. "Was ist los?", fragte Michelle, nachdem sie die Türe geschlossen hatte. "Wir haben uns gestritten", sagte Amelia. "Heftig gestritten. Er ist abgehauen, gestern morgen. Seit dem hab ich nichts gesehen und nichts gehört", Amelias Augen füllten sich mit Tränen. "Warum was ist passiert?", Michelle setzte sich zu Amelia auf die Liege. "Ich hab ihm den positiven Test gezeigt", Amelia sah ihre Nichte an. "Und deswegen streitet ihr? Philip liebt Kinder, er liebt dich und Mika abgöttisch", Michelle konnte nicht ganz glauben, was Amelia erzählte. "Ich weiß nicht, was passiert ist. Er ist kalt. Er ist nie da. Er interessiert sich nicht für Mika", erzählte Amelia weiter. Michelle sah Amelia geschockt an. "Ich denke, dass er jemand anderen hat", gab Amelia jetzt zu. "Das kann ich mir nicht vorstellen", gab Michelle zu. Sah an Amelias Blick aber, dass sie alles so meinte, wie sie sagte. "Soll ich mal versuchen mit ihm zu reden? Wir haben morgen zusammen Schicht im Krankenhaus", fragte Michelle vorsichtig. "Mach... aber es wird nichts bringen", Amelia zuckte mit der Schulter und legte sich dann hin. Michelle schaltete das Ultraschallgerät ein und begann mit der Untersuchung. "So... da haben wir dich. Das Herz schlägt kräftig. Es sieht alles gut aus. Woche 8", Michelle lächelte, auch über Amelias Gesicht huschte ein kurzes Lächeln.  "Ich bin für dich da, Amelia. Wenn du mich brauchst, dann bin ich hier", versicherte Michelle. "Danke. Ich weiß das sehr zu schätzen.", Amelia stand auf. "Melde dich. Ich liebe dich", Michelle umarmte ihre Tante, der das spürbar gut tat. "Wenn du willst, kannst du heute Abend zum Essen kommen. Mom und Dad kommen auch. Vielleicht lenkt dich das etwas ab", schlug Michelle vor. "Das klingt gut. Soll ich noch was mitbringen?", fragte Amelia. "Nein, alles gut, wir haben alles da. Ich freu mich auf dich.", Amelia lächelte und ging dann aus dem Raum. Michelle sah ihr besorgt nach.
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Am Abend waren bereits alle außer Amelia bei Teddy und Michelle. Sie unterhielten sich und die Kinder spielten miteinander. Irgendwann kam Amelia rein. "Tante Amy!!", Derek sprang sofort auf und lief seiner Großtante in die Arme. Er liebte Amelia abgöttisch und wich nie von ihrer Seite, wenn sie in seiner Nähe war. Michelle beobachtete ihren Sohn lächelnd und sah dann Amelia an, die verheult im Flur stand. Michelle fiel dies erst jetzt auf, sie ging zu ihrer Tante, packte sie an der Hand und lief mit ihr die Treppe rauf. "Was ist los?", fragte Michelle. "Philip war kurz zu Hause. Er hat... er hat jemand anderen. Er hat sich getrennt und mir gesagt, dass er seit ein paar Monaten mit noch jemandem schläft und jetzt zu ihr geht. Die beiden ziehen auch noch weg", erzählte Amelia. Die beiden waren in Judies Kinderzimmer. Amelia ließ sich weinend auf das Bett sinken. "Oh süße", Michelle setzte sich daneben und zog Amelia in ihren Arm. "Ich weiß nicht, was ich tun soll, ich kann nicht ohne ihn.", wimmerte Amelia. "Doch, du bist stark, du kannst das", war Michelle sich sicher.

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