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„Musst du wieder nach Seattle?", fragte Michelle, als sie neben Amelia am Frühstückstisch saß. „Leider Ja. Aber bald kommst du ja zu uns für die OP", Amelia legte ihre Hand in Michelles Rücken, diese nickte. „Ja..", sagte sie spürbar nervös.
„Und vorher fliegst du noch nach Deutschland, um deine Sachen zu holen. Du wirst abgelenkt, die Zeit wird schnell vergehen und du wirst sicherlich ganz viel Spaß mit Addie haben. Es ist für euch beide nicht leicht. Macht euch keinen Druck und dann werdet ihr zueinander finden", meinte Amelia dann. „Ich fühle mich schon unglaublich verbunden mit ihr. Das ist ja das ... das komische. Ich würde ihr blind mein Leben anvertrauen", gab Michelle zu, woraufhin sich auf Amelias Gesicht ein  Lächeln ausbreitete. „Das kannst du auch. Ich kenne Addison schon ewig. Sie ist der herzlichste Mensch, den ich kenne und sie hat mich so oft aus den tiefsten Löchern geholt. Sie liebt dich, aus ganzem Herzen. Du kannst den Abstand, den du nimmst verringern. Aber lass dir Zeit. Sie versteht es" „Danke, Amelia. Danke für deine Worte. Ich denke die Reise nach Deutschland wird uns beiden gut tun. Wir verbringen Zeit miteinander. Nur wir beide ... vielleicht bringt uns das näher zusammen", stimmte Michelle nun zu.
🏥 Amelia war bereits wieder zu Hause, als Addison und Michelle am Abend zusammen am Strand saßen. „Erzähl mir von dir", bat Michelle. „Was willst du wissen?", fragte Addison. „Keine Ahnung ... erzähl mir von dir und Derek. Ich will wissen, wo ich herkomme", Michelle sah Addison nicht an, ihr Blick lag auf den Wellen des Pazifiks. „Derek und ich haben uns während des Studiums kennengelernt. Wir kamen relativ schnell zusammen ... und waren auch ein paar Jahre verheiratet, bis ich... einen Fehler gemacht habe. Du warst schon geboren, als ich mit einem anderen Mann geschlafen hab. Wir haben uns getrennt, Derek ist von New York nach Seattle gegangen und hat dort Meredith kennengelernt ... ich hab auch eine Zeit in Seattle gearbeitet und bin von dort dann hier hergezogen.", erzählte Addison. Den ganzen Abend verbrachten die beiden draußen und redeten, was ihnen sehr gut tat. „Kann ich deine Kollegen kennenlernen?", fragte Michelle. „Die warten alle darauf, seitdem sie von dir wissen.", Addison war erleichtert, dass Michelle etwas offener wurde. „Ich würde mich auch sehr freuen...", meinte Michelle dann. „Mädels, das Essen ist fertig", Jake stand an der Terrassentüre. Michelle und Addison standen auf, falteten die Decke auf der sie saßen zusammen und gingen dann rein. „Und, freust du dich auf Deutschland?", fragte Jake, als sie zusammen am Tisch saßen. „Es geht, ich hab dort niemanden... außer die Eltern meines Verlobten, die jeden Tag anrufen.. ich denke, ich werde zu ihnen müssen, auch wenn mir das ziemlich schwer fallen wird.", gab Michelle zu. „Ja, das ist kein leichtes Thema.. aber so könnt ihr das alle abschließen", meinte Jake. „Wir sollten uns ein Hotel nehmen. In meine Wohnung werden wir Schlecht zu zweit passen über Nacht..", Michelle sah Addison nun an. „Ich hab nur ein kleines Ein-Zimmer-Apartment. Das würde sehr eng werden:", erklärte Michelle. „Okay, wir können gleich nach dem Essen und wenn ich Henry ins Bett gebracht habe ein Zimmer für uns buchen", Addison lächelte. Michelle nickte, sie aß die letzten Gabeln ihres Essens. Nachdem alle fertig waren, half Michelle beim Aufräumen, soweit sie mit einer Hand konnte, während Addison Henry ins Bett brachte. Die beiden setzten sich aufs Sofa, nachdem sie fertig waren. Michelle machte kurz die Schiene an ihrer Hand ab. „Ist alles okay?", wollte Jake wissen. „Es tut weh", antwortete Michelle. „Ich spüre die Schmerzen, aber keine Berührung, kann immer noch nichts bewegen, hab aber das Gefühl, dass die Narbe alles zerreißt", sagte sie. „Komm mal her", Jake nahm Michelles Arm in seine Hand und massierte vorsichtig den Bereich in der Narbe, im ersten Moment tat es Michelle ziemlich weh, doch irgendwann war es sehr angenehm. „Das tut so gut", sagte Michelle. Jake lächelte, er machte noch einige Minuten weiter. Addison war bereits wieder unten und hatte sich neben Michelle aufs Sofa gesetzt.  „Ist alles okay?", fragte Addison vorsichtig. „Ja, ja, Jake massiert etwas meine Narben das ist so angenehm", antwortete Michelle.

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