Finja:
Als Leevi am nächsten Tag aus der Kita kam, gingen wir dann direkt nach dem Mittag in den Garten. In der Nacht hatte es noch ordentlich geschneit und so konnten wir heute einen Schneemann bauen. Selbst Mia half dabei mit. „Warte mal, da fehlt noch das Wichtigste!" rief Samu und rannte dabei schon ins Haus um eine IFK Mütze zu holen. Als er wieder damit rauskam, fing ich direkt an zu lachen. „So, perfekt!" sagte er euphorisch als er dem Schneemann die Mütze aufgesetzt hatte. „Du bist ein Spinner. Jetzt seid ihr im Partnerlook." kam es erneut lachend von mir. „Ich sag ja perfekt, oder Leevi?" „Jaa, der beste Schneemann! Aber Papa?" „Hm?" „Ein Schläger braucht der noch." „Stimmt, warte." Er ging also nochmal rein und holte noch einen Eishockey Schläger. Ich wusste, dass er richtig stolz drauf war, dass er Leevi schon so mit Eishockey infiziert hatte. Er liebte es mit ihm ins Stadion zu fahren oder ein Spiel im Fernsehen zu gucken und das war wirklich toll. „Jetzt besser?" „Ja!" Er ist wirklich die Mini Version von dir." sagte ich nur schmunzelnd.
Es war einfach nur niedlich zu sehen wie Leevi nach seinen Papa kam. Die beiden so zu sehen erwärmte mir total das Herz. Ich war mal gespannt, ob Mia auch noch Ice Hockey vernarrt werden würde. Die Kleine schien jedenfalls auch zufrieden mit unserem Schneemann zu sein. Sie saß fröhlich im Schnee und guckte unser Werk strahlend an.
„Jetzt müssen wir aber auch noch einen Schneeengel machen." sagte Samu dann und legte sich auch schon neben Mia in den Schnee. Sie guckte ihren Papa nur irritiert an und krabbelte dann einfach auf seinen Bauch. „Prinsessa, was machst du denn?" fragte er sie lachend und legte seine Arme um sie. „Paahaa." Sie krabbelte weiter zu ihm hoch und gab ihm dann einen Kuss, was unglaublich süß war. Ich legte mich auch dazu, was mir Leevi gleich nachmachte. „So und jetzt kommt der Schneeengel." sagte ich und machte es vor. Selbst Mia kam von Samu runter und versuchte es uns nachzumachen, was ziemlich lustig aussah. Samu rollte sich dann auf einmal zu mir rüber und kam über mich, was ich schmunzelnd zur Kenntnis nahm. „Hier sind Kinder Herr Haber." sagte ich lachend zu ihm. „Ich weiß, alles ganz jugendfrei." sagte er schmunzelnd und drückte mir einen sanften Kuss auf. „Warum küsst ihr immer?" „Weil wir uns sooo doll lieb haben." antwortete ihm Samu grinsend und küsste mich erneut. „Ich euch auch!" kam es daraufhin von ihm, bevor er uns einen und auch Mia einen Kuss aufdrückte. Er war einfach ein Schatz.
„Mama?" „Ja?" „Guck mal was Papa hat." sagte Leevi dann und zeigte auf Samu's Gesicht." „Was ist da? Falten?" fragte ich ihn lachend, woraufhin mich Samu gespielt böse anguckte. „Ja, andere Papas aus der Kita haben nicht." „Das glaube ich nicht, du siehst die anderen Papas nur nicht von so nahe. Und außerdem hast du ja so oder so den besten Papa auf der ganzen Welt." sagte ich zu ihm und zog Samu wieder näher an mich. „Ja!" Mein Mann aber guckte mich ziemlich zerknirscht an. Manchmal hatte er aber auch wirklich unnötige Alterskomplexe.
Eine Weile später gingen wir dann erstmal wieder rein um uns aufzuwärmen. Ich machte uns heiße Schokolade und damit machten wir es uns dann mit Decken auf dem Sofa bequem. Samu hatte sogar wieder den Kamin angemacht und so war es schön mollig war bei uns. Wir hatten zum Glück das große Sofa auf dem wir ganz locker zu viert nebeneinander liegen konnten, wobei Mia sowieso auf Samu lag. Leevi kuschelte sich von der einen Seite an seinen Papa und ich von der anderen während wir einen Kinderfilm, ausgesucht von Leevi, guckten.
Am Abend bestellten wir dann noch Essen und ließen den Tag ganz entspannt zusammen ausklingen, was jeder von uns genoss. Es war doch auch nichts wertvoller als Zeit mit seiner Familie zu verbringen. Als die Kinder dann im Bett waren, entschlossen Samu und ich uns dazu noch zusammen baden zu gehen.
Samu ließ uns Wasser ein und füllte noch einen Badezusatz dazu, der total gut roch. Ich setzte mich zwischen seine Beine und wurde direkt dicht an ihn gezogen. Ich genoss dieses Haut an Haut Gefühl einfach nur und schloss seufzend meine Augen. Samu's Hände wanderten direkt zu meinem Bauch und streichelten sanft über ihn. Sein Kopf kam dabei auf meiner Schulter zum Liegen und seine Lippen verteilten immer mal wieder liebevolle Küsse auf meinem Hals oder meiner Schulter. „Engel?" „Hm?" „Meinst du wirklich das ist so eine gute Idee mit dem Album...?"
„Das hatten wir doch schon...Natürlich denke ich das. Du bist Vollblutmusiker, aber ihr habt so lange nicht mehr wirklich live gespielt oder ein neues Album herausgebracht...Und es ist Schwachsinn, dass du das alles so sehr vernachlässigst nur wegen den Kindern. Wir bekommen das auch alles unter den Hut wenn du wieder unterwegs bist. Das kannst du mir glauben." antwortete ich meinem Mann und drehte meinen Kopf dabei ein wenig zu Seite um ihn anschauen zu können. „Ja...Aber..."
„Aber was Samu? War's doch nicht so gut im Studio? Ist irgendwas vorgefallen?"
„Nein...nicht wirklich, aber das alles hat sich plötzlich so anders angefühlt als vorher. Und ich weiß nicht ob ich überhaupt noch in der Weltgeschichte herumtingeln will, wenn ich meine Familie zuhause hab. Ich war vor den Kindern mehr Tage im Jahr weg als die ich zuhause war und das möchte ich jetzt eigentlich nicht mehr verantworten. Wäre es nicht schön sich dem ganzen Trubel zu entziehen und ein vollkommen normales Leben hier in Helsinki zu verbringen...Ganz normal wie jeder andere auch. The Voice hat uns schon nicht gut getan...mit einem neuen Album plus Promotion und Tour wäre das noch viel mehr Belastung." Ich musste das erstmal verarbeiten was Samu da gerade erzählte. „Was willst du mir damit sagen Baby?" fragte ich ihn und streichelte ihm sanft über seine Wange. „Ich weiß es selber nicht...Ich weiß nur, dass sich mein Leben so sehr geändert hat...Ich liebe die Musik über alles und das wird sich auch nie ändern...aber...naja in letzter Zeit kam mir öfter der Gedanke, dass das jetzt unser letztes Album werden könnten...unsere letzte Tour...Und danach...Danach bin ich frei...Hab Zeit für euch und bin einfach nur Samu, der Typ, der mit seiner wundervolle Frau und seinen 3 Kindern in einem Vorort von Helsinki wohnt und gerne zum Ice Hockey geht. Keinen Hype mehr... Einfach nur ich sein..." Ich war fast ein bisschen sprachlos. Er hatte noch nie so darüber geredet. „Ich weiß gar nicht was ich sagen soll, wie kommt das so plötzlich?" „Ich hatte schon öfter darüber nachgedacht, aber den Gedanken immer wieder verdrängt, aber heute im Studio...naja da wurde es wieder so real... Ich bin nicht mehr der selbe Mensch, der ich vor den Kindern und dir war." Und hast du darüber schon mit den anderen geredet? Die schienen nämlich alle total euphorisch." „Du bist die erste mit der ich darüber rede...du bist meine Frau...Aber ich freue mich ja auch und habe auch Bock darauf, nur weiß ich eben nicht wie das mit den Kinder werden soll...Wenn's einfach nur Musik machen wäre, einfach ein neues Album, nur ein paar Konzerte, aber ohne den ganzen anderen Kram...antwortete er mir, während sich seine Augen mit Tränen füllten. „Aber vielleicht rede ich auch Mist. Keine Ahnung..." „Das ist sicher kein Mist. Du musst das ja auch nicht von heute auf morgen entscheiden...Lass jetzt erstmal das Album im Fokus stehen und guck wie sich das alles für dich anfühlt, ob es das ist was du auch weiterhin machen willst. Und der Rest regelt sich von alleine, aber du musst wissen, dass ich immer hinter dir stehe, egal was die Zukunft bringt."
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Forever yours
FanfictionNach der Geburt von Leevi und der Hochzeit von Finja und Samu scheint alles perfekt, doch ihre Zukunft hält noch viele Überraschungen bereit. Fortsetzung von „Liebe auf den ersten Blick?"
