Stadttour

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Samu:
Finja so ausgelassen und glücklich zu sehen erwärmte mein Herz. Dafür trug ich sie auch gerne durch die ganze Stadt. Während sie auf meinen Schultern saß, hatte ich Leevi an der Hand und hielt sie mit der anderen Hand am Bein fest. Wir wurden nicht nur einmal komisch angeguckt, aber wen interessierte das schon, wenn man dafür eine zufrieden Frau an der Seite hatte. Begeistert zeigte Finja Anna alles und erzählte ihr etwas über unsere Sehenswürdigkeiten, so wie ich es getan hatte, als sie hier ankam. Damit wir mal eine kurze Pause machen konnte, setzten wir uns an einer unserer Lieblingsorte, die Löyli Sauna. Nicht weil wir in die Sauna wollten, nein, man konnte dort auch einfach draußen sitzen und einen Kaffee trinken. Auch wenn es ziemlich kalt war, konnte man darauf nicht verzichten, wenn man in der Stadt war. Der Ausblick war einfach ein Traum.

„Helsinki ist so schön. Ich kann's noch gar nicht glauben, dass das jetzt meine neue Heimat ist." Von dieser Stadt konnte man auch nur begeistert sein, fand ich.
Wir verbrachten über eine Stunde dort, bis wir uns dann wieder auf den Weg machten. Ich war ehrlich gesagt froh, dass zu dieser Jahreszeit nicht so viele deutsche Touristen hier waren. Es war ja nicht so, dass ich ein Problem damit hatte. Ich machte gerne Fotos mit unseren Fans oder unterhielt mich mit ihnen, aber gerade wollte ich einfach nur meine Ruhe mit meiner Familie und unseren Freunden.

Nach der kurzen Pause konnte es dann wieder gestärkt weitergehen. So langsam wurde Leevi aber richtig eifersüchtig auf seine Mama. Schließlich durfte sie da sitzen wo ich ihn sonst immer durch die Gegend trug. „Nächstes Mal darfst du wieder Spatz. Heute Mama ist dran." „Das ist aber auch fies. Komm her kleiner Mann." sagte Sami auf Finnisch zu Leevi und hob ihn hoch auf seine Schultern. Unser Sohn war sofort total begeistert und klammerte sich in Sami's Haare. „So leicht kann man sich also bei eurem Sohn einschleimen, interessant." sagte er lachend auf englisch. Wir redeten eigentlich die ganzen Zeit auf englisch, damit auch jeder etwas verstand. „Das ist der finnische Charme, oder Finja?" kam jetzt schmunzelnd von Anna, die ihren Kopf an Sami's Schulter legte.

„Denke ich auch." Grinsend legte ich meinen Kopf schief um zu ihr hoch zu gucken, woraufhin sie mich ebenfalls lächelnd küsste.
„Sag mal Anna, du warst doch schonmal hier, warm kennst du denn hier noch gar nichts?" fragte ich schmunzelnd, da ich es mir eigentlich schon denken konnte. Man hatte einfach besseres zu tun als die Stadt zu erkundend, wenn man in anderen Ländern lebte und sich nur selten sah. „Öh, naja, ich fand Sami's Bett Sehenswürdigkeit genug." antwortete sie lässig und brachte uns damit alle zum Lachen. Ich mochte ihre offene Art und ihren Humor einfach, damit ergänzte sie Sami perfekt.

Wir verbrachten noch den ganzen Tag zusammen und gingen abends dann auch noch essen. Doch irgendwann wollten die beiden dann auch mal ihre Zweisamkeit, was wir nur zu gut nachvollziehen konnten.
Wieder zuhause angekommen, war ich absolut fertig und musste mich erstmal hinlegen. Finja brachte Leevi ins Bett und gesellte sich danach zu mir auf's Sofa. „Danke, dass du mir diesen schönen Tag möglich gemacht hast Schatz. Es war richtig toll."
„Für dich ich würde alles machen Engel." Daraufhin küsste sie mich voller Liebe. Das war heute eindeutig viel zu kurz gekommen. Leise seufzte ich in den Kuss und forderte mit meiner Zunge vorsichtig um Einlass, den sie mir gleich gewährte. Unsere Zungen spielten ein erotisches Spiel miteinander und in mir brodelte so langsam das Feuer und die Lust auf meine Frau.

Meine Hände wanderten unter ihre Jeans, an ihren Hintern, während ihre sie ihre Hände auf meine nackte Brust legte und mich so reizte. Unsere Klamotten fanden ihren Weg relativ schnell auf den Boden. Ich genoss es unsere nackte Haut aneinander zu spüren und kam immer mehr in Fahrt. Meine Erektion drückte gegen Finja's Bauch, während ich ihre Brüste verwöhnte. Als ich ihre Hand dann auch noch an meiner Mitte spürte, stöhnte ich laut auf und schmiss meinen Kopf in den Nacken. „Ich will mit dir schlafen Samu." Das ließ ich mir nicht zweimal sagen. Ruckartig legte ich sie auf ihren Rücken und krabbelte über sie. Wir tauschten noch ein paar Zärtlichkeiten aus, bevor ich uns dann sanft miteinander vereinte.

„Baby..." stöhnte Finja und krallte sich in meinen Haaren fest. „Gott, das fühlt sich so gut an..." sagte ich mit rauer Stimme und stöhnte nah an ihrem Ohr. Nur langsam bewegte ich mich in ihr und genoss dabei den Anblick meiner Frau. Immer wieder tauschten wir Küsse aus und ließen uns viel Zeit bis wir dann unserem gemeinsamen Höhepunkt erlebten. Nur langsam kamen wir wieder im Hier und Jetzt an. Ich rollte mich wieder von Finja runter, zog sie aber direkt wieder in meine Arme und zog eine Decke über uns. Ich fühlte mich wie im siebten Himmel. Sanft strich ich über Finja's Arm und guckte in ihre wunderschönen Augen, in denen ich gerade einfach nur hoffnungslos versank.

„You're so beautiful..." flüsterte ich verträumt und streichelte weiter ihren Arm auf und ab. „Du auch..." „Ich werde nie aufhören dich zu lieben." Sie sagte zwar nichts, aber der Kuss der folgte war Antwort genug. Unsere Hände fanden sich über der Decke und verhakten sich fest ineinander. Mein Fokus lag dabei auf unseren Eheringen und unseren Tattoos, die ich so liebte. Sie verbanden uns nochmal zusätzlich und ich war absolut stolz, dass es man es dadurch so offensichtlich sah. Ich war stolz sie meine Frau und die Mutter meines Sohnes nennen zu dürfen.

Wir lagen da noch eine Weile, bis wir dann ins Bett gingen. Als Finja gerade im Bad war, ging ich an mein Handy und sah auch gleich eine Nachricht von Mikko. Ich, bzw. ich mit Finja in Begleitung war zum Echo eingeladen. Zwar war Sunrise Avenue auch in der Kategorie „Band International" nominiert, aber ich wusste nicht so Recht, ob ich da auftauchen sollte. Gegen die anderen nominieren Bands hatten wir meiner Meinung nach sowieso wenig Chancen und Finja wollte ich sowas eigentlich auch noch nicht zumuten. Grübelnd saß ich da also und schrieb Mikko erstmal, dass ich es mir nochmal überlegen würde. Erstmal musste ich sowieso Finja nach ihrer Meinung dazu fragen.

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