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Michelle lag auf der Couch, als es klopfte und Addison rein kam. "Hey mein Schatz", Addison setzte sich zu Michelle, diese redete kaum. "Wie geht es dir?", fragte Addison. Michelle sah ihre Mutter an. Eine von zwei Personen, bei denen sie sich komplett öffnen und fallen lassen konnte. Michelle schüttelte nur den Kopf und fing sofort an zu weinen. "Komm her, süße", Addison zog Michelle in ihren Arm. Michelle weinte sich aus. "Ich hab Angst, Montag zu arbeiten", gab sie zu. "Wenn du noch Zeit brauchst, ist das in Ordnung", sagte Addison sofort verständnisvoll. "Nein, nein das brauche ich nicht. Ich hab nur... ohne Cooper...", Michelle löste sich und sah Addison in die Augen. "Ich weiß, dass es schwer ist. Aber wir mussten schon anfangen nach jemand neuem zu suchen", sagte Addison leise. "Ich will dabei sein. Mom, du hast mich zur Teilhaberin gemacht. Ich will mit entscheiden, wer die Person ersetzt, die mir das Leben gerettet hat und dafür gestorben ist. Keiner wird so sein, wie er. Keiner wird diese leere je füllen, aber ich will dabei sein", Michelle sah Addison tief in die Augen. "Ich werde schon morgen wieder anfangen. Für die Gespräche. Lass mich bitte dabei sein", bat Michelle. Addison nickte sanft und legte ihre Hand an Michelles Wange. "Natürlich kannst du dabei sein. Aber es ist alles andere, als leicht, jemanden zu finden", merkte Addison an. "Ja... ich weiß", Michelle nickte.
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"Es kann doch nicht sein, dass es seit Wochen niemanden gibt, der diesen Job machen kann", Michelle stützte verzweifelt ihren Kopf auf die Hände, während Addison im Konferenzraum auf und ab lief. "Ich mache das", Michelle sah hoch, Addison blieb wie angewurzelt stehen. "Wir suchen eine Vertretung, während ich ein Fellowship mache. Ich werde Dr. Bailey anrufen, das wird sicherlich kein Problem sein.", sagte Michelle. "Schatz, du willst ein komplett neues Fachgebiet in wenigen Wochen erlernen?", fragte Addison. "Ja, ich will. Und ich werde das schaffen. Ich werde Cooper auch nicht ersetzen können, aber wir sind drei Gynäkologen plus Naomi. Das reicht", merkte Michelle an. "Die Patientinnen lieben dich.", meinte Addison. "Mom, ich bleibe doch Gynäkologin ... und ich bleibe auch Neonatalchirurgin. Aber zusätzlich werde ich Pädiaterin. Ich bin nur vier Wochen weg. Ich habe gerade nur Patientinnen mit sehr gut verlaufender Schwangerschaft. Und nichtmal viele, weil ich erst wieder angefangen habe. Wir schaffen das. Ich will das machen, für die Praxis. Für unsere Familie", Addison saß derweil wieder neben Michelle. "Okay... ja, warum nicht. Du bist schlau, du lernst schnell und du bist eine ausgezeichnete Ärztin, im wahrsten Sinne des Wortes. Geh und ruf Dr. Bailey an, klär alles ab und dann, dann machen wir das", sagte Addison jetzt. Michelle lächelte zufrieden und verschwand dann in ihrem Büro.
Michelle kam nach einem harten und langen Tag nach Hause. Teddy hatte die Kinder bereits ins Bett gebracht und lag selbst schon im großen Ehebett. Michelle zog sich aus, hob die Decke an und rückte ganz nah an Teddy. Teddy wurde wach, sie hatte eh noch nicht richtig geschlafen. "Habt ihr jemanden?", fragte sie müde. "Ja", sagte Michelle. Teddy drehte sich zu ihrer Frau und setzte sich etwas auf. "Wie ist er... oder sie?", fragte Teddy. Michelle sah ihrer Frau in die Augen, sagte aber nichts. "Du machst es?", natürlich hatten die beiden bereits darüber geredet, dass Michelle das Fellowship machen wollte. "Ich werde in zwei Wochen nach Seattle fliegen. Ich werde es bei Alex Karev machen und bei Meredith wohnen.  Es ist alles abgeklärt, ich werde im laufe der Woche die Übergabe mit Mom und Dad machen und meine Patientinnen darauf vorbereiten, dass einer der beiden sie übernimmt. Ich werde auch die Kinder darauf vorbereiten, dass ich für vier Wochen weg bin. Das wird sicherlich alles ganz schnell gehen", war Michelle sich sicher. Teddy legte ihre Hand an Michelles Wange und lächelte zögerlich. "Wenn du dir was in den Kopf gesetzt hast", sagte sie leicht kopfschüttelnd. "Das liegt in den Genen", war Michelle sich sicher. Teddy schmunzelte, ehe beide einschliefen.

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