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Michelle lag auf der Terrasse auf einer der liegen. Es klopfte am Gartentor. "Es ist offen!", rief sie und richtete sich auf. "Angela", sagte sie überrascht. "Dad ist nicht hier.", sagte sie dann sofort. "Ich will zu dir", meinte Angela sofort. "Setz dich, willst du was trinken?", fragte Michelle. "Wasser", Angela nickte. Sie war verschwitzt, hatte ungewaschene Sachen an und sah aus, als hätte sie mehrere Tage nicht geduscht. Außerdem hatte sie trockenes Blut an ihrem Shirt und den Händen. Michelle wollte versuchen ein Gespräch zu führen. Sie nahm eine große Flasche mit raus und reichte sie Angela, die diese halb leer trank. "Was ist los?", fragte Michelle jetzt. "Du musst einen Abbruch machen. Dann bin ich sofort wieder weg. Und du darfst Dad auf keinen Fall was davon erzählen", meinte Angela sie sah Michelle nicht an. "Was ist mit dir passiert?", fragte Michelle. "Nichts. Ich will nicht reden. Ich will, dass du den Abbruch machst und dann bin ich wieder weg. Aber ohne ein Wort zu Dad", wiederholte Angela. "Ärztliche Schweigepflicht. Ich dürfte nichts sagen. Aber jetzt wird es in der Praxis nur von Leuten wimmeln. Ich schlage vor, du gehst duschen. Bekommst saubere Sachen von mir und was zu essen", meinte Michelle. "Bist du allein?", fragte Angela. "Teddy hat das Haus vor einer halben Stunde mit den Kindern verlassen. Sie sind verabredet. Es wird dauern, bis sie wieder kommen. Vorher fahren wir zur Praxis und ich mache den Abbruch", antwortete Michelle. Angela nickte und stand auf. Michelle gab ihr Handtücher und frische Sachen, während Angela duschen war, machte Michelle ihr was zu essen. Danach fuhren die beide in die Praxis.
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Angela war total verkrampft. "Du musst locker lassen, Versuch dich zu entspannen", sagte Michelle. Angela antwortete nicht, konnte aber auch nicht entspannen. Michelle hörte auf mit der Behandlung. "Was ist passiert?", fragte Michelle jetzt. Angela fing an zu weinen. "Thomas hat mich ... er hat...", begann Angela. "Okay, ich verstehe. Das was du vorhast ist dein gutes Recht" "kein Vortrag", unterbrach Angela. "Okay, kein Vortrag. Nur, dass ich dich verstehe. Du musst versuchen zu entspannen. Es ist schwer, aber ich kann dich sonst nicht behandeln", meinte Michelle. Angela schaffte es jetzt, lockerer zu lassen. "Okay, es kann sein, dass du in den nächsten Tagen leichte Schmerzen und gegebenenfalls Blutungen haben wirst, das ist vollkommen normal. Hier hast du meine Karte. Mit der privaten Nummer. Ich weiß, dass du mich nicht leiden kannst. Aber du bist jetzt zu mir gekommen und .... ich bin da, wenn was ist", sagte Michelle. Angela nahm die Karte und stand auf. "Wo wohnst du gerade?", fragte Michelle dann. "Nirgendwo", antwortete Angela trocken. "Ich buche dir ein Hotel", Michelle nahm ihr Handy. "Nein, dann findet er mich. Er wird mich finden", Angela verließ fluchtartig die Praxis. 

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