Nichts kommt zwischen uns

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Finja:
Mich hatte die Nachricht ja genauso geschockt wie Samu, aber ich hoffte einfach, dass er deswegen jetzt nicht wieder in seine viel zu starke Eifersucht verfiel. Wir hatten lange keinen Streit mehr deswegen gehabt, aber jetzt vermutete ich, dass diese Harmonie wieder bröckeln würde. „Samu? Kannst du mir was versprechen?" „Alles was du willst." antwortete er mir sofort und gab mir einen Kuss auf die Stirn. „Bitte lass das mit deiner Eifersucht nicht wieder ausarten." „Werde ich nicht. Ich hab das im Griff mein Engel." „Das hoffe ich wirklich..." antwortete ich ihm und küsste ihn. „Ich weiß, dass ich dich verliere, wenn ich so eifersüchtig bin." sagte Samu leise und senkte seinen Kopf dabei. „Und deswegen tue ich auch alles dafür um mich zusammenzureißen. Du weißt, dass mein Leben ohne dich keinen Sinn machen würde." Er sagte es so ernst, dass es mir fast ein bisschen Angst machte. Ich dachte an die Zeit, in der ich im Koma war...wie er mir gesagt hatte, dass er kurz davor war aufzugeben und es zu beenden...Wie froh war ich, dass ich genau dann aufgewacht war und er sich nichts schlimmes angetan hatte. Ich wollte nicht daran denken, was es für ein Gefühl gewesen wäre, wenn ich irgendwann aufgewacht wäre, aber er nicht mehr da gewesen wäre. Ich bekam eine Gänsehaut nur bei dem Gedanken daran.

Deswegen wollte ich sowas von ihm gar nicht mehr hören. „Sag sowas bitte nicht Samu. Das will ich nicht hören." „Ist aber so..." nuschelte er und vergrub seinen Kopf an meiner Halsbeuge. „Nichts wird jemals zwischen uns kommen, merkt dir das." sagte ich und drehte seinen Kopf zu mir. „Ich liebe dich." „Ich dich mehr." Daraufhin brach eine Diskussion aus wer wen mehr liebt, was schon etwas kitschig war, aber das durfte man auch mal sein. Samu begann mich fordernd zu küssen und schob seine Hände dabei unter meine Jeans auf meinen Hintern. „Was wird das denn schon wieder? Du bist ja echt die Raupe Nimmersatt momentan." sagte ich lachend zu ihm. „Kein Wunder bei so einer Frau." kam es grinsend von ihm, bevor er mich wieder küsste. „Hör auf Baby, Kaisa ist hier und ich will nicht unbedingt, dass sie uns hört oder sieht." „Hast ja Recht. Und was ist mit Leevi? Wie geht's ihm?" „Er schläft schon wieder, aber ich gehe gleich nochmal hoch. Und du solltest nochmal zu Kaisa gehen Schatz." „Ja...mache ich auch. Und danach kuscheln wir." sagte Samu und nahm grinsend meine Hände. „Ja, das machen wir."

Samu:
Ich ging nach oben und klopfte am Gästezimmer um also nochmal nach Kaisa zu sehen. „Samu?" „Ja, ich bin's. Darf ich rein?" „Ja." Ich öffnete also die Tür und sah wie meine Nichte total verheult unter der Bettdecke lag. „Hey Süße, hör auf zu weinen." sagte ich gleich, setzte mich neben sie und zog sie in meine Arme. „Wo warst du?" „Bei Mama. Ihr geht's auch nicht gut mit der Situation. Sie ist auch traurig." „Mir egal, soll sie doch. Mama und Papa haben alles ruiniert! Ich gehe auch nicht mehr zurück!" Ich seufzte und drückte sie noch ein bisschen fester. „Weißt du, ich verstehe, dass es dir schlecht gut und dass du sauer auf Mama und Papa bist, aber es ist nicht fair jetzt sauer auf die beiden zu sein. Manchmal halten Beziehungen einfach nicht für immer und ja, das ist scheiße, aber da kann man leider nichts dran ändern. Und das heißt ja auch nicht, dass sie euch nicht mehr genauso lieb haben wie vorher. Papa wohnt dann zwar nicht mehr zuhause, aber ihr seht ihn ja trotzdem jeder Zeit." „Trotzdem ist das alles scheiße Samu...Ich habe sich gleich gemerkt, dass sie nur für uns so tun als würden sie im Guten auseinander gehen, aber sie eigentlich total zerstritten sind." Wenn sie mir wüsste warum ihr Vater so sauer auf Sanna war...Selbst in mir kam wieder eine gewisse Wut bei dem Gedanken auf. Aber eigentlich hatte Finja ja Recht. Sie konnte nichts für ihre Gefühle, aber das entschuldigte nicht, dass sie Miikka betrogen hatte.

„Die Situation zwischen ihnen wird sich auch wieder entspannen. Es ist doch noch ganz frisch und beide sind noch sehr verletzt Kaisa. Aber sei doch froh, dass sie sich wenigstens für euch zusammenreißen. Das tun auch nicht alle." sagte ich zu ihr und strich ihr eine Haarsträhne aus dem Gesicht. „Toll..." „Du kannst auch gerne erstmal hier bleiben für ein paar Tage, aber bitte versuch auch ein bisschen Verständnis aufzubringen. Ich weiß das ist gerade schwer, aber das wäre wirklich schön." „Ich probiere es..." sagte Kaisa und wischte sich die letzten Tränen aus dem Gesicht. „Isst du später mit uns?" „Ja." „Okay, dann lasse ich dich erstmal in Ruhe, aber wenn du reden willst, ich bin ihm Wohnzimmer."
„Okay." Finja kam auch gerade wieder aus Leevi's Zimmer und lächelte mich liebevoll an. „Und wie geht's ihr?" fragte sie mich gleich. „Naja, geht so. Aber ich hab's probiert. Und wie sieht's mit Leevi aus?" „Ihm geht's auf jeden Fall schon besser. Ich habe ihm nochmal ein Zäpfchen gegeben."

„Gut." sagte ich nur und küsste sie liebevoll. „Spielst du ein bisschen Gitarre für mich?" fragte mich meine Frau dann zuckersüß und fuhr mit ihren Händen unter mein Shirt. „Wenn du das willst, gerne." Ich spielte also noch eine Weile Gitarre und sang für meinen Engel. Ich sah in ihren Augen wie sehr sie mich begehrte und das machte mich unfassbar glücklich. Ich wusste ja wie sehr sie es liebte wenn ich Musik machte und gerade wenn es nur für sie war. „Ihr müsst unbedingt wieder Konzerte spielen Schatz. Ich möchte euch unbedingt mal wieder auf der Bühne erleben." sagte Finja zu mir. „Ja, mir fehlt es auch schon, aber jetzt kommt als nächstes erstmal The Voice und dann gucken wir weiter." antwortete ich ihr und küsste sie. „Ja, alles Schritt für Schritt." Ich legte die Gitarre weg legte mich hin. Finja legte sich direkt auf mich und verteilte ein paar Küsse auf meiner Brust. Ich sah, dass sie immer schläfriger wurde dann schlief sie auch nach einer Weile ein. Ich streichelte ihr sanft über den Rücken und küsste sie auf die Stirn.

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