Veröffentlicht am 18.03.2019
FREDERIK:
Seit 9 Monaten bin ich mit Charlotte zusammen. Ich wusste gar nicht, wie schön es sein kann, von einer Frau geliebt zu werden. Charlotte zeigt mir das jeden Tag. Sie ist da, wenn es mir gut geht. Sie ist da, wenn es mir schlecht geht. Eine Umarmung von ihr ist mehr wert als alles Geld der Wert. Sie hält mich, sie hört mir zu-sie ist der Deckel für meinen Topf. Ich liebe sie so sehr.
Beruflich geht es für mich gersde bergauf. Ich operiere immer schwieriger Fälle und das was Charlotte schon längst erreicht hat, dass Patienten wegen ihr in die Klinik kommen, ist jetzt auch bei mir so.
Ich habe es ihr nie übel genommen, dass sie beruflich angesehener war wie ich. Im Gegenteil: ich freute mich für sie.
Inzwischen kommen Patienten auch wegen mir in die Klinik. Ich gebe zu, es ist schon ein angenehmes Gefühl angesehen zu sein. Aber an sich bringt es nur mehr Arbeit, weniger Freizeit und mehr Geld gibt es dadurch auch nicht.
Charlotte steht mir auch da bei. Ich bin ihr so dankbar für ihr Vertrauen und ihrer Hilfe. Denn auch beruflich funktionieren wir als Team sehr gut.
Und jetzt halte ich diesen Brief in der Hand.
Es ist schon über ein Jahr her wo ich mich da beworben habe. Da hatte ich zwar schon ein Auge auf Charlotte geworfen, aber sie war mir noch so weit entfernt. Ich sah da auch fast nur das Berufliche. Und ich wollte da was Neues wagen, mich selber fordern und habe mich da beworben.
Ich bekam keine Rückmeldung. Für mich bedeutete es, dass jemand anderes genommen wurde. Das war für mich auch ok, denn ich hatte eine feste Stelle und nichts zu verlieren.
Und jetzt ist da der Brief. Ich hatte gar nicht auf den Absender geschaut sondern ihn wie jeden anderen geöffnet. Ich war alleine; Charlotte bei der Arbeit. Und dann las ich ihn.
Die Zusage für eine 3-monatige Stelle im Massachusetts General Hospital in Boston. Der besten Klinik in der USA. Die Klinik hat einen sehr guten Ruf. Ärzte kennen sie und viele wollen dort mal hin. Unterkunft wird von der Klinik gestellt. Hin- und Rückflug ebenso. Ein Entgelt gibt es auch.
An sich perfekt und ich müsste vor Freude schon meine Koffer packen.
Aber ich tue es nicht. Ich weiß nicht, wie Charlotte reagiert. Ich möchte sie nicht verlieren.
3 Monate ohne sie, wie soll das gehen?
Dank ihr weiß ich, was wahre Liebe ist.
Wie wird sie das finden?
CHARLOTTE:
Endlich 18 Uhr und Dienstschluss und das mal pünktlich. Ich freue mich auf Frederik. Heute fahre ich zu ihm. Er hatte frei.
Ich komme bei ihm an. Ich habe inzwischen einen eigenen Schlüssel zum Haus von ihm und seinen Eltern. Für mich ist das ein großer Vertrauensbeweis. Auch von meiner Wohnung hat er einen Schlüssel.
Ich gehe zu ihm hoch und begrüße ihn in der Küche. Er ist am Kochen. Wir umarmen uns, ein kleiner Kuss fällt und dann ist das Essen ist schon fertig.
Gemüselasagne - ich finde es sehr lecker, aber mir fällt auf, dass Frederik kaum was ist.
Ich:"Schmeckt es dir nicht?"
Frederik:"Schon, aber ich habe kein Appetitt."
Ich:" Du wirst doch wohl nicht etwa krank?"
Frederik grinst:"Ich doch nicht. Ich habe doch die beste Ärztin bei mir. Da kann ich gar nicht krank werden."
Ich lache und er auch. Wir küssen uns und ich esse auf; er nicht.
Danach gehen wir auf das Sofa und machen es uns da gemütlich.
Frederik:"Was wollen wir schauen? TV oder lieber eine Dvd? Wir hätten Horror und Horror im Angebot?" Er grinst. Frederik mag sowas schauen. Ich eher nicht.
Ich:"Haben wir nicht auch noch Titanic oder irgendwas Lustiges? Oder wie schauen Eiskönigin. Deine Nichte guckt das schließlich auch sehr gerne." Ich grinse ihn an.
Frederik kommt zu mir aufs Sofa. "Eiskönigin? Das kannst du dir gerne stundenlang mit der Kleinen anschauen, aber nicht mit mir. Und bitte nur gucken wenn ich Dienst habe." Er lächelt die ganze Zeit dabei. "Titanic kenne ich auswendig und alles andere ist bei Silas." (Silas ist Frederiks Bruder.)
Ich:"Sicher, alles andere ist bei Silas. Ich glaube, ich schaue selbst nochmal nach."
Ich möchte aufstehen doch Frederik packt mich lievevoll ubd zieht mich aufs Sofa, legt sich auf mich und küsst mich. Ich genieße es. Wir kommen uns näher, doch ich spüre, das was nicht stimmt.
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Das verlorene Kind
FanficDr. Charlotte Engel ist 32 Jahre, Ärztin und arbeitet in der Klinik am Südring. Sie ist eine gute, beliebte Ärztin. Von ihren Kollegen wird sie sehr geschätzt, u.a. für ihre einfühlsame Art, wie auch ihrer Hilfsbereitschaft. Sie versucht jeden Fall...
