64. Teil 2: Der Kampf um Emma

642 27 3
                                        

Veröffentlicht am 25.07.2019

CHARLOTTE
Ich komme bei Catharina an und lasse mich aufs Sofa fallen. Ich bin fassungslos darüber, wie Frederik mit mir umgeht. Ich kenne ihn so nicht. Er packt mich "hart" an. Er wirft mich aus dem Haus, wo wir 5 Jahre zusammen gewohnt haben. Ich rufe die Polizei und diese lässt Emma bei Frederik.
Ich bin sauer. Ich möchte Emma gerne bei mir haben.
Wenn ich mich in Emmas Lage versetze, dann verstehe ich die Polizisten. Sie möchten nur das Beste für sie. Das will ich auch. Natürlich hat sie bei Frederik ihr gewohntes zu Hause, ihr Zimmer und die Großeltern als Betreuungsperson.
Das kann ich ihr nicht bieten. Ich kann ihr bieten, dass ich da bin. Ich werde eine Wohnung für mich und Emma finden. Emma Zuliebe werde ich in Erfstadt bleiben, so dass sie in der Kita bleiben kann. Zudem bleibt sie im Ort und der Umgang zu Frederik kann regelmäßig stattfinden. Ich möchte ihm doch nicht Emma weg nehmen.

Es folgt das Wochenende. Ich bewahre Ruhe und melde mich nicht bei Frederik. Ich nehme mir die Zeit um mir Gedanken darüber zu machen, wie es weiter gehen soll.

FREDERIK
Ich kenne mich so nicht. Da werfe ich meine eigene Frau raus. Ich tue das nur für Emma.
Charlotte ruft die Polizei. So weit ist es bei uns schon gekommen. Unfassbar. Wieso können wir nicht miteinander reden? Wir wollen doch beide nur das Beste für Emma.

Es ist abends und ich bringe Emma ins Bett. Emma sitzt auf ihrem Bett.
Emma:"Wo ist Mama?"
Ich:"Mama ist bei Tante Catharina."
Emma:"Warum Mama nicht hier?"
Ich setze mich auf die Bettkante. "Mama möchte gerade bei Catharina wohnen."
Emma:"Warum?" Sie schaut mich fragend an.
Ich:"Weißt du Emma, Mama und ich haben uns gestritten und deshalb ist Mama jetzt bei Catharina."
Emma:"Warum Steit?"
Ich schaue zum Boden. "Weil ich was falsch gemacht habe."
Emma:"Was?"
Ich schaue Emma an. "Das muss ich mit Mama klären. Es hat nichts mit dir zu tun."
Emma:"Mama tuldidung sagen. Mama wieder komme."
Ich:"Ja, ich muss mich bei der Mama entschuldigen" und schaue wieder auf den Boden. "Wenn das nur so einfach wäre."
Emma:"Papa ann das."
Ich schaue zu ihr. "Ja, ich kann das."
Emma:"Wann Mama komme?"
Ich:"Das weiß ich nicht."
Emma:"Emma Mama missen."
Ich:"Ich vermisse Mama auch."
Emma lacht. "Wir Mama hole?"
Ich lächel:"Eine gute Idee. Aber nicht mehr heute. Jetzt wird geschlafen."
Wir umarmen uns und geben uns ein Küsschen. Danach verlasse ich den Raum. Emma schläft schnell ein.

Ich setze mich aufs Sofa. Emma vermisst ihre Mama. Ich vermisse Charlotte auch. Hätte ich doch nur nicht mit Carina geschlafen?

Das Wochenende verläuft soweit gut. Ich höre nichts von Charlotte. Ich melde mich auch nicht bei ihr.

Emma ist auch gut gelaunt und spielt viel mit Anne (1), Fritz (5) und Tessa (5).

Sonntagabend fliegt Michel mit seiner Familie zurück.

Montagmorgen bringe ich Emma zur Kita und gebe dort Bescheid, dass Charlotte und ich uns getrennt haben. Ich bitte darum, dass wenn Charlotte Emma abholen möchte, sie mich anrufen.

CHARLOTTE
Ich habe das Wochenende schlecht geschlafen. Zu viele Gedanken kreisen in mir. Wie soll es nur weiter gehen?

Ich habe Frühschicht und weiß, dass Frederik Spätschicht hat. Somit werden wir uns in der Klinik wahrscheinlich nicht sehen, was mir entgegen kommt.
Nachdem was passiert ist möchte ich ihn gerade auch nicht sehen.

Eine für mich ruhige Schicht endet und ich fahre zur Kita um Emma abzuholen. Ich möchte sie gerne sehen. Ich vermisse sie.

Um 16 Uhr bin ich bei der Kita.
Ich gehe gerade rein, da kommt mir Helga mit Emma entgegen.
Emma lacht und rennt zu mir. "Mama."
Ich nehme sie auf den Arm und wir drücken uns fest.
Emma:"Mama da."
Ich:"Ja, ich bin da. Ich wollte dich abholen."
Emma:"Oma auch." und zeigt auf Helga.
Ich:"Hallo Helga."
Helga schaut mich grimmig an. "Hallo. Was machst du hier?"
Ich:"Emma abholen."
Helga:"Das ist nicht mit Frederik abgesprochen."
Ich:"Stimmt, aber Emma ist auch meine Tochter und ich möchte gerne Zeit mit ihr verbringen."
Helga:"Besprech das mit Frederik. Jetzt kommt Emma bei mir mit." Sie breitet ihre Arme aus. "Emma komm, wir fahren nach Hause."
Emma schaut mich fragend an.
Ich:"Möchtest du noch kurz mit den Bausteinen spielen?"
Emma lächelt:"Ja."
Ich lasse sie runter und Emma geht dort hin.

Das verlorene KindGeschichten, die süchtig machen. Entdecke jetzt