Veröffentlicht am 06.12.2020
FREDERIK
Es ist Dezember.
Tabea und ich verlassen gemeinsam die Klinik. Bei meinem Auto bleiben wir stehen.
Ich:"Morgen kommt Emma."
Tabea:"Ich weiß und weil unser Kühlschrank fast leer ist gehe ich noch einkaufen."
Ich:"Ok. Dann beziehe ich Emmas Bett neu."
Tabea:"Das klingt gut. Wir sehen uns zuhause." und geht zu ihrem Auto.
Obwohl wir gleichen Dienst hatten fährt jeder für sich, denn nur selten haben wir beide pünktlich frei.
Ich mache mich auf den Heimweg. Ich sehe noch, wie Tabea mir folgt. Dann biegt sie ab um einkaufen zu können. Ich fahre weiter.
Kurz vor dem zuhause gibt einen lauten Knall. Einen Moment wird es still um mich. Dann höre ich Stimmen und merke, wie etwas an mir runter läuft. Jede Bewegung schmerzt. Trotzdem fasse ich dort hin und schaue es mir an. Ich sehe, dass es Blut ist. Ich kann die Stimmen nicht zuordnen. Mir wird kalt. Und dann ist alles weg.
TABEA
Das Einkaufen klappt gut. Ich bekomme alles was ich möchte. Ich freue mich darauf, dass Emma am Wochenende kommt. Einen Monat war sie nicht da. Sie hat an einem Projekt mitgearbeitet, welches auch übers Wochenende ging.
Nach 20 Minuten habe ich das Einkaufen beendet und fahre nach Hause. Ich komme gut durch bis zu dem Moment, wo ich einen Rettungwagen und Notarzt sehe. Die Fahrzeuge fahren langsam daran vorbei. Das mach ich auch.
Ich will garnicht dahin schauen, doch mein Reflex tut es, und was ich sehe, erschreckt mich. Ich sehe das Auto von Frederik.
Nachdem ich an der Unfallstelle vorbei gefahren bin halte ich am rechten Straßenrand an.
Schnell steige ich aus dem Auto aus und renne zur Fahrertür. Dort treffe ich auf Dr.Oliver Dreyer und auf die Sanitäter Omar, Nick und Tom.
Sie sind gerade dabei Frederik aus dem Auto zu ziehen.
Als ich ihn sehe erschrecke ich. Er hat viel Blut auf seiner Kleidung. An seinem Kopf ist eine abgedeckte Platzwunde. Am Unterarm hat er einen offenen Bruch, welcher stark blutet, so dass Tom den abdrückt.
DR.OLIVER DREYER
Ich werde zu einem Verkehrsunfall gerufen und stelle Vorort fest, dass mein Freund Frederik in einem Auto sitzt und schwer verletzt ist. Die Verletzungen sind kritisch.
Mithilfe der Sanitäter können wir ihn stabilisieren und aus dem Auto ziehen.
Als ich mich dann umschaue sehe ich Tabea.
Ich:"Tabea."
Sie sagt nichts. Sie steht erstarrt da.
Ich:"Trage hoch und ab in den RTW. Einer nimmt sich dann Tabea an."
Nick:"Das mach ich."
Mit schnellen Schritten bringen wir Frederik in den Rettungswagen, wo ich ihn weiter untersuche.
NICK BACHMANN
Frederik ist im Rettungswagen. Ich gehe raus und sehe, dass Tabea dort hin gekommen ist.
Tabea:"Was ist mit ihm? Wie geht es ihm?"
Ich:"Er wird untersucht."
Tabea:"Wie sieht es denn bis jetzt aus?"
Ich:"Ich kann dir noch nichts genaues sagen. Oliver wird gleich raus kommen und dir dazu was sagen."
Tabea schaut zum Auto.
Tabea:"Was ist da passiert?"
Ich:"Das klärt die Polizei gerade."
TABEA
Es wird geklärt. Er wird untersucht. Das sind Sätze, die ich nicht gerne höre, weil sie nur Zeit schinden.
Ich gehe zu zwei Polizisten, welche einen Zeugen befragen.
Zeuge:"Er hätte anhalten müssen und hat es nicht. Hier ist recht vor links."
Polizist:"Das stimmt. Das hat der Fahrer missachtet und so kam es zum Zusammenstoß."
Ich schaue zu Nick, welcher mir gefolgt ist.
Ich:"Ihm wurde die Vorfahrt genommen." und gehe wieder zum Rettungswagen.
Nick folgt mir.
Ich:"Du kannst ruhig zu Frederik gehen und helfen."
Nick:"Ich warte mit dir hier."
In dem Moment öffnet sich die Seitentür. Oliver kommt raus.
Oliver:"Nur kurz. Aktuell Unterarmfraktur, Pneumothorax, Verdacht auf Commotio. Patient intubiert und beatmet. Wir müssen los.", steigt wieder hinten ein. Ich gehe ein paar Schritte zur Seite. Dann fährt der Rettungswagen mit Blaulicht und Sirene ab.
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Das verlorene Kind
FanfictionDr. Charlotte Engel ist 32 Jahre, Ärztin und arbeitet in der Klinik am Südring. Sie ist eine gute, beliebte Ärztin. Von ihren Kollegen wird sie sehr geschätzt, u.a. für ihre einfühlsame Art, wie auch ihrer Hilfsbereitschaft. Sie versucht jeden Fall...
