Veröffentlicht am 01.03.2020
FREDERIK
Es ist Ende Mai.
Meine Eltern sind in Stuttgart bei meinem Bruder Michel, seiner Frau Lara und ihren Kindern, Fritz (8) und Anne (4).
Silas und seine Frau Inka sind ebenfalls in Stuttgart. Ihre Tochter Tessa (12) ist auf Klassenfahrt.
Catharina und Robert sind mit Lennox (17) und Lucy (21), Felix (23) und Carlotta (1) in Hamburg bei seinen Eltern. Aufgrund familiärer Angelegenheiten ist Lennox für eine Woche von der Schule beurlaubt, was ihn sehr gefällt.
Diese Woche habe ich Tagschicht. Das ist gut, weil ich Emma selbst zur Schule bringen und vom Hort abholen kann.
Es ist Montagmorgen.
Das Wochenende war nicht einfach. Emma wollte den ganzen Tag Aktion haben und ich am liebsten schlafen. Abends war ich so fertig, dass ich bei ihr ins Bett bringen mit eingeschlafen bin.
Ich gehe in den Aufenthaltsraum, wo Dr.Tabea Rohde am Tisch sitzt.
Ich:"Gutenmorgen" und gieße mir einen Kaffee ein und setze mich zu ihr.
Tabea:"Gutenmorgen."
Ich:"Was machst du Schönes?"
Tabea grinst:"Schönes? Mir steht gleich eine Darmspiegelung beim Kind an. Nicht gerade das, was ich gerne mache."
Ich:"Kann das kein anderer machen?"
Tabea:"Nein. Es hört leider zum Job mit dazu.", stockt, "und was steht bei dir auf dem Plan?"
Ich:"Notaufnahme."
Tabea:"Und du kannst jetzt hier sein?"
Ich nicke. "Pause muss sein."
Tabea lächelt.
Da geht mein Pieper.
Tabea:"Das war's für dich mit Pause."
Ich stehe auf und sage:"Der Nachteil der Notaufnahme." und gehe.
TABEA
Frederik sieht angeschlagen aus. Ist er krank? Dann wäre er doch nicht zur Arbeit gekommen. Oder etwa doch? Ich komme auch etwas krank zur Arbeit, weil ich denke, ich kann doch nicht wegen jedem Husten zuhause bleiben. Denkt er auch so? Wieso mache ich ihr mir überhaupt Gedanken um ihn? Er muss selbst wissen was er kann oder nicht.
FREDERIK
In der Notaufnahme ist viel los. Ich gehe von einem zum nächsten Patienten. Eine Pause kann ich nicht mehr machen.
Um 16:15 Uhr mache ich pünktlich Feierabend und ziehe mich um. Ich bin durchgeschwitzt und tausche auch mein Unterhemd.
Danach fahre ich Emma abholen. Ich höre laut die Musik aus dem Radio, weil eine Müdigkeit mich überkommt.
Um kurz vor 17 Uhr komme ich da an. Emma spielt draußen. Als sie mich sieht rennt sie auf mich zu. "Papa."
Ich nehme sie auf den Arm.
Emma:"Ich bin die Letzte."
Ich:"Das tut mir Leid. Schneller konnte ich nicht kommen."
Emma:"Ist schon ok. Ich habe geklettert und brauchte das Gerüst nicht teilen. Das ist toll. Ich hole meine Schultasche. Die steht schon bei der Tür."
Ich:"Ok", setze sie ab und lass sie ihre Schultasche holen.
Ihre Erzieherin steht inzwischen neben mir.
Ich:"Hallo."
Erzieherin:"Hallo Herr Seehauser-Engel. Einen anstrengenden Tag gehabt?"
Ich nicke.
Erzieherin:"Mit Emma war alles prima. Sie hat ihre Mathearbeit wieder bekommen. Eine 1."
Ich lächel.
Emma ist wieder bei mir angekommen.
Ich:"Ich habe gerade erfahren, dass du eine 1 in Mathe hast."
Emma:"Ja. Keiner außer mir hat das. Ich habe die beste Arbeit." und strahlt.
Ich lächel. "Ich freue mich." und schau zur Erzieherin. "Ich nehme sie dann mit."
Erzieherin nickt. "Bis morgen. Tschüß"
Emma und ich:"Tschüß."
Wir gehen zum Auto und fahren nach Hause.
Zuhause möchte Emma Monopoly spielen. Ich spiele es mit ihr, obwohl es mir schwer fällt mich zu konzentrieren.
Nach dem Spiel gibt es Abendbrot. Ich habe keinen Hunger, zwinge mich aber dazu, eine halbe Scheibe Brot zu essen. Würde ich das nicht machen würde Emma fragen warum und mit mir diskutieren, weshalb ich essen muss.
Nach dem Essen machen wir beide uns fertig fürs Bett. Ich lege mich mit ihr hin. Die Zeit bis sie eingeschlafen ist erscheint mir lange. Mit Mühe halte ich meine Augen auf. Ich möchte nicht vor ihr einschlafen.
Als sie um 19:30 Uhr schläft schließe ich meine Augen und schlafe schnell ein.
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Das verlorene Kind
FanfictionDr. Charlotte Engel ist 32 Jahre, Ärztin und arbeitet in der Klinik am Südring. Sie ist eine gute, beliebte Ärztin. Von ihren Kollegen wird sie sehr geschätzt, u.a. für ihre einfühlsame Art, wie auch ihrer Hilfsbereitschaft. Sie versucht jeden Fall...
