„Papa, guck Hund!" kam es dann begeistert von Leevi, der aus dem Fenster zeigte. „Ja." antwortete ich nur und lächelte. Die Frau, die neben ihn saß, lächelte mich ebenfalls an. Kurz darauf fing Mia dann auch noch an zu schreien. „Hey, nicht weinen Maus. Alles gut, Papa ist doch da." sprach ich ruhig auf sie ein und streichelte ihr sanft über ihr kleines Köpfchen. „Mia laut." sagte Leevi und guckte mich kritisch an. Ich nickte nur und versuchte die Kleine weiterhin zu beruhigen. Relativ schnell roch ich aber, dass ihre Windel voll war. Ich seufzte und wollte einfach nur noch nachhause. „Wir sind gleich da und dann wickel ich dich sofort, ja?" Gerade hatte ich sie beruhigt bekommen, da gab es wieder Probleme mit Leevi. Er fand die Frau neben sich auf einmal ganz interessant und brabbelte sie voll. „Leevi, lass die Frau in Ruhe, ja? sagte ich und fügte noch ein „Entschuldigung." an die junge Frau hinzu. „Alles in Ordnung, ihr Sohn ist doch total süß, genauso wie der Papa." Ich lächelte nur und ließ das einfach so stehen. Puh...was für eine Fahrt. Ich war froh nach der halben Stunde endlich angekommen zu sein. Dann waren es nur noch 5 Minuten Fußmarsch, bis wir in unserer Wohnung waren. „Wir sind wieder da! Finja?" Da ich keine Antwort bekam, suchte ich sie und fand sie dann im Schlafzimmer am Telefon.
Eigentlich wollte ich Leevi kurz bei ihr lassen, aber er sollte sie nicht beim Telefonieren stören. „Komm mit." Leevi griff sofort wieder nach meiner Hand. In Mia's Zimmer wickelte ich die Kleine dann erstmal, während unser Sohn in seinem Zimmer verschwand. „Puh du Stinker, das war aber jetzt wirklich höchste Zeit." sagte ich, woraufhin die Kleine kicherte. Schnell hatte sie eine neue Windel um und müsste auch so langsam ins Bett. Vorher musste Finja sie aber noch stillen...Ich nahm sie auf den Arm und ging zurück ins Schlafzimmer. „Mia muss noch gestillt werden." sagte ich leise, woraufhin sie dann auch das Gespräch beendete. Sie nahm mir die Kleine ab und stillte sie dann auch ohne noch etwas zu mir zu sagen. Nachdem ich Mia dann ins Bett gebracht hatte, ging ich zu Leevi, der sogar schon eigenständig im Bett lag. „Du musst noch Zähne putzen Großer."
„Neeein." „Doch Leevi." antwortete ich ihm streng und nahm ihn aus seinem Bett. „Papa nein!" „Doch, das muss sein." Ich wollte jetzt einfach nur noch, dass er schlief, damit ich endlich mit Finja reden konnte.
Das Zähneputzen war aber ein echter Kampf. Ich war froh als es geschafft war und er wieder im Bett lag. Ich laß ihm noch etwas vor und ging dann zurück zu Finja. „Bist du sauer?"fragte ich sie und setze mich neben sie. Sie zuckte mit ihren Schultern während ihr langsam Tränen über die Wangen liefen. „Rede mit mir Engel." „Ich will jetzt nicht mit dir reden." „Wir sollten aber wirklich reden." „Lass mich doch jetzt einfach in Ruhe Samu. Du wolltest die letzten Wochen auch nicht mit mir reden, dann muss ich es jetzt auch nicht mit dir." „Du hast mir vorhin gesagt, dass es dir so vorkommt, als würde ich dich nicht mehr lieben Finja. Ich möchte jetzt darüber reden." sagte ich ernst und drehte ihr Gesicht zu mir. „Du gibst mir ja auch nicht gerade das Gefühl...Ich weiß ja, dass du viel zu tun hast, aber wir haben uns in den paar Wochen komplett voneinander entfernt. Und dann flirtest du auf Arbeit auch noch mit anderen Frauen. Denkst du damit geht's mir gut?" sagte sie zu mir und weinte. Ich wollte sie in den Arm nehmen, aber sie ließ es nicht zu. „Ich flirte nicht, bitte versteh das. Du weißt ganz genau, dass ich keine andere Frau will, auch wenn es gerade nicht gerade gut läuft zwischen uns. Man jeder hat doch mal eine Krise. Das kommt doch in den besten Ehen vor. Wir haben uns doch geschworen, dass wir durch dick und dünn gehen und auch zusammenhalten, wenn's mal schwer wird." sagte ich mit sanfter Stimme zu ihr, während ich über ihren Ehering strich. „Jetzt auf einmal kommst du damit an. Ich habe immer versucht mit dir zu reden, aber du warst doch immer derjenige, der mich angemotzt hat und nicht reden wollte."
„Weil ich gestresst war, es tut mir doch leid." „Ach du warst gestresst? Und ich nicht oder was?" „Boah du nervst echt...Da entschuldige ich mich schon und du bist immer noch stur. Du bist so eine Zicke." „Und du ein Arsch!" brüllte sie und rannte weinend aus dem Zimmer. „Fuck!" Maan, warum konnten wir uns nicht einfach vertragen? Ich wollte doch einfach nur Harmonie. Seufzend ließ ich mich zurück in mein Kissen fallen und hätte einfach nur noch meinen ganzen Frust rausschreien können, aber die Kinder schliefen schließlich. Ich beschloss zu Finja hinterherzugehen und es nochmal zu versuchen, auch wenn ich absolut genervt war. Finja stand draußen auf dem Balkon, aber ich sah wie ihre Beine zitterten. Dann auf einmal knickten ihre Bein ein und sie musste sich am Stuhl festhalten. Jetzt machte ich mir wirklich Sorgen. Ihr ging es wirklich nicht gut und das mich nur psychisch, sonder auch noch körperlich... Dann auf einmal zündete sich einfach eine Zigarette von mir an. „Lass das!" schoss es sofort aus mir heraus, während ich ihr die Zigarette aus der Hand riss und sie auf dem Boden zerdrückte. „Du hast mir nichts vorzuschreiben!" „Ey Finja, lass den Scheiß, ich mein's Ernst. Das ist nicht gut." „Sagst gerade du?!" „Ja, gerade ich sage das, weil ich weiß wie scheiße diese Sucht ist, wenn man erstmal angefangen hat." sagte ich schon deutlich ruhiger und griff nach ihren Händen. „Okay, wir fahren jetzt beide ein bisschen runter, ja?" fügte ich noch hinzu, da sie mich noch immer böse anguckte. Finja seufzte und setzte sich erstmal hin. Ich hockte mich zu ihr und legte meine Hände auf ihre Oberschenkel, was sie auch zuließ. „Ich will mich nicht mehr mit dir streiten Engel..." „Ich mich doch auch nicht mir dir..." „Finja, ich liebe dich über alles. Du bist die wichtigste Person in meinem Leben und das würde ich doch niemals auf's Spiel setzten wegen anderen Frauen. Es ist gerade eine schwierige Phase für uns, aber das meistern wir doch auch irgendwie zusammen oder?"
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Forever yours
Fiksyen PeminatNach der Geburt von Leevi und der Hochzeit von Finja und Samu scheint alles perfekt, doch ihre Zukunft hält noch viele Überraschungen bereit. Fortsetzung von „Liebe auf den ersten Blick?"
