Mittags wurde Severus durch ein lautes Klopfen an seiner Tür geweckt. Er knurrte und ging verschlafen zur Tür, öffnete diese. Hermine stand vor ihr, sie sah ihn an und musste lächeln, er sah fast schon süß aus, wenn er verschlafen war.
„Ich wollte dich nicht wecken... darf ich reinkommen?", fragte sie sanft.
Er ging zurück zu seinem Sofa und gähnte, als er sich wieder darauf legte.
„Warum gehst du nicht ins Bett?", fragte Hermine ihn, als sie sich auf den Sessel neben der Couch setzte.
„Ich schlafe auch gerne auf der Couch.", meinte er müde. Sie sah ihn an und schüttelte den Kopf.
„Ich wollte mich bei dir entschuldigen", sagte sie und faltete die Hände im Schoß.
„Warum?", murmelte er, als er sich wieder in seinem Umhang verbarg.
„Weil ich nicht das Recht hatte, dich über deine Schüler zu belehren oder deine Maßnahmen in Frage zu stellen.", sagte sie ernst.
Sie hatte die restliche Nacht darüber nachgedacht und an seiner Stelle wäre sie wohl ziemlich sauer gewesen, wenn sich jemand in die Art und Weise eingemischt hätte, wie sie mit ihren Schülern umgehen würde.
Sie hatte ihn damals auch überstanden und das würde Miss Nell ebenfalls, sie war nicht ohne Grund in Gryffindor gelandet.
Er sah sie verschlafen an, strich dann kurz über seine Augen und sein Blick wurde etwas klarer, er setzte sich etwas auf, „nein, das hattest du nicht. Du hast es aber trotzdem... ich habe über deine Worte nachgedacht. Ich gebe eine ehemaligen Gryffindor nur ungern Recht, aber deine Kritik war in diesem Fall berechtigt.. naja, sagen wir... sie war nicht ganz unbegründet.", meinte er und Hermine glaubte ihren Ohren nicht zu trauen.
Sie legte eine Hand an seine Stirn und fühlte seine Temperatur, „hast du Fieber?", fragte sie lachend. Er sah sie böse an, nahm ihre Hand und zog sie vom Sessel zu sich auf die Couch. Hermine lachte und lehnte sich an ihn, legte ihren Kopf an seine Schulter.
„Möchtest du wissen, wie es mit dem Pferd geklappt hat?", fragte Hermine, als sie über seinen Handrücken streichelte.
„Ja gerne.", sagte er freundlich.
„Wir haben herausgefunden, dass er uns versteht. Er wird uns helfen. Wir haben einen kleinen Zeitsprung geübt und es hat ohne Probleme geklappt. Du brauchst dir keine Sorgen machen.", meinte sie und lächelte ihn an.
Er sagte nichts, drückte sie nur, was Hermine dazu brachte, dass sie leicht aufstöhnte, sie hatte nicht gemerkt, dass ihr ihr Körper weh tat. Sie erinnerte sich an die Szene, als Lazarus sie mit einem Fluch von den Beinen geholt hatte.
„Was ist los?", fragte er.
„Mein Rücken tut weh", sagte sie und versuchte den Schmerz weg zu atmen.
„Warum?", fragte Severus skeptisch, er sah sie besorgt an.
Hermine antwortete nicht, Severus wurde etwas nervös. Er stand auf und zog sie mit sich, ging mit ihr ins Schlafzimmer.
„Zeig mir deinen Rücken.", forderte er sie auf. Hermine drehte sich weg, sie wollte nicht, dass er sauer war.
„Hermine. Bitte.", meinte er mehr flehend als sauer.
Sie seufzte und zog ihre kuschelige Strickjacke aus, ihr T-Shirt ebenfalls. Den BH ließ sie an, sie sah über eine Schulter zu ihm. Jetzt sah er wütend aus, er ging einen Schritt zu ihr, strich sanft über die großen blauen Flecken an ihrem Rücken.
„Warum hast du das nicht eher gesagt?", wollte er wissen.
„Ich habe nicht mehr dran gedacht.", gab sie ehrlich zu.
Er schüttelte den Kopf, legte ihr eine leichte Decke um die Schultern und schob sie ins Badezimmer, „du gehst jetzt Duschen, die Wärme entspannt deine Muskeln und dann creme ich deinen Rücken ein.", meinte er fürsorglich.
Hermine lächelte und sah kurz zu ihm auf, sein Blick war immer noch besorgt.
Sie ging langsam ins Bad und Severus schnell in sein Labor, um nach der Salbe zu suchen, die er vor einigen Wochen selbst benutzt hat.
Hermine drehte den Rücken zum Spiegel und sah über die Schulter hinein, sie erschrak leicht als sie feststellte, wie blau sie war. In der ganzen Aufregung und der Kraft hatte sie nicht gemerkt, wie stark der Aufprall durch Lazarus war.
Sie stellte die Dusche an und zog die restlichen Klamotten aus. Als sie sich in die Dusche stellte, merkte sie wie verspannt sie eigentlich war.
Sie lehnte die Stirn an die Fliesen und ließ das heiße Wasser ihren Rücken herunterlaufen. Sie drehte sich um und benetzt ihren Kopf und ihre Haare, strich sich über das Gesicht. Es klopfte an der Badezimmertür und kurz danach kam Severus ins Bad.
Er legte ein großes und ein kleines Handtuch auf den Toilettendeckel und wollte gerade wieder aus dem Bad gehen, als Hermine in der Tür der Dusche stand und ihn merkwürdig ansah.
Severus ging einen Schritt auf sie zu und sah sie fragend an.
„Ist alles in Ordnung?", fragte er leise.
Hermine schüttelte den Kopf, er ging noch einen Schritt auf sie zu. Sie legte ihre Hände an seine Schultern, das Wasser tropfte von ihren Armen und verwandelte den Boden in einen kleinen See.
Er sah perplex nach unten, dann wieder in ihr Gesicht, er verstand gar nichts mehr.
Plötzlich zog Hermine ihn mit einer ungeheuren Kraft zu sich in die Dusche und Severus konnte sich gerade noch mit den Händen an der Wand abstützen, sonst wäre er unsanft gegen Hermine gestolpert.
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Schlimmstenfalls wird alles Gut
Fanfiction7 Jahre nach Ende des Krieges- Hermine, Ron und Harry arbeiten im Ministerium. Ron und Harry sind gefragte Auroren, Hermine hat ein Studium in Zaubertränke und Arithmantik abgeschlossen. Ihr Leben verläuft ruhig bis zu dem Tag, an dem sie vom Minis...
