Kapitel 201: Rosenmeer

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„Glaubst du, das werde ich dir verraten?", fragte er lachend.
„Also hast du etwas geplant.", sagte sie wissend.
„Ich muss dich doch belohnen, dafür, dass du es schon 10 Jahre mit mir aushältst...", er sah sie an und grinste, legte ihr eine Hand an die Wange und küsste sie.
„10 Jahre... unglaublich.", meinte Hermine.
„Es fühlt sich gar nicht so an, oder?", er musterte sie.
„Nein... gar nicht. Sind wir überhaupt älter geworden? Du siehst noch genauso aus wie vor 10 Jahren", meinte sie liebevoll, mit einem Glanz in den Augen.
„Ich habe doch gesagt, ich werde nicht grau", sagte er gespielt eingebildet und Hermine lachte mit einem Kopfschütteln, strich ihm durch die schwarzen Haare.

„Du kannst mich verführen wie du willst, ich werde dir nicht sagen, was ich geplant habe.", sagte er, sie zog eine Schnute.
Er zog sie schnell über die Lehne zu sich und küsste sie, sie lachte zwischen zwei Küssen und setzte sich auf ihn, während sie sich auszog.
Er grinste und ließ seinen Blick über ihren Körper gleiten, zog schmunzelnd eine Augenbraue nach oben.
„Kann es sein, dass du in den 10 Jahren noch schöner geworden bist?", fragte er dunkel und samtig.
Sie lachte wieder, dann beugte sie sich nach unten und küsste seinen Hals, den sie von seiner Kleidung befreite, ebenso wie seinen Oberkörper.
„Hör auf zu reden und zieh dich aus", sagte sie fordernd, ließ ihre Fingernägel über seine Haut gleiten. Er lachte, dann erfüllte er ihr ihren Wunsch, befreite seinen Körper mit einem Schnips von Kleidung und küsste sie leidenschaftlich.

Nach einem ausgiebigen Liebesakt sanken beide erschöpft aneinander und lächelten glückselig.
„Also", meinte Hermine atemlos, „was auf jeden Fall immer noch besser wird ist der Sex."
Severus strich ihr über die verschwitzte Haut und stimmte mit einem Knurren zu. Sie schliefen aufeinander ein und wachten erst spät am nächsten Tag wieder auf.
„Alles Gute zum 10. Hochzeitstag und zum Geburtstag", sagte Severus dunkel, als Hermine die Augen öffnete.
Er war schon länger wach und beobachtete sie, sie war wirklich noch schöner geworden, was eigentlich nicht möglich war.

Sie sah sich verschlafen um und nahm sofort den Blumenduft wahr, der im gesamten Schlafzimmer waberte.
Es war alles Grün und Rot, sie strich sich den Schlaf aus den Augen und erkannte, dass sie in einem Meer von roten Rosen lag.
Rosen über Rosen, auf dem Bett, auf ihr, auf dem Boden. Sie wandte den Blick mit einem Lachen zu Severus und stellte fest, dass er sich ebenfalls eine Rose hinter das Ohr geklemmt hatte, eine rote Rose in dem schwarzen Haar, ein glückliches Lächeln auf dem Gesicht.
„Du bist verrückt", sagte sie lachend, schlang ihre Arme um seinen Hals und küsste ihn.
„Verrückt nach dir", nuschelte er zwischen zwei Küssen. Als sie sich löste und ihn musterte streichelte er über ihren Rücken.
„Das war noch nicht alles", sagte er geheimnisvoll mit einer hochgezogenen Augenbraue, Hermine sah ihn interessiert an, die Neugier wuchs mit jedem Blick und er lachte dunkel auf.
„Ich würde gerne mit Ihnen unter die Dusche schlüpfen Professor Snape", sagte Hermine verrucht und bedeckte seine Brust mit gehauchten Küssen.
„Wir müssen erst los, wenn es dunkel wird", sagte er liebevoll, legte seine Arme um sie, stand mit ihr auf und ging mit ihr ins Bad, während sie sich küssten und auszogen.

Nach einer ausgiebigen Dusche schob Severus sie die ganze Zeit küssend wieder ins Schlafzimmer, durch die Tür ins Wohnzimmer. Er hatte ihnen beiden zwischenzeitlich wieder Kleidung angezaubert und löste sich leicht von Hermine, drehte sie sanft um.
Hermines Augen weiteten sich leicht, das Wohnzimmer war umdekoriert, viele weiße Kerzen schwebten in dem Raum, erhellten ihn und legten ein weiches Licht über ihn, auch hier waren viele Rosen-Sträuße verteilt.
An den Wänden hingen Bilder von Hermine und Severus, sie tanzten durch die Bilder und lachten oder küssten sich.
Er legte seine Arme um ihren Bauch und küsste ihre Schulter, die nicht vom Stoff bedeckt war. Sie sah an sich herunter und erkannte, dass sie ein enganliegendes dunkelgrünes Satinkleid trug, um ihren Hals war eine Kette aus hochwertigen Perlen gelegt, alle in schwarz gehalten. Sie stand barfuß auf den Fliesen, die eine angenehme Wärme abgaben. Sie lehnte sich gegen ihn, atmete laut aus und verhakte ihre Finger mit seinen.
„Es gibt gleich ein schönes Essen", sagte er dunkel und glücklich als er ihre Wange küsste.
Sie drehte sich in seinen Armen und musterte ihn, die Rose war zwar aus seinen Haaren verschwunden, fand sich aber in der Tasche seines Jacketts wieder.
Er trug einen schwarzen Anzug, darunter das dunkelgrüne Hemd, welches Hermine so an ihm liebte. Sie lächelte ihn glücklich an. Er nahm ihre Hand, küsste ihren Ehering, sie küsste den seinen.
Hermine strich ihm eine Strähne aus dem Gesicht, stellte sich auf Zehenspitzen und legte ihre Lippen auf seine, schmiegte ihr Gesicht an seines.

Pünktlich um 19 Uhr erschienen mehrere Hauselfen in ihrer Wohnung und deckten den großen Tisch in der Mitte des Raumes mit einem Haufen von Köstlichkeiten. Der Dampf und der Geruch erfüllten den Raum und regten in beiden den Appetit an.
Severus begleitete Hermine zu ihrem Platz, ließ sie sich hinsetzen und schob den Stuhl unter sie, er setzte sich ihr gegenüber und füllte ihre Gläser mit dem guten Wein, den Hermine vor all den Jahren für Severus 45. Geburtstag geholt hatte, daneben ein großes Glas Wasser.
Sie fingen an zu Essen und schwärmten beide gleichermaßen von dem unglaublichen Geschmack.
„Ich glaube... das war... das Beste, was ich jemals gegessen habe", sagte Hermine als sie sich gesättigt nach dem letzten Gang nach hinten in ihren Stuhl lehnte.
„Es war köstlich", stimmte Severus ihr zu, strich sich mit seiner Serviette über den Mund und lehnte sich anschließend auch nach hinten.
„Lazarus hat den Hauselfen einige Rezepte gegeben", sagte er schmunzelnd, Hermine schüttelte ungläubig den Kopf.
Sie gähnte leicht und hielt sich die Hand vor den Mund.
Er legte den Kopf schief, „mach nicht jetzt schon schlapp. Wir müssen gleich noch los", sagte er lachend.
„Ich bin fit, sobald wir die Tür verlassen", meinte sie freundlich. Sie seufzte, stand langsam auf, ging zu Severus und setzte sich auf seinen Schoß, umarmte ihn und schloss die Augen an seinem Hals.
„Danke", sagte sie leise.
Er küsste ihren Hals und legte seine Arme um ihren Körper. Hermine umkreiste mit zwei Fingern die weiche Haut an seinem Nacken und spielte mit seinen Haaren.
Eine Weile saßen sie so aneinander gekuschelt auf dem Stuhl, bis Severus auf eine Uhr sah und sagte, „es geht gleich los."

Sie stand aufgeregt auf, strich an seiner Wange entlang und küsste ihn kurz, er stand ebenfalls auf, wechselte die Kleidung von beiden, löschte die Kerzen in dem Raum, nahm ihre Hand und ging mit ihr aus den Kerkern und dem Schloss.
Sie liefen durch die angenehm warme Abendluft des ausklingenden Septembertages, gelangen zur Appariergrenze von Hogwarts, Severus lächelte noch einmal an und apparierte dann mit ihr ins für sie Unbekannte.

Als sie zum Stehen kamen sah Hermine sich um, sie waren auf einem großen Hügel, eher schon ein Berg, sie standen auf einer geraden Ebene und blickten in ein Tal, welches von vielen Tannen geschmückt war, die letzten Sonnenstrahlen zogen sich aus der Ebene unter ihnen zurück und hinterließen Nebelschwaden zwischen den Nadelbäumen. Es sah aus wie ein mystischer Märchenwald.
„Was machen wir hier?", fragte Hermine interessiert.
„Wir sehen uns die Natur bei Nacht an", sagte er schulterzuckend.
Hermine zog die Augenbrauen zusammen und lacht leicht.
Als die Sonne hinter dem Horizont verschwand empfing ein kalter Windhauch die Besucher und Hermine fröstelte leicht, kuschelte sich an Severus und wartete auf das, was kommen würde.
Severus schmunzelte und rieb ihren Arm um sie aufzuwärmen.

Nach einer Weile in der Hermine gebannt auf den Wald unter ihnen gestarrt hatte sah sie zu Severus.
„Man sieht doch gar nichts, es ist viel zu dunkel", sagte sie verwirrt.

Schlimmstenfalls wird alles GutWo Geschichten leben. Entdecke jetzt