Kapitel 36: Der Auftakt

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Sie strich an seinen Seiten mit den Fingerspitzen entlang und fuhr mit ihrem inneren Oberschenkel und Knie an seinem seitlichen Oberschenkel entlang.
Er knurrte und beugte sich zu ihr runter, küsste sie ganz leicht auf den Mund.
Als er sich löste, drückte Hermine ihre Lippen wieder hastig auf seine, als wären sie durch einen Magneten angezogen.
Sie küsste ihn stürmisch und zog sein Gesicht näher zu ihrem, was ihn etwas aus dem Gleichgewicht brachte und er wieder halb auf ihr lag, er stützte sich mit einem Ellenbogen ab.

Sie wollte ihn spüren, ihm ganz nahe sein. Sie strich über seine Schultern und seinen Rücken, krallte ihre Fingernägel hinein, was ihn leicht aufstöhnen ließ.
Severus nahm ihre Arme und hielt sie mit einer Hand über ihrem Kopf fest, mit der anderen strich er ihren Arm entlang, an den Rippen vorbei, zur Taille und zur Hüfte und griff beherzt in das Fleisch an der Hüfte. Sie seufzte leicht in den Kuss hinein und drückte ihren Körper gegen seinen.
Es gefiel ihr, wenn er die Kontrolle hatte und sie so anfasste.

Er küsste sie leidenschaftlich, hielt ihre Wange. Als er sich löste, sah er sie an, sie wirkte leicht atemlos, ihre Augen waren glasig und spiegelten Leidenschaft wieder.
Er grinste, ließ ihre Arme los und stand vom Bett auf. Hermine sah perplex zu ihm, was ihm noch ein breiteres Grinsen ins Gesicht trieb.
„Lektion Nr 1, die Verführung", sagte er in bester Lehrermanier.
Hermine legte die Hände an die Stirn, sie musste sich etwas beruhigen, seine Verführung war ziemlich effektiv gewesen.

„Im Raum der Wünsche sagten Sie, ich solle nicht mit den Männern spielen, die sich für mich interessieren. Jetzt spielen Sie selber..", sagte sie beleidigt, es war nicht fair. Er hatte ihre Lust geweckt und zog sich nun einfach zurück. Wie konnte er sich so beherrschen?
„Miss Ganger... jemanden zu verführen ist kein Spielen... es ist ein Auftakt.", sagte er samtig dunkel, er schnurrte schon fast.

Hermine funkelte ihn an, ein verführerisches Lächeln hatte sich auf ihr Gesicht gelegt. Sie rückte langsam an die Bettkante, sah ihn immer noch an. Sie stand langsam, fast schon lasziv auf, ging um ihn herum, sie streifte seinen unteren Rücken mit ihren Fingerspitzen, Severus schloss die Augen kurz und knurrte. Sie ging an ihm vorbei, drehte sich dann kurz zu ihm und ihre Augen blitzten auf. Sie entfernte sich von ihm, ging zur anderen Bettseite, da wo Severus geschlafen hatte, hob sein weißes Hemd auf und nahm es mit sich ins Bad.

Severus presste die Kiefer aufeinander, was hatte er da wieder angestellt. Er konnte ihr nicht widerstehen, wenn sie es drauf anlegte. Auch wenn sie wenig Erfahrung hatte, sie lernte schnell.
Severus beschloss Frühstück bei Roxy zu bestellen, er hatte Hunger und dachte sich, dass Hermine auch hungrig war. Die Hauselfe erschrak etwas über Severus Aufzug und dass er so in Miss Grangers Räumen zugegen war, aber sie erfüllte ihm gerne den Wunsch und brachte kurze Zeit später ein großes Frühstück für die beiden.

Severus bedankte sich bei ihr und gerade, als Roxy mit einem 'Puff' verschwunden war, trat Hermine aus dem Bad, die Haare lagen offen über ihren Schultern, sie trug Severus' weißes Hemd, welches ihr bis zu den Oberschenkeln ging, die Arme hatte sie hochgekrempelt, da drunter blitzte die rote Unterwäsche auf. Ihre Beine waren frei von Kleidung.
Severus musste bei dem Anblick leicht schlucken, Hermine bescherte das ein leichtes Lächeln um die Züge. Sie ging auf ihn zu und nahm den Tiegel mit der Salbe, tunkte ihre Finger ein und sah ihn an, „darf ich?" hauchte sie ihm zu.
„Ja", sagte er mit versackter Stimme, er räusperte sich und sah böse zum Boden, sie hatte ihn mit diesem Aufzug wirklich völlig überrumpelt.
Hermines Lächeln wurde verschmitzter als sie sah, dass es ihn nicht kalt ließ. Sie ging auf ihn zu und stoppte kurz vor ihm, verteilte vorsichtig die Salbe auf die Stellen, die schon sehr viel besser aussahen, als gestern.
Nur noch ein leichter blauer Schimmer zeigte die einstige Verletzung.

Sie würde heute Abend nochmal die Salbe nehmen und dann wäre er wieder vollständig genesen. Sie war ein wenig traurig, wenn sie daran dachte, dass sie dann keinen Grund mehr hätte seinen Oberkörper anzusehen, freute sich aber auch, dass er keine Schmerzen mehr hatte.
Als Hermine so vor ihm stand, sah er an ihr herunter, sie hatte sein Hemd nicht komplett zugeknöpft und er konnte somit auf ihr Dekolleté sehen, sie trug einen roten Spitzen BH, er überlegte still in Gedanken, ob er ihr mal einen BH in Slytherin Farben schenken sollte, schüttelte dann leicht den Kopf und verwarf die Gedanken ganz schnell wieder. Er verbot sich an so etwas zu denken, wenn sie gerade so spärlich bekleidet vor ihm stand und ihn sanft eincremte. Er dachte wieder einmal an weniger schöne Sachen um sein Blut abzukühlen.

Sie war mittlerweile an seinem Rücken angelangt und strich dort ebenfalls die Salbe über die bläulichen Schatten. Als sie fertig war, ging sie um ihn rum zu einem Regal und stellte den Tiegel darauf ab, sie musste sich etwas strecken und das Hemd rutschte hoch, gab Severus einen Blick auf ihren schön geformten Po, der umschmeichelt wurde von einem roten Spitzen-Slip, er sog die Luft scharf ein und drehte sich zur Seite, ging zum Tisch, an dem Roxy das Frühstück abgestellt hatte und setzte sich mit dem Rücken zu Hermine auf den Stuhl.

Sie kam zu ihm und strich im vorbeigehen liebevoll über seine Schulter, er hielt sie am Arm und sah sie eindringlich an, „Danke", raunte er ihr zu, zog sie zu sich und gab ihr einen Kuss auf die Wange. Hermine war fast etwas enttäuscht, dass es nur ein Küsschen war, lächelte ihn aber an und setzte sich auf ihren Platz gegenüber damit sie mit dem Frühstück anfangen konnten.

Schweigend saßen sie da und aßen das, was Roxy ihnen gebracht hatte. Es war eine große Auswahl und bald waren beide pappsatt. Wieder legte sich eine angenehme Stille über beide, Hermine hatte so viel gegessen, dass sie schon wieder müde wurde. Severus durchbrach die Stille, „dürfte ich Ihr Bad benutzen Miss Granger?"
„Natürlich Sir", sagte sie etwas verwirrt.
„Ich würde gerne einmal duschen", erklärte er.
„Oh, ja natürlich! Bitte.", sagte sie, als sie verstand, er sah sie noch einmal eindringlich an, „keine Sorge. Ich werde nicht dazu stoßen.", sagte sie noch und hob die Hände.

Severus zog die Augenbraue nach oben, „zu Schade... ich wollte Sie gerade fragen, ob wir zusammen duschen..", sagte er, warf ihr einen amüsierten Blick zu und verschwand schnellen Schrittes im Bad, bevor Hermine überhaupt noch etwas sagen konnte.
Sie sah ihm perplex hinterher und fühlte, dass sie wieder errötete. Sie stand auf, ging zur Couch und ließ sich drauf fallen, sie legte ihre Bein ebenfalls auf die Couch und lehnte ihren Kopf an das Polster der Rückenlehne.

Sie stellte den Kragen des Hemdes hoch und vergrub ihre Nase in den Stoff. Er roch stark nach ihm, dieser allgegenwärtige Kräuterduft. Sie fragte sich, ob er nach all den Jahren als Meister der Zaubertränke einfach so roch oder ob es ein Shampoo, Duschgel oder Parfüm war, welches ihn so duften ließ.
Vielleicht würde sie es irgendwann herausfinden, dachte sie und lächelte bei dem Gedanken, ein weiteres Geheimnis erfahren zu dürfen.

Währenddessen hatte sich Severus geduscht, er konnte nur ein blumiges Duschgel und Shampoo von Hermine finden und rang mit sich selbst, ob er es benutzen sollte.
Er roch daran und stellte fest, dass es nur halb so berauschend war, wenn Hermines eigener Duft nicht mit dem Blumenduft vermischt war. Er zuckte mit den Schultern und nahm es, als er sich fertig abgeduscht hatte, trocknete er sich ab, reinigte seine Sachen magisch und zog sie sich wieder an, zumindest das, war er anziehen konnte.
Sein Hemd hatte ja immer noch Hermine an. Er ging oberkörperfrei wieder zurück in Hermines Räume, die Haaren waren noch etwas feucht, er sah Hermine auf der Couch liegen und lächelte, er ging näher und erkannte, dass Hermine das Gesicht halb in seinem Hemd vergraben hatte, sie nahm tiefe Atemzüge, sie war wohl eingeschlafen.

Er ging an ihr vorbei, strich ihr über die Schienbeine. Er stellte sich vor die Couch und überlegte kurz. Er nahm sanft ihre Füße und Unterschenkel leicht nach oben, setzte sich auf die Couch und legte ihre Füße sanft in seinen Schoß. Er beobachtete sie beim Schlafen, wie ihr Brustkorb sich regelmäßig hob und senkte. Ihre Arme hatte sie eng um sich geschlungen.
Severus besah sich die junge Frau und schüttelte den Kopf, er hatte sich selten so wohl und entspannt gefühlt in Gegenwart eines anderen Menschen. Sie weckte Gefühle in ihm, die er lange nicht mehr fühlte.

Er zauberte eine Decke und legte sie vorsichtig um Hermine. Sie wachte langsam auf und sah verschlafen zu ihm. Sie lächelte, als sie sah, dass er eine Decke um sie gelegt hatte. Seine Hände ruhten auf ihren Füßen und sie erkannte, dass ihre Füße auf seinem Schoß lagen.
Sie reckte sich etwas und sah ihn an, sie streckte eine Hand in seine Richtung und er nahm sie und hielt sie fest. Still verschmolzen ihre Blicke.

Schlimmstenfalls wird alles GutWo Geschichten leben. Entdecke jetzt