Kapitel 120: Von Plänen und Wahrheiten

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„Lazarus hatte die Idee, dass die Blutegel durch eine andere Blutquelle ersetzt werden könnten.", sagte er und überließ ihm das Wort.
„Ja.. richtig. Die Phönixtränen heben die Wirkung der Blutegel auf. Das heißt, wir brauchen etwas anderes... Remus, dein Blut ist heiß und in ständiger Veränderung. Du brauchst das Gegenstück dazu. Etwas Kaltes und Unveränderliches.", sagte Lazarus.
„Das heißt...", sagte Remus und sah zwischen den Anwesenden umher.
„Das heißt, dass ich mein Blut geben werde.", sagte Lazarus.
„Aber wenn du das Vampirgift in einen Werwolf bringst, wird es ihn umbringen.", sagte Severus aufgebracht.
„Nicht, wenn wir die Phönixtränen ebenfalls dazu bringen. Die Tränen neutralisieren das Gift, aber das kalte Blut bleibt.", sagte Lazarus.

Severus dachte nach, es war riskant, wenn das Vampirblut in einer höheren Menge in dem Trank war, als die Tränen, könnte es Remus umbringen.
„Severus... ist es möglich?", fragte Dumbledore und sah ihn an.
„Es ist gefährlich... es ist muss präzise abgewogen, angepasst und gebraut werden.", sagte er.
„Wenn es jemand schafft, dann du.", meinte Albus und sah ihn freundlich an.
Hermine freute sich, falls es wirklich klappen würde, wäre Remus sehr geholfen.

„Danke Severus. Und ich danke dir, Lazarus.", sagte Remus, er war leicht gerührt. Severus nickte, „wir sollten uns gleich an den Trank machen", sagte er an Lazarus gewandt.
„In Ordnung.", meinte Lazarus.
Sie verließen das Büro des Schulleiters und trennten sich am Wasserspeier, Lazarus und Severus gingen in den Kerker. Hermine und Remus liefen gedankenversunken durch die Gänge.

„Wann kommen Tonks und Teddy wieder?", fragte Hermine, als sie fast an seinem Klassenraum angekommen waren.
„Wenn Albus ihnen Bescheid gibt", meinte er leicht lächelnd.
„Mh", kam es zustimmend von Hermine.

Als sie um eine Ecke bogen, sahen sie die Zwillinge an seinem Raum stehen, sie unterhielten sich angeregt und scherzten.
Remus seufzte auf, „sie waren schon vorgestern bei mir... sie lassen einfach nicht locker.", sagte er leise zu Hermine.
Hermine zog die Augenbrauen zusammen, „was wollen sie denn?", fragte sie ebenso leise.
„Die Wahrheit", meinte Remus und sah sie entschuldigend an.

„Na na! Wer flüstert, der lügt", sagte George und stupste Fred an, als er Hermine und Remus auf sie zukommen sah.
„Wie kann ich euch helfen?", fragte Remus und setzte seinen Lehrerblick auf.
„Wir wollen mit euch reden. Du weißt irgendwas Remus und Hermine hat irgendetwas gemacht. Wir wollen jetzt endlich wissen, was los ist.", sagte Fred und verschränkte die Arme vor der Brust.
Remus und Hermine sahen sich an, sie seufzten beide auf.

Remus öffnete die Tür zu seinen Privaträumen und ließ die drei eintreten.
Hermine sah sich um, sie kannte bisher nur seinen Klassenraum und sein Büro. Seine Räume waren sehr gemütlich eingerichtet, alte Ohrensessel standen am Kamin, die Farben waren in grün und braun gehalten, hier und da blitzte ein dunkelrot als Teppich auf oder ein Hufflepuff-gelb als Vorhang. Viele Pflanzen zierten die Wohnung.
Der Schreibtisch in einer Ecke des Zimmers am Fenster war überhäuft mit Papieren und Pergamentrollen. Ab und zu sah sie das Siegel des Orden des Phönix.

Neben dem Schreibtisch an der Wand war ein großes Bücherregal mit allen möglichen Werken. Über magische Kreaturen, zu besonderen Pflanzen aus der Zaubererwelt, Bücher über Verwandlung, Bücher über die Geheimnisse von Metamorphmagi und Animagi. Sie konnte ein Buch mit dem Wappen von Hogwarts ausmachen, vielleicht die Geschichte der Hausgründer, überlegte sie.

Hermine wurde aus ihren Gedanken gerissen, als die Zwillinge sich vor ihr und Remus positionierten und sich laut räusperten.
„Also, was geht hier vor?", fragte Fred.
Remus schürzte die Lippen, sah zu Hermine, diese sah traurig zu Fred.
„Du bist in die Vergangenheit gereist und hast jemanden gerettet, oder? Der Tag, an dem wir auf dich aufpassen sollten... du warst so müde und kraftlos.", meinte George und sah zu seinem Bruder.

Hermine nickte.
„Wie aufregend! Wen hast du vor dem Tod bewahrt?", wollte George wissen.

Schlimmstenfalls wird alles GutWo Geschichten leben. Entdecke jetzt