Kapitel 147: Ein trostloser Morgen

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„Hermine Unersättlich Granger", sagte Severus dunkel und strich ihr über die Schulter, beugte sich nach unten und legte seine Lippen an ihren Hals.
„Ich kann dir einfach nicht widerstehen", sagte sie leise und seufzte, griff in seine Haare.
Er hob sie hoch und Hermine schlang ihre Beine um seinen Körper. Er hielt sie am Rücken mit einer Hand fest, die andere lag unter ihrem Po, griff fest hinein, was Hermine etwas aufquieken ließ.

Sie küsste ihn, immer und immer wieder, er ging mit ihr ins Schlafzimmer und legte sie aufs Bett, Hermine ließ ihn immer noch nicht los und so lag er auf ihr, zwischen ihren Beinen, was ihr offenbar zu gefallen schien.
Sie war vollkommen entspannt und strich ihm sanft durch die Haare, der Kopf lag entspannt auf den Kissen, ihr Blick war liebevoll und zufrieden.
Severus ließ seinen Kopf auf ihre Brust sinken und schob seine Arme unter ihre Schultern, sah ihr ins Gesicht.
„Bin ich dir zu schwer?", fragte er besorgt, als er ihren müden Blick bemerkte.
„Nein", sagte sie leise und strich ihm wieder durch die Haare. Sie beugte sich kurz nach unten und legte ihre Lippen auf seinen Kopf.
„Severus?", fragte sie nach einiger Zeit, als sie die Stille und Zufriedenheit zu verschlucken drohte. Er hob seinen Kopf und sah sie mit einem Lächeln an.
„Versprichst du mir etwas?", fragte sie weiter.
„Fast alles", meinte er schmunzelnd.

„Versprich mir, dass du so bleibst, wie du bist", ihr Blick schien unergründlich, er zog die Augenbrauen zusammen und sah sie verwirrt an.
„Was meinst du?", fragte er leise.
„Dass du einfach Severus Snape bleibst, mein Severus...", sie strich ihm liebevoll und unendlich sanft an der Wange entlang.
Ihr Blick schien ihn zu hypnotisieren, er war merkwürdigerweise mit süßer Wehmut gefüllt, was ihm einen Schauer über den Rücken laufen ließ.
„Für immer der deine", raunte er mit weicher dunkler Stimme, schob sich etwas nach oben und küsste sie, um das Versprechen zu versiegeln.
Sie legte ihre Arme um seinen Nacken und zog ihn nah an sich heran.
Kleine Tränen sammelten sich in ihren Augen, was sie ihm nicht zeigen wollte, sie verbarg ihr Gesicht an seinem Hals und atmete den wundervollen Kräuterduft ein, wie schon gefühlte tausende Male zuvor.
Severus spürte, dass Hermine etwas auf der Seele lag, aber er wusste genau so gut, dass sie ihm nichts sagen würde und er bei ihren Fähigkeiten sowieso keine Informationen aus ihr herauskriegen würde, solange sie sie verschlossen hielt.
Er legte seine Nase in ihre Locken, sog den blumigen Duft ein, spürte ihre Wärme und fühlte, wie schon so oft bei ihr dieses pure Glück.

Auch wenn er ihr sagte, dass er für immer der ihre war, so fühlte sich dieser Abend für beide wie ein stiller Abschied an, Hermine hatte so eine Ahnung, dass es bald losgehen würde und wollte die letzten Stunden mit ihm noch einmal nutzen.
Sie zog ihr Gesicht von seinem Hals zurück, sah ihn an und lächelte selig, sie konnte die Tränen nicht länger aufhalten.
Das Bild was sich Severus damit bot, ließ ihn Schlucken, er fragte nicht nach, er sah sie einfach nur an, wollte ihr die Trauer nehmen.
Sie legte ihre Lippen auf seine und küsste ihn, mit all ihren Gefühlen und Ängsten.
Er spürte wieder dieses Chaos in ihr, wie in Dumbledores Büro.
Ein aufziehender Sturm.

Er drehte sich mit ihr auf den Rücken, sie lag nun auf ihm, legte den Kopf erschöpft in seine Halsbeuge und umklammerte ihn. Sie schlief schnell auf ihm ein, er strich ihr weiter über den Rücken und die Haare. Dann zauberte er beiden die Schlafkleidung an, zog eine Decke über sie, legte den Arm um ihre Schulter und schloss ebenfalls die Augen.

Der nächste Morgen fühlte sich schwer an, leichte Regenwolken hingen über den Ländereien und drückten noch weiter auf die Stimmung.
Hermine war die erste die aufwachte, setzte sich an ihre Bettkante und starrte aus dem Fenster, sie wusste nicht wie lange, sie sah das Schwarz der Nacht in ein mattes Grau umschlagen, kein Blau, kein Rosa, kein Orange.
Es schien der Himmel war leergefegt von Farben und Leben. Sie hörte ein Rascheln und Brummen hinter sich, Severus wachte langsam auf.

Er strich sich über die Augen, suchte Hermine und fand sie an ihrer Bettkante sitzend, sie sah aus dem Fenster.
„Ein trostloser Morgen", meinte er dunkel, als er ebenfalls den Himmel musterte.
„Aber nicht hoffnungslos", sagte sie leise, drehte sich langsam um und sah ihn an, die Augen obsidian. Er atmete aus und lächelte leicht, stand dann ebenfalls auf und ging ins Bad.
Einige Minuten später kam er komplett angezogen wieder ins Schlafzimmer, ging zu Hermine, die immer noch da saß und setzte sich neben sie ins Bett.
„Morgen wird die Sonne wieder scheinen", sagte er, legte eine Hand auf ihren Kopf, „ihr Gryffindors seid einfach zu Licht-verwöhnt", schob er hinterher und lachte leicht.
Sie drehte sich zu ihm, ein leichtes Schmunzeln lag auf ihren Zügen, sie legte ihre Arme um ihn und drückte ihn, er legte seine Wange an ihren Kopf.
„Du musst doch los, oder?", fragte sie.
„Kann ich dich alleine lassen?", wollte er wissen.
Sie nickte, drückte ihre Lippen noch kurz auf seine und stand dann auf, ging zum Bad, drehte sich nochmal um und sah ihn an.
„Bis nachher", sagte sie leise, wieder mit dieser Trauer in ihrem Blick.

Severus sah besorgt auf die sich schließende Badezimmertür, er wollte eigentlich noch mit ihr reden, aber sie hatte recht, er musste los. Er hoffe, dass sich Albus wenigstens einmal nützlich machen würde und ein Auge auf Hermine hatte, er hatte ein merkwürdiges Gefühl in der Magengegend.
Mit schnellen Schritten durchquerte er sein Wohnzimmer, trat auf den Gang des Flurs und machte sich zum Frühstück in die Große Halle auf.

Schlimmstenfalls wird alles GutWo Geschichten leben. Entdecke jetzt