Die Sonne war mittlerweile ganz aufgegangen und durch das Fenster drang ein goldenes warmes Licht, sie sah direkt in die Sonne und Severus zog die Augenbraune zusammen, „wenn man genau hinsieht, kann man die Feuerschlingen sehen, die die Sonne ausstößt", meinte sie gedankenverloren.
Severus stand auf, stellte sich neben Hermine und blickte in die Sonne und entgegen seinen Erwartungen, blendete es ihn nicht, es war als könnte er ohne Probleme die physikalischen Bewegungen des Feuerballs erkennen. Er war fasziniert von diesem Zauber, er wusste bisher nicht, dass Hermine offenbar solch ein Interesse an den Himmelskörpern hatte.
Er mochte bis dato immer nur die Nacht und die Sterne, aber dieses Fenster eröffnete neue Möglichkeiten und weckte seine Neugier.
„Links das kleine Ding, siehst du es?", fragte Hermine und zeigte mit dem Finger in die Richtung, Severus nickte, „das ist Merkur, er ist der kleinste und schnellste Planet im Sonnensystem. In 88 Tagen hat er die Sonne umrundet. Tagsüber herrschen dort um die 400 Grad Celsius, nachts bis zu -170 Grad. Wie Feuer und Eis... und da, rechts von der Sonne, der helle Punkt... das ist die Venus, man nennt sie auch Morgen- oder Abendstern, Phosphoros, nach dem Mond der hellste Himmelskörper am nächtlichen Firmament. Sie dreht sich verkehrt rum und ein Tag auf der Venus dauert länger, als ein ganzes Jahr auf ihr, sie dreht sich langsamer um sich selbst, als sie sich um die Sonne dreht.", Severus lächelte, es faszinierte ihn, wenn sie ihr Wissen preisgab.
„Fortes adiuvat ipsa venus", sagte er dunkel und erinnerte sich an einen Satz, den er vor langer Zeit einmal gehört hatte, Hermine sah ihn an. Severus umarmte sie, Hermine verbarg sich in seinen schützenden Armen und genoss es bei ihm zu sein.
„Würdest du mit mir zum Fuchsbau gehen?", fragte Hermine an sein Ohr gelehnt.
„Wenn du dahin möchtest, dann komme ich mit.", sagte er, seine Stimme trug ein Lächeln mit sich.
Hermine lächelte ebenfalls, sie wusste, dass Ginny und Molly auch noch einige Geschenke für ihn hatten, außerdem wollte sie Ginny danken, dass sie ihr geholfen hatte den schönen Abend zu organisieren.
Severus löste sich von ihr und sah sie an, „möchtest du das mit uns... öffentlich machen?", fragte Severus ruhig.
Sie überlegte, sie war sich nicht sicher, sie hätte es am liebsten in die Welt gebrüllt, aber sie wollte ihn damit auch nicht unter Druck setzen. Er mochte diese Art von Aufmerksamkeit nicht wirklich, „Hogwarts sollte es vielleicht noch nicht wissen, ich glaube... die Schüler und die Lehrer können damit noch nicht umgehen..", meinte sie und lachte leicht.
„Das ist mir ganz Recht.", sagte er, konnte sich aber ein Grinsen nicht verkneifen, die Gesichter wären interessant, wenn sie Hand in Hand durch die Gänge von Hogwarts schlendern würden.
„Bei den Weasleys und Harry entscheidest du, ich bin mit allem zufrieden.", sagte sie lieb.
„Molly hat mich quasi adoptiert...", sagte Severus ironisch.
„Ginny weiß es schon lange..", sagte Hermine in Gedanken.
Severus verdrehte die Augen und stöhnte auf, „natürlich... sie weiß sowas immer."
„Aber sie freut sich, sie mag dich, sie denkt, dass wir uns sehr ähnlich sind.", sagte Hermine und wollte Ginny verteidigen.
„Sie meinte, wir waren beide zu stur, um es schon vorher zu bemerken...", Hermine zuckte mit den Schultern.
Er zog die Augenbrauen hoch, „da könnte was dran sein. Wir machen daraus keine große Sachen in Ordnung? Wir könnten es beiläufig erwähnen..."
„Wie hast du dir das vorgestellt, 'Molly, der Fuchsbau sieht wieder fabelhaft aus. So wie Hermines Wohnung, in der ich die gestrige Nacht verbracht und mit ihr geschlafen hab'", sie lachte, Molly wäre wahrscheinlich umgekippt.
Severus schnaubte, „natürlich nicht so. Uns wird schon was einfallen..."
Hermine lachte immer noch und holte seine Weste und Robe und gab sie ihm, zog sich noch eine lockere Sweatshirt Jacke über. Sie gingen langsam nach unten, Severus zuerst, Hermine hinter ihm.
Als er unten ankam, zog er sich seinen Umhang über, Hermine stand auf der untersten Treppenstufe und sah ihn an, er stand mit dem Rücken zu ihr und richtete seinen Umhang. Sie legte die Hände auf seine Schulter und zog ihn langsam zu sich, er ging einige Schritte rückwärts und blieb stehen. Sie schmiegte sich an ihn und lehnte ihr Gesicht seitlich an seins.
Er drehte sein Gesicht zu ihr und küsste ihre Wange. Hermine lächelte, ließ ihn dann frei und zog sich dann ihre Jacke an.
Sie gingen aus der Haustür auf die Straße, sahen sich um, Severus nahm ihre Hand und sie apparierten zum Fuchsbau.
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Schlimmstenfalls wird alles Gut
Fanfiction7 Jahre nach Ende des Krieges- Hermine, Ron und Harry arbeiten im Ministerium. Ron und Harry sind gefragte Auroren, Hermine hat ein Studium in Zaubertränke und Arithmantik abgeschlossen. Ihr Leben verläuft ruhig bis zu dem Tag, an dem sie vom Minis...
