34. Was hat Emma?

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Veröffentlicht am 01.05.2019

CHARLOTTE:
Ich bin in der 13SSW. Es ist Ende April. 

Ich bin nach dem Ganzen noch eine Woche bei meinen Eltern geblieben und konnte die Zeit dort entspannt verbringen.

Mit Prof. Filou habe ich am nächsten Tag telefoniert und ihm die Schwangerschaft mitgeteilt. Ob er darüber erfreut ist oder nicht, dass konnte ich am Telefon nicht raushören.
Er bat mich darum einen Titter-Bluttest zu machen. Das musste ich bei Emma auch schon.
Dr. Schulze hat den gemacht und es sind alle Titter vorhanden. Somit darf ich weiter arbeiten gehen.

Catharina hat meinen Kollegen mitgeteilt warum ich fehle. Sie sagt, dass die Kollegen überrascht waren, sich aber auch freuen.

Und als ich eine Woche später wieder zur Arbeit kam, bekam ich Glückwünsche.
Und jetzt mache ich überwiegend Stationsdienst.

Frederik ist fest davon überzeugt jetzt nach Hause zu kommen. Nach all dem was passiert ist möchte er mehr für mich da sein und mich mehr entlasten. Ob das wirklich eine gute Idee ist weiß ich noch nicht. Aber ihn näher bei mir zu haben, mehr Zeit mit ihm zu haben, das wir wieder eine Familie sind, darauf freue ich mich sehr.

Helga und Kurt freuen sich sehr darüber, dass ihr Sohn endlich wieder nach Hause kommt.

Umbauarbeiten wurden gemacht. Die Toilette ist jetzt behindertengerecht. Das Waschbecken höhenverstellbar. Die Dusche bleibt das Problem, eine große Kante um hinein zu kommen.
An der Treppe ist jetzt ein Lift angebaut. Somit kann Frederik alleine die Geschosse wechseln. Für unsere Wohnung hat er einen weiteren Rollstuhl bekommen. So kann er sich auch dort frei bewegen.
Morgens und abends wird für je 1 Stunde der ambulante Dienst kommen. Tagsüber wird Frederik eine ambulante Reha machen.

Heute ist der große Tag und er wird mit dem Krankentransport nach Hause gebracht. Ich freue mich sehr auf ihn.

Es ist 12 Uhr. Ich habe mir einen Tag frei genommen. Ich sitze bei Helga und Kurt in der Küche und kann somit sehen, wie das Auto auf den Hof fährt. Ich stehe auf und gehe sofort nach draußen. Der Fahrer öffnet die Fahrertür.
Fahrer:"Hallo."
Ich:"Hallo."
Er öffnet die Tür hinten und schiebt Frederik raus und sagt zu ihm "Willkommen zu Hause."
Ich gehe zu Frederik, umarme ihn und gebe ihm einen Kuss. Ich lächel. Er strahlt übers ganze Gesicht.
Ich:"Willkommen zurück."
Frederik hat Tränen in den Augen.
Frederik:"Es ist so schön wieder hier zu sein."
Ich schaue ihm tief in die Augen und er zieht mich an sich ran und wir küssen uns nochmal.
Frederik:"Danke, dass du auf mich gewartet hast."

Helga und Kurt begrüßen ihn auch herzlich. Helga weint vor Freude.
Der Fahrer räumt Frederiks Sachen aus dem Auto und verabschiedet sich dann.

Ich schiebe Frederik ins Haus. Frederik schaut sich um.
Frederik:"Es hat sich was verändert."
Ich:"Ja. Es ist auch viel Zeit vergangen."

Frederik fährt mit dem Lift nach oben. Oben schaut er sich um. Er kann sich frei bewegen. Er steht im Wohnzimmer.
Frederik:"Es ist so schön wieder hier zu sein."
Ich setze mich auf seinen Schoß.
Ich:"Endlich sind wir wieder vereint."
Ich lehne mich an ihn. Wir genießen die Zeit zusammen.

Kurze Zeit später gehen wir zu Helga und Kurt und essen dort zu Mittag.

Zu 14:30 Uhr fahre ich mit Frederik zur Krippe um Emma abzuholen. Zum ersten Mal sieht er wo Emma betreut wird. Die Erzieherin begrüßt ihn herzlich und zeigt ihm alles.
Emma kommt lachend auf mich zugerannt. Sie schaut zu Frederik und dann wieder zu mir. Ich glaube, sie ist irritiert.
Gemeinsam fahren wir nach Hause und spielen dort.

Abends sitzen Frederik und ich zusammen auf dem Sofa. Ich liege in seinem Arm. Frederik legt eine Hand auf meinen Bauch. Ich lege meine Hand darüber.
Frederik:"Wann hast du eigentlich den nächsten Termin beim Gynäkologen?"
Ich:"Gar nicht."
Frederik:"Wie gar nicht?"
Ich:"Ich bin noch gar nicht da gewesen."
Frederik:"Dann wird es aber Zeit."
Ich:"Ja, aber es eilt nicht. Noch kommt das Baby ja nicht."
Frederik:"Ja, aber ich möchte es gerne sehen."
Ich:"Ich ja auch. Ich rufe da morgen an und mache einen Termin aus und wir gehen gemeinsam hin."
Frederik:"Sehr gute Idee."
Er drückt mich fest an sich und gibt mir Küsse an den Hals. Ich drehe mich zu ihm um und wir küssen uns. Es sind intensive Küsse. Ich genieße sie.

Das verlorene KindGeschichten, die süchtig machen. Entdecke jetzt