Kapitel 139: „Du gehörst Mir."

1.4K 83 8
                                        


Sie strich wieder sanft über seine Schultern, legte ihre Unterarme an seinen Hals, rückte etwas näher zu ihm.
Er legte seine Hände bedächtig auf die Höhe ihrer Rippen und strich langsam mit den Händen an ihren Seiten entlang, mal weiter am Rücken, mal weiter am Bauch. Er lächelte sie an, seine Augen flogen über ihr Äußeres, die Locken, die wunderschönen Augen, die schön geformte Nase, die Sommersprossen, die auf ihrer Nase lagen, die vollen Lippen, welche eine Lächeln formten.

Er öffnete seinen Mund, als wolle er etwas sagen, aber er fand nicht die richtigen Worte. Er legte eine Hand an ihre Wange, strich mit dem Daumen über das Lächeln, drückte schnell seinen Kopf in ihre Richtung und legte seine Lippen auf ihre. Zeitgleich öffneten sie den Mund und ließen die Zunge des jeweils anderen leicht eintauchen.

Wild und Leidenschaftlich küssten sie einander, wollten sich beide in dem anderen verlieren und alles um sie herum vergessen.
So viel Leid, so viel Traurigkeit, so viele Gedanken und Überlegungen.
Das alles war zu viel für einen Tag, zu viel für eine Seele, um es zu verkraften.

Sie zog ihn näher zu sich, legte ihre Arme näher um seinen Hals, wollte keinen Abstand mehr zwischen sich wissen. Seine starken Arme legten sich um ihren Rücken, er strich über ihren Körper, runter zu ihrem Po, zu den Oberschenkeln und wieder hoch bis zu ihrem Nacken, durch ihre Haare.
Sie nahmen wenig Sauerstoff auf und bald schwirrten ihnen die Köpfe, was sie nicht dazu brachte aufzuhören.
Als sie sich nach einer weiteren Weile lösten und sich gegenseitig in die Augen stierten und in die Tiefen des anderen abtauchten, lächelte Severus.

„Du bist wie pures Gold", meinte er leise, „ich habe in meinem Leben meistens nur Schwarz gesehen, höchstens Silber... aber du... du bist wie ein Diamant im Feuerschein der sein rot-goldenes Licht im Raum verteilt und alles in gleißende Helligkeit taucht... du bist ein Diamant aus Feuer..."
„Ich verspreche dir, dass ich dich nicht verbrenne", flüsterte sie und sah ihn an.
„Man kann die Dunkelheit nicht verbrennen", sagte er sonor und lächelte, „nur erhellen."

Sie musterte ihn und lächelte dann, drückte sich wieder an ihn und küsste ihn, voller Schwermut, sie wusste selbst nicht, woher dieses Gefühl kam. Sie wusste, dass die Dunkelheit stets das Licht umgeben musste, damit beides existieren konnte. Sie brauchten einander, wie der Tag die Nacht brauchte.
Sie brauchten einander.

Sie fühlte sich in diesem Moment so ängstlich, jetzt, da ihr wieder einmal bewiesen wurde, wie endlich ihr Leben war, wie schnell der Tod einen jeden holen konnte. Selbst die gütigsten und reinsten Seelen.
Er war dem Tod durch sie schon einmal entkommen, doch in ihr kam die Angst hoch, dass sie womöglich beim nächsten Mal der Grund für seinen Tod wäre.
Sie hatte keine Erklärung für diese plötzliche Angst und musste an Lazarus denken, „Angst ist nicht rational, deswegen ist sie so gefährlich.."

Severus spürte, dass etwas in ihr vorging und sah sie an. Sie hatte die Augen geschlossen, aber ihr Gesicht verriet Bände.
„Was bedrückt dich so sehr?", wollte er sanft wissen.
Sie öffnete die Augen und sah schnell zwischen seinen Augen hin und her. Er schien besorgt zu sein, aber ohne Angst.
„Irrationalität", sagte sie mit einem Schnauben.
„Ihr Gryffindors macht euch zu viele Gedanken", sagte er und strich über ihren Arm.
„Sagte der Meister des Zynismus und der dunklen Gedanken", sagte sie und musste über diese Doppelmoral leicht Schmunzeln.
„Oh Meister des Zynismus und der dunklen Gedanken.... Das macht sich nicht schlecht hinter Meister der Zaubertränke, bester Professor von Hogwarts und Umgebung", scherzte er.
„Auch noch ‚und Umgebung'...", sie hob eine Augenbraue.
„Weit und breit im ganzen Land", raunte er ihr zu.
„Meister des Größenwahn?", fragte sie und krallte sich in seine Haare.
„Vielleicht eher Kerkermeister der Bestrafung für ungezogene Gryffindors...", sagte er und legte seine Lippen an ihren Hals.
„Warum willst du mich denn bestrafen?", fragte sie unschuldig und drückte sich ihm entgegen.
„Du hast es verdient", nuschelte er an ihrem Hals.

Sie hob wieder eine Augenbraue, strich leicht über seinen Rücken, auf und ab. Dann kratzte sie plötzliche über ihn, was Severus aufknurren und hochschrecken ließ.
Er sah sie dunkel an, näherte sich wieder ihrem Gesicht, welches sie aber zurückzog und sich aus seiner Umarmung befreite, sie grinste, als sie seinen Blick sah und wollte gerade vom Bett springen, als er sie an einem Bein noch erwischte und sie kräftig zu sich zog.
Sie schrie vor Lachen auf, fiel auf das Bett und lag unter ihm, er lehnte sich über sie, die Arme mal wieder rechts und links von ihr ins Bett gestemmt, seine Haare hingen an beiden Seiten seines Gesichts herunter. Seine Lippen zu einem süffisanten Grinsen verzogen.

„Du gehörst mir", sagte er gespielt herrisch und beugte sich wieder zu ihr runter, um ihr seine Lippen auf den Mund zu drücken. Sie grinste in den Kuss und legte ihre Hände an sein Gesicht, vergrub sie in seinen Haare.
Das Feuer trat in ihre Augen und mit einem tiefen Knurren, was ihn erstaunlicherweise sehr an Remus erinnerte, einem plötzlichen Schwung und einem leicht schmerzhaften Griff in seine Haare, hatte Hermine ihn auf den Rücken gepinnt und saß nun auf ihm.

Die Kristallstimmer füllte den Raum aus, als sie anfing zu sprechen, „ich würde sagen... du gehörst Mir!", dabei betonte sie das letzte Wort so sehr, dass Widerworte sofort ausgemerzt wurden.
Er sah sie etwas perplex an, musste aber leicht Schmunzeln.
„Voll und ganz", hauchte er ihr entgegen und versuchte sich aufzusetzen, was sie mit einem kräftigen Schubser auf seiner Brust unterband.
Sie beugte sich zu ihm herunter, legte ihre Lippen auf seinen Hals und küsste seine Narbe.
Dann setzte sie sich wieder auf, rutschte leicht auf seinem Unterkörper hin und her, was er sofort mit einem dunklen Stöhnen kommentierte. Sie grinste.

Sie beugte sich wieder runter und küsste die andere Seite seines Halses. Unendlich langsam und sanft. Ihr heißer Atem traf sein Schlüsselbein, er schloss die Augen.
Dann setzte sie sich wieder auf und rutschte wieder umher.
Sie strich sanft mit den Händen über seinen Oberkörper, langsam runter über seinen Bauch zum Hosenbund, bewegte sich wieder etwas. Er presste die Kiefer aufeinander und sah sie flehend an, er hoffte sie möge entweder aufhören oder es zu Ende bringen, dieses ewige Triezen und Reizen brachte ihn an den Rand der Beherrschung und der klaren Gedanken, dann schloss er wieder die Augen und atmete laut ein und aus.

„Sieh mich an", forderte sie kristallklar. Er öffnete seine Augen und sah ihr ins Gesicht. Ihre Augen glühten dann legte sie langsam ihre Hände an ihren Hals, schob sie zu ihren Haaren und steckte sie mit den Fingern zusammen, ließ sie dann wieder auf ihre Schultern fallen und strich sich wieder am Hals entlang.

Schlimmstenfalls wird alles GutWo Geschichten leben. Entdecke jetzt