Kapitel 200: Familie Potter

1K 72 26
                                        


„Vielleicht habt ihr ihm einfach zu wenig von den Hufflepuffs und den glorreichen Löwen erzählt", meinte er sarkastisch und hob eine Augenbraue.
Tonks Haare verfärbten sich rot, Hermine sah ihn ebenfalls leicht angesäuert an.
„Hast du etwas gegen Löwen?", fragte sie und ließ kleine Blitze in seinen Bauch schießen, was er mit einem schmerzerfüllten Blick kommentierte.
„Ich liebe Löwen...", sagte er gespielt genötigt, McGonagall hörte diesen Satz und räusperte sich, warf ihm einen mahnenden Blick zu, als sie an ihnen vorbei gingen. Remus lachte, legte einen Arm um seine Frau und beruhigte sie ein wenig.
„Severus wird schon gut auf Teddy aufpassen.", sagte er und grinste.
„Das will ich ihm raten.", meinte sie, musste danach aber auch lachen.
„Slytherin-Ehrenwort.", meinte Severus und strich sich in einem X über die Brust.

Das neue Schuljahr zeigte in den neuen Schülern unerwartete Talente und die Professoren von Hogwarts waren mehr als einmal sehr überrascht.
Teddy war ein Ass in Verwandlung, was McGonagall nicht überraschte, aber seine perfekte Umsetzung der Zauber in kürzester Zeit, die sie den Schülern beibrachte, schon. Er sammelte fleißig Punkte und auch in Zauberkunst war Professor Flitwick mehr als begeistert von Remus' und Tonks' Sohn.

Achatius strahlte in diesen Fächern ebenfalls, sowie in Arithmantik und auch Zaubertränke. Hermine und Severus waren sehr zufrieden und stolz auf ihn, sie beobachteten ihn in seinen Handlungen und stellten beide fest, dass er überaus konzentriert und geschickt in dem war, was er tat.
Auch wenn er ein Gryffindor war, Severus konnte nicht anders, als ihn in jeder Stunde zu loben.
Achatius und Teddy fanden schnell neue Freunde und eines Tages, kamen die beiden Jungen ins Gespräch und wurden mit der Zeit sehr gute Freunde, was sowohl Hermine und Severus als auch Tonks und Remus erfreute. Teddy lud Achatius oft zu sich ein und Achatius traf oft auf Remus, Hermine und Severus, die ebenfalls oft bei den Lupins eingeladen waren.
Achatius begrüßte seine Professoren immer höflich und mit einer großen Menge Respekt und Anstand.
„Guten Abend Professor Lupin, Professor Snape, Professor Snape", dabei nickte er freundlich von Hermine zu Severus.
Die drei lachten jedes Mal leicht und begrüßten Achatius ebenfalls freundlich.

Hermine und Severus waren, wenn sie Freizeit hatten oft bei Ginny und Harry, zusammen mit Remus und Tonks, bei einigen Gelegenheiten kam Lazarus ebenfalls mit, in den Jahren verließ Lazarus immer mal wieder das Land, streifte durch die Welt und nahm Impressionen wahr. Egal wie lange er weg blieb, er kam am Ende immer zurück, was Hermine jedes Mal sehr freute.
Sie mochte ihn wirklich sehr, sie liebte ihn, wie einen uralten aber dennoch auf eine Art junggebliebenen gut-aussehenden Bruder und hätte sich ein Leben ohne ihn nicht vorstellen können.

An einem Abend, an dem Severus und Hermine alleine bei den Potters waren, nahm Ginny Hermine an die Hand und ging mit ihr in den Garten.
Severus kümmerte sich derweil um Albus-Severus, der fast schon fünf Jahre alt und recht weit für sein Alter war, immer mehr bewusst und unbewusst zauberte und spielte mit ihm auf seinem Schoß.
„Onkel Severus?", fragte er mit einer unfassbar süßen Stimme, dass Severus jedes Mal schmunzeln musste, wenn er anfing zu reden.
„Ja Albus?", fragte er dunkel und sah ihn eindringlich an.
„Wann machen wir Zaubertänke?", fragte Albus Severus mit einem kleinen Sprachfehler. Severus lachte leicht, „das dauert noch..."
„Mama hat gesagt, du kannst die schwersten Tänke der Welt machen!", seine Augen weiteten sich vor Neugier.
„Da hat deine Mama nicht ganz unrecht...", meinte Severus.
Harry, der in der Küche stand und das Essen zubereitete, verdrehte die Augen und seufzte leicht auf.
„Dein Papa", er sah nach hinten, „war leider nicht so gut in meinem Fach..."
Harry lachte ungläubig auf.
„Mach dir nichts draus Papa... dafür kannst du leckeres Essen machen...", der kleine Junge, der Harry immer ähnlicher sah, strahlte seinen Papa an.
„Danke mein Sohn", sagte er stolz und lächelte ihn an. Severus lachte.

Ginny und Hermine liefen durch den Garten und betrachteten die aufblühenden Blumen.
„Mine...", meinte Ginny leise und sah ihre beste Freundin an, Hermine suchte ihren Blick und lächelte.
„Ich weiß Ginny.", sagte sie und nahm sie in den Arm.
„Woher?", nuschelte sie an ihrem Kopf.
„Ich spüre seine Magie", sagte Hermine als sie sich von ihr löste.
„Ich wusste nicht, wie ich es dir sagen sollte...", Ginny sah schuldbewusst zu Boden.
„Ich freu mich für euch. Ihr seid tolle Eltern und Albus-Severus wird sich bestimmt auch auf ein Geschwisterchen freuen.", Hermine sah ins Haus und schmunzelte, als sie Severus mit seinem Patensohn sah.
Ginny sah sie dankbar an, dann meinte sie, „es wird also wieder ein Junge... die Weasley- Gene...", sie schüttelte den Kopf.
„Aller guten Dinge sind drei", meinte Hermine und lachte.
„Und wenn nicht... dann hab ich vier Männer im Haus...", meinte Ginny zerknirscht.
„Das schaffst du schon.", Hermine lachte.

Sie gingen wieder zurück ins Haus und aßen das von Harry zubereitete Abendessen, es schmeckte tatsächlich sehr lecker und Hermine staunte nicht schlecht.
Severus brachte nach dem Essen Albus ins Bett, er deckte ihn fürsorglich zu, erzählte ihm eine spannende Gute-Nacht-Geschichte, was Albus so wollte, denn er war ja laut seiner Aussage kein Baby mehr und nachdem Albus die erste halbe Stunde aufmerksam zugehört hatte und mitfieberte, sprach Severus nach und nach immer leiser und langsam aber sicher schlief Albus ein.

„Gute Nacht", flüsterte Severus und gab ihm einen kleinen Kuss auf die kleine Stirn. Hermine stand im Türrahmen und beobachtete Severus glücklich, als er aufstand und sich leise aus dem Zimmer schlich stoppte er, als er sie sah.
Sie ging zu ihm, strich ihm über die Brust und küsste ihn liebevoll.
„Komm... du Abenteurer", schmunzelte sie und zog ihn mit sich.
Die Potters und Snapes ließen den Abend mit einem gemütlichen Glas Wein auf der Couch ausklingen und sprachen über alte Zeiten. Es war immer wieder witzig und schön ihre Vergangenheit Revue passieren zu lassen.

—————
„Was hast du eigentlich für unseren 10. Hochzeitstag geplant?", fragte Hermine neugierig, als sie sich nach einem anstrengenden Tag weitere Jahre später über die Couch zu Severus beugte und ihn küsste.

Schlimmstenfalls wird alles GutWo Geschichten leben. Entdecke jetzt