Sag mir nie wieder, dass du mich liebst

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„Kann ich zu meinem Mann?" „Der kommt jetzt erstmal mit auf die Wache." „Ich will mit."
„Dann fahren Sie hinterher. Mit in unseren Wagen geht nicht." Ich lief also schnell raus und stieg ins Auto um dem Polizeiauto zu folgen. Danach würde ich aber auch auf jeden Fall ins Krankenhaus fahren um nach Mikko zu schauen. Bei der Wache angekommen, musste ich erstmal eine ganze Weile warten bis ich zu Samu durfte. Ich wusste nicht, ob es so eine gute Idee gewesen war her zu kommen, aber ich musste jetzt mit ihm reden. „Sie können dann jetzt kurz mit Herrn Haber reden." Ich nickte und wurde dann zu ihm gebracht. „Gar nicht Mikko hinterher?" fragte er mich immer noch total aufgebracht und guckte mich böse an. „Nein...Samu lass uns bitte reden." „Was willst du mir noch sagen? Dann geh doch zu Mikko und werdet glücklich. Aber sag mir nie mehr, dass du mich liebst. Weißt du, die ganze Zeit bin ich der Böse, der nicht mit seiner „unbegründeten" Eifersucht klarkommt! Und im Endeffekt stellt sich heraus, dass du mich so hintergehst!" Sein Blick war nicht mehr so eiskalt, ich sah wie verletzt er war. „Aber ich liebe dich Samu, das weißt du. Mikko wollte wirklich nur nochmal mit mir darüber reden...Ich wollte doch direkt danach wieder zu Mia. Das war auch ganz spontan, er hatte erst gefragt nachdem ich sie abgeholt
hatte." „Aha." „Das kannst du mir glauben. Aber was war gerade bitte mit dir los? Ich hab dich nicht wiedererkannt Samu." „Ich erkenne mich auch nicht wieder. Aber daran bist DU Schuld Finja. Du und Mikko." „Du warst total aggressiv..." „Dazu hab ich ja auch ein Recht. Und als ob das alles nicht schon reichen würde, sitze ich jetzt auch noch hier." „Daran kannst du mir jetzt aber nicht die Schuld geben." „Ne, aber dafür, dass du unsere Ehe zerstört hast. Leevi fragte ständig nach dir und das erst nach 2 Tagen. Ich weiß nicht mehr was ich sagen soll. Aber das kannst du ja heute schön klären."
„Kannst du mir nicht...verzeihen...
irgendwann?" fragte ich ihn ganz leise. „Keine Ahnung. Ich weiß es wirklich nicht Finja. Einerseits will ich Dir nahe sein und das einfach vergessen, andererseits ertrage ich es nicht dich zu sehen." „Ich hasse mich selbst dafür Samu. Damit hab ich mein ganzes Leben ruiniert." „Meins auch." Wir beide hatten Tränen in den Augen, hielten uns aber krampfhaft zurück nicht in Tränen auszubrechen. „Geh bitte." Ich nickte nur und drehte mich dann um. Draußen vor der Tür lehnte ich mich an die Wand und schloss erstmal die Augen. Ich musste kurz durchatmen. Das war einfach alles zu viel heute. Ich musste jetzt aber einfach nochmal zu Mikko. Ich musste wissen wie es ihm ging. Samu hatte immer wieder auf ihn eingeschlagen und das nicht gerade sanft.
Als ich im Krankenhaus war, wurde mir dann auch sein Zimmer gezeigt. Ich machte die Tür leise auf und sah ihn dann auch schon da liegen. „Oh Gott Mikko..." „Hey..." Er hatte ein komplett lila blaues Auge, um seine Nase war ein Gips und seine Lippe war wohl genäht worden. „Wie geht's dir ist eine blöde Frage oder?" „Passt schon...Hab's verdient." Er hielt sich kurz. Verständlich, wahrscheinlich tat alles noch viel mehr weh beim Reden. Ich setzte mich ein Stück auf sein Bett und guckte in sein schmerzverzerrtes Gesicht. Ich wusste gar nicht was ich sagen sollte. „Ich wollte nur mal gucken wie's dir geht...Soll ich dich lieber alleine lassen? Dann kannst du dich ausruhen."
„Ja...Danke trotzdem, dass du da warst." „Ist doch klar." Er zwang sich zu einem Lächeln und dann ging ich auch schon wieder. Oh man, warum hatte das so eskalieren müssen? Warum kam Samu gerade dann, wenn ich mit Mikko im Café saß... Niedergeschlagen fuhr ich zurück zu Anna und Sami, die sich natürlich schon wunderten warum ich so lange weg gewesen war. „Sag mal wie lange warst du denn bitte weg? Ihr habt doch nicht..." „Nein!" fiel ich Anna gleich uns Wort. „Was denkst du denn?" „Sorry...Aber warum hat das so lange gedauert?" Ich erzählte den beiden also alles was passiert war... „Ach du Scheiße..." „Also ich kenne Samu ja jetzt schon lange, aber so eskaliert ist er noch nie. Mit Gewalt hatte er ja noch nie was am Hut, nicht mal ansatzweise." kam es von Sami. „Ihr hättet das sehen müssen...Er war richtig aggressiv. Die haben ihn kaum von Mikko runter bekommen. Und wie Mikko aussah..." „Und jetzt? Bleibt er über Nacht auf der Wache?" „Ja...Wie erkläre ich Leevi denn jetzt überhaupt, dass wir nicht zuhause schlafen?" „Fahrt doch für heute nachhause und sag, dass Samu arbeiten muss."
„Ja..." Ich wollte einfach nur noch die Zeit zurückstellen. Schlimmer konnte es doch gar nicht mehr werden...Wenn Samu sich wirklich trennen wollte, würden wir es den Kinder so oder so irgendwann sagen müssen...Ich hoffte es würde nicht so weit kommen. Ein Leben ohne Samu war einfach unvorstellbar. Was hatte ich bloß getan...

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