Finja:
Die nächsten Tage ging es mir schon wieder besser. Psychisch aber auch gesundheitlich. Ich wusste auch nicht was das mit dieser Übelkeit war. Hoffentlich würde das jetzt mal ein Ende haben...Übergeben musste ich mich gestern aber zum ersten Mal, die vorherige Woche war mir nur ständig so übel gewesen. Komisch war es ja schon.
Naja, aber mental hatte sich mein Zustand wieder etwas stabilisiert. Samu gab mir wirklich das Gefühl, dass er mir verziehen hatte und ich mir keine Vorwürfe mehr machen musste. Ich wollte mir auch nicht mehr selbst weh tun...Ich musste einfach mit ihm reden, wenn's mir nicht gut ging.
Ich hatte gerade geduscht und band mir ein Handtuch um den Körper bevor ich zurück ins Schlafzimmer ging, wo Samu gerade mit einer Gitarre auf dem Bett saß und irgendwas verstellte. „Das mit der neuen Musik lässt dich jetzt nicht mehr los was?" Ich hatte es ja gestern schon gemerkt. „Irgendwie nicht. Ich hätte so Lust wieder auf der Bühne zu stehen mit meine Songs und meinen Jungs. Und das Tourleben vermiss ich ja doch schon ein bisschen...Aber das ist ja auch nicht mehr so wie es war. Verstehst du was ich meine? Jetzt bin ich Vater und habe eine gewisse Verantwortung." Ich setzte mich zu ihm und streichelte ihm über die Wange. „Da hast du Recht, aber du sagst es ja selber, dass du das alles vermisst und das ist auch total verständlich. Das ist ja nicht nur dein Beruf, sondern deine Leidenschaft. Natürlich führst du jetzt ein anderes Leben, aber deshalb musst du dich ja nicht für das eine oder das andere entscheiden." „Ja...Du hast schon Recht...Vielleicht sollte ich wirklich mal mit den Jungs reden." „Ja, das solltest du. Darf ich mal was hören?"
„Klar." Er stimmte seine Gitarre noch zu Ende ein und begann dann zu spielen. Schon alleine das hörte sich unglaublich schön an, aber als er dann auch noch anfing zu singen bekam ich direkt eine Gänsehaut. Es war ein total emotionales Lied, was eindeutig um unsere Trennung ging, weshalb mir auch immer mehr Tränen über das Gesicht liefen. „Samu..." Auch seine Augen waren glasig als er die letzten Töne gespielt hatte. Ich packte seine Gitarre zur Seite und setzte mich auf seinen Schoß. „Uns wird nie wieder etwas trennen okay? Nie, nie wieder, das verspreche ich dir." sagte ich während ich ihm mit beiden Händen über seine Wangen strichelte. „Verletzt mich nie wieder Engel...Das verkrafte ich nicht. Und tu dir selbst auch nie wieder weh, das war der Albtraum."
„Nie wieder...Das kannst du mir glauben." Sanft trafen unsere Lippen aufeinander und mein Herz fing an heftig zu schlagen. Unsere Küsse wurden immer leidenschaftlicher, während wir uns wie Ertrinkende aneinander klammerten. Samu ließ sich auf seinen Rücken fallen und zog mich dabei mit sich ohne, dass wir den Kuss unterbrachen. Er löste mein Handtuch, sodass ich vollkommen nackt auf ihm lag. Ich unterbrach den Kuss um sein Hemd langsam aufzuknöpfen und dann mit den Küssen auf seine nackten Haut weiterzumachen. Eine Weile später lag auch seine Hose samt Hipster auf dem Boden. Hemmungslos knutschend wälzten wir uns in den Laken und verwöhnten einander sehnsüchtig.
„Ich liebe dich Baby..." keuchte ich als er meinen Hals küsste. „Ich liebe dich auch..." Er wanderte an meinem Körper hinunter bis hin zu meiner Mitte. Ich stöhnte auf als ich seine warme Zunge spürte und krallte mich in seine Haare.
Eine Weile später wechselten wir Positionen und ich wanderte mit meinen Lippen zu seiner Erektion. Sanft nahm ich sie in meinem Mund auf, woraufhin Samu laut aufstöhnte. „Finjaa...ah..." Ich machte weiter bis er kurz davor war zu kommen und rutschte dann wieder zu ihm hoch. „Ich will dich spüren..." seufzte er und drehte uns, sodass er wieder über mir lag. Ich griff in die Nachttischschublade und holte ein Kondom raus, was er sich schnell überstülpte. Dann drang er langsam in mich ein. Wir beide stöhnten lustvoll auf und küssten uns voller Liebe, bevor er anfing sich zu bewegen.
Ich schlang meine Beine fest um seinen Hintern, während er mich immer wieder am Hals küsste, was mich ganz verrückt machte. Wir liebten uns ganz langsam und stöhnten dabei ausgelassen unsere wahnsinnige Lust aufeinander raus. Unseren Höhepunkt zögerten wir so lange es ging hinaus und kamen dann gemeinsam. Ich bog meinen Rücken durch, während Samu über mir erzitterte und sich dann auf mich fallen ließ. Er legte sich neben mich und kuschelte sich direkt an mich. Ich platzierte meinen Kopf auf seiner Brust und schlang meinen Arm um seinen Bauch. Dabei fiel sein Blick wieder auf meine Verletzungen am Arm.
„Weiß davon noch irgendjemand anderes?" „Anna und Sami..." „Haben sie's...also haben sie's auch gesehen?" „Ja...Ich dachte sie wären weg, aber dann ist Anna einfach reingekommen und hat das ganze Blut gesehen und wie ich die Rasierklinge..."
Ich konnte nicht weiterreden, weil die Gedanken daran einfach nur schrecklich waren. Wie ich mich in diesem Moment gefühlt hatte war einfach nur schlimm gewesen. Ich wollte es nicht, aber ich konnte es nicht verhindern anzufangen zu weinen. „Oh Engel..." Samu nahm mich fest in den Arm und streichelte mir beruhigend über den Rücken. Aber ich merkte, dass ihn das auch total mitnahm. Schließlich hatte er das vor ein paar Tagen auch erleben müssen... „Alles wird jetzt wieder gut...Du bist wieder bei mir..." Schniefend guckte ich ihn an und sah, dass ihm auch Tränen über die Wangen liefen. „Vielleicht sollten wir darüber reden was in uns vorgegangen ist in dieser Zeit..." fügte er dann noch hinzu und wischte sich seine Tränen weg. „Ja, das sollten wir...Aber lass uns das heute Abend machen. Die Kinder wachen bestimmt gleich auf und für so ein Gespräch brauchen wir Zeit und Ruhe." Er nickte und küsste mich dann liebevoll. Kurz darauf ging unsere Tür dann auch schon auf und Leevi kam rein. „Guten Morgen mein Schatz." „Morgeen." Samu hob ihn auf unser Bett und er schlüpfte sofort unter die Decke. Ich kann gar nicht beschreiben wie glücklich ich an diesem Morgen war. Wie gut es sich anfühlte hier bei Samu zu schlafen und kuschelnd von Leevi begrüßt zu werden. Jetzt fehlte nur noch Mia, die heute erstaunlich lange schlief. Wir kuschelten noch eine Weile zu dritt, bis sich die kleine Maus dann auch bemerkbar machte und ich aufstand um sie zu uns zu holen. Gerade als ich wieder im Bett mit ihr war, klingelte Samu's Handy. „Hallo?...Ne, jetzt wirklich? Herzlichen Glückwunsch! Wir kommen auf jeden Fall vorbei." sagte er auf Finnisch und voller Begeisterung.
Er telefonierte noch kurz zu Ende und erzählte mir dann, dass Santtu's Baby gerade auf die Welt gekommen war.
„Ach wie schön...Ja, dann fahren wir auf jeden Fall später mal hin."
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Forever yours
FanfictionNach der Geburt von Leevi und der Hochzeit von Finja und Samu scheint alles perfekt, doch ihre Zukunft hält noch viele Überraschungen bereit. Fortsetzung von „Liebe auf den ersten Blick?"
