Kapitel 38: Das nahende Dunkel

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Am Fenster eines Turms stand Hermine und sah den beiden Männern zu, wie sie das Schlossgelände verließen, sie hatte ziemliche Angst um die beiden und fasste den Entschluss, dass sie ihn folgen würde.
Sie konnte nicht hier sitzen und warten, bis die beiden zurück kamen oder auch nicht.
Sie zog sich schnell an, band ihre Haare zu einem Zopf, nahm ihre kleine Tasche mit, die magisch vergrößert war, packte ein paar Tränke, die sie immer auf Reserve hatte ein, nahm ihren Zauberstab und eilte aus dem Schloss zur Grenze.

Sie atmete tief durch, sog die kalte Winterluft ein, Schneefall hatte eingesetzt, sie drehte sich einmal kurz um, besah sich das Schloss und lächelte.
Hogwarts im Schnee war jedes Mal eine Augenweide, die wahrgewordene Magie.

Entschlossen drehte sie sich um, sie konzentrierte sich auf Severus, das Amber trat hervor, sie ließ sich durchströmen von der Kraft und vertraute darauf. Sie schloss die Augen, sah Severus schwarze Seen vor sich und apparierte.

Mit einem Knall kam sie an einem unbekannten Ort an, sie musste sich erst einmal orientieren. Sie glaubte in einem Wald zu stehen, ihre Sinne waren geschärft, die Muskeln bis zum Anschlag angespannt.
Sie versuchte bekannte Geräusche zu hören. Hier und da raschelte etwas auf dem Boden, ein Uhu rief durch die Bäume.
Es war bewölkt und recht dunkel an dem Ort, auch wenn es gerade einmal Mittag war.

Schummriges Licht umgab sie und für normale Augen wäre es schwer gewesen hier etwas genaues auszumachen. Sie konnte allerdings gut sehen und vor allem hören.
Sie spürte etwas Dunkles, Dumbledore sagte einmal zu Harry, dass man Orte leichter findet an dem Schwarze Magie gezaubert wurde, es schien die Orte wären geprägt gewesen. Er hatte recht, sie fühlte eine große dunkle Macht um sich herum, versuchte auszumachen, wo der Ursprung davon war.
Als sie sich genauer umsah erkannte sie, dass viele Bäume hier vor kurzem erst umgefallen waren, es schien so, als wären sie quer durch den Wald geflogen und durch die Luft gewirbelt worden.
Ganze Bäume samt Wurzeln lagen teilweise in der Umgebung. Sie folgte leise der Schneise der Verwüstung, kam an eine komplett zerstörte Waldhütte. Sie hoffte, dass keine Menschen verletzt wurden während der Obscurus wütete, konnte aber keine Präsenz in den Trümmern wahrnehmen.

Langsam ging sie weiter und konnte in weiter Ferne etwas flüstern hören, ihre Ohren waren gespitzt, sie achtete penibel darauf, wohin sie trat. Das Flüstern wurde lauter und sie näherte sich der Quelle.
In einem Gebüsch versteckt, saßen Harry und Severus, sie stand einige Meter hinter ihnen hinter einem Baum und beobachtete die Situation, sie konnte leichte Blutspuren an Harrys Hose erkennen und machte sich Sorgen, was nur passiert war.
Severus hielt Harry am Arm zurück, welcher wahrscheinlich wieder einfach in den Kampf springen wollte, so wie immer.
Severus war taktischer, er beobachtete viel länger und kannte dann die Schwächen und Stärken seines Gegners.

Plötzlich ging alles ganz schnell, Zauber flogen auf Harry und Severus zu, dieser konnte Harry im letzten Moment noch zur Seite ziehen, bevor ein Fluch Harry an den nächsten Baum befördert hätte.
Die Flüche, die Harry und Severus treffen sollten, trafen nun in den Baum ein, hinter dem sich Hermine versteckt hatte. Die Kraft durchströmte sie und sie ließ es zu, dass sie die Kontrolle übernahm.

Sie kam hinter dem Baum hervor, ihre Augen leuchteten in den mittlerweile dunklen Wald hinein, die Blitze aus ihren Händen wurden mit jedem Schritt, den sie auf die Angreifer machte stärker, diese griffen nun vermehrt Hermine an, aber keiner schien sie zu treffen. Sie tat nichts, um sich zu verteidigen.
Die Wut und der Zorn in der Kraft ließen Hermine bedrohlich wirken, sie sprühte vor Energie, um sie hatte sich eine schützende Atmosphäre gelegt, durch die kein Fluch zu gelangen vermochte.

Die Flüche schossen nun wieder auf Harry und Severus, der ein oder andere traf sie beinahe, hätte Severus sie nicht im letzten Moment abgewehrt.
Harry lag mittlerweile auf der Erde und hielt sich seinen Arm, er kämpfte sich wieder auf die Beine und Severus half ihm, aber er schaffte es nicht lange und sank wieder auf die Erde.
Sie hatten beide noch gar nicht bemerkt, dass Hermine ebenfalls da war, als plötzlich ein greller Lichtstrahl über die Fläche schoss und mehrere Angreifer niederstreckte.

Schlimmstenfalls wird alles GutWo Geschichten leben. Entdecke jetzt