25. Was möchte Ich? Und geht das überhaupt?

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Veröffentlicht am 09.04.2019

CHARLOTTE:
Seit 5 Monaten bin ich jetzt Mama von meiner bezaubernden Tochter Emma. Sie ist mit mein ein und alles. Ich bin so dankbar dafür, dass ich sie habe.

Emma kam 4 Wochen zu früh. Ich bin froh, dass sie gesund ist.

Die ersten 5 Wochen mit ihr waren für mich schwer, weil ich mich nicht an sie erinnern konnte. Wenn ich heute daran denke tut es mir unendlich Leid für Emma, dass sie die ersten Wochen keine Mama hatte bzw. eine Mama, welche sie nicht haben wollte und ignorierte.

Zum Glück gab es dann den Moment wo sich das änderte.
Ich wollte weg, alles hinter mir lassen und als wenn Emma es spürte sorgte sie dafür, dass ich erst nochmal zu ihr ging. Eigentlich nur um sie schnell zu beruhigen um unauffällig gehen zu können. Geworden ist es ein Moment der Zweisamkeit, in der plötzlich meine Erinnerung zurück kam. Ein unglaublicher Moment, wofür ich sehr dankbar bin.
Emma hat es geschafft. Ich bin geblieben.

Ich habe keine Ahnung wie es geworden wäre ohne meine Familie, alleine in einer fremden Stadt.
Ich bin froh, dass es nicht so gekommen ist und das ich geblieben bin. Denn hier gehöre ich hin. Zu meiner Familie.

Frederik hat die ganze Zeit zu mir gehalten. Er hat nie den Glauben daran verloren, dass ich mich wieder erinnern werde. Egal wie schlecht ich gelaunt war, egal wie abweisend ich mit Emma umging, er war da und stand zu mir.
Ich bin ihm sehr dankbar dafür.

Frederiks Familie ist sehr hilfsbereit. Wenn ich daran denke, wie selbstverständlich insbesondere seine Eltern ihn in der Betreuung von Emma in den ersten Wochen unterstützt haben.

Seitdem ich wieder zu Hause bin hat sich das stark reduziert. Frederik und ich sind Mama und Papa und kümmern uns um Emma.
Seine Eltern akzeptieren das.
Sie konnten es nicht nachvollziehen, dass ich mich nicht an Emma erinnern kann. Umso glücklicher sind sie, dass ich Emma jetzt so gut annehme und Frederik, Emma und ich eine richtige Familie geworden sind.

Meine Nichte Tessa ist inzwischen 5 Jahre. Wie die Zeit vergeht. Wenn ich daran denke, wie sie noch 1.5 Jahre war.
Mein Neffe Fritz ist gerade 2 Jahre. Gefühlt ist er doch gerade erst geboren. Und in echt doch schon 2.

Wir haben gerade unseren ersten gemeinsamen Jahreswechsel hinter uns. Es schneit.
Tessa hat viele Tage bei Oma und Opa verbracht, weil Silas und Inka arbeiten mussten, aber der Kindergarten geschlossen hatte. Sie ist gerne bei Oma ubd Opa ubd natürlich kommt sie auch uns dann oft besuchen. Schließlich wohnen wir mit im selben Haus.
Michel, Lara und Fritz waren über die Feiertage zu Besuch.

Tessa ist mit 9 Monaten im August in die Krippe gekommen und drei Jahre später in den Kindergarten. Alles in einer Kita. Inka hat mit dem 1.Geburtstag von Tessa ihre Arbeit wieder aufgenommen.
Lara wollte eigentlich nach 1 Jahr wieder arbeiten gehen. Als Fritz dann da war wollte sie lieber noch länger zu Hause bleiben. Zudem sind die Kitaplätze in Stuttgart sehr rar und Fritz bekam auch keinen. Er ist mit 21 Monaten im Oktober zur Tagesmutter gekommen und geht da sehr gerne hin. Lara ist Lehrerin und hat nach den Herbstferien ihre Arbeit wieder aufgenommen.

Krippe, Kita, Tagesmutter? Oder doch eher eine Betreuung zu Hause per Au Pair oder Kinderfrau? Ein Thema welches auch bei Frederik und mir sehr präsent ist.
Ich habe zwar 11 Monate Elternzeit mit Elterngeld genommen, plane aber nach 6 Monaten meinen Wiedereinstieg. In der Schwangerschaft haben wir uns das so einfach vorgestellt. Wir stellen eine Kinderfrau ein und ich gehe an 3 Tagen für je 6 Stunden zur Arbeit. Je nach Schicht von Frederik brauchen wir dann die Kinderfrau oder eben nicht.
Inzwischen habe ich Zweifel, ob das die passende Art der Betreuung ist. Vielleicht doch besser Krippe? Denn wenn die Kinderfrau krank ist muss einer von uns zu Hause bleiben. In der Krippe ist das nicht der Fall. Da gibt es Vertretung. Ich wäre zeitlich flexibler. Eine Kinderfrau kann vielleicht nicht zu allen Zeiten. Bei der Krippe könnte ich Zeiten angeben und flexibel in den eingesetzt werden.
Ich weiß nicht, ob ich wirklich einer Person mein Baby geben kann, welche dann "Ersatzmutter" ist während ich arbeiten bin. Was macht sie mit meinem Baby? Passt sie wirklich gut darauf auf? Lässt Sie Emma vielleicht schreien? Was macht sie in unserer Wohnung? Durchwühlt sie unsere Schränke? Eine unheimliche Vorstellung.
Bei der Krippe habe ich das Gefühl nicht. Das wäre außerhalb. Aber geht Emma da nicht unter? 15 Kleine und Emma kann noch nicht mal krabbeln, geschweige denn reden? Haben die Erzieher genug Zeit für Sie oder ist sie da nur ein Kind von vielen?

Das verlorene KindGeschichten, die süchtig machen. Entdecke jetzt