17. Wer ist Nick?

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Veröffentlicht am 25.03.2019

CHARLOTTE:
Vor 2 Monaten haben Frederik und ich geheiratet.
Ich bin 34 Jahre und Frederik 36 Jahre.
Seit der Hochzeit wohne ich offiziell vei Frederik. Ich bin sehr herzlich dort aufgenommen worden. Seine Mutter kümmert sich fürsorglich um mich. Für sie bin ich ihr 4.Kind, ihre Tochter, welche sie leider nicht hat. Wenn ich sie nicht manchmal stoppen würde, dann würde sie auch noch Frederik und meine Wäsche waschen, unsere Wohnung putzen, uvm..
Helga:"Ihr seit doch so viel am Arbeiten und ich habe Zeit. Lass mich das doch machen. Dann habt ihr in eurer freien Zeit mehr Zeit für euch."
Ich:"Helga, das ist wirklich nett von dir gemeint, aber Frederik und ich machen unseren Haushalt selbst."

Frederik hat heute Frühschicht und ich Tagschicht. Als ich zur Arbeit komme steht er bereits im OP. Und als er frei hat stehe ich im OP. Somit sehen wir uns heute gar nicht in der Klinik, sondern erst abends zu Hause.

Es ist kurz vor 17 Uhr und ich stelle mich schon auf meinen Feierabend ein.
Ich bin in der Notaufnahme als ein junger Mann diese betritt.
Mann:"Entschuldigung. Ich suche Frederik Seehauser."
Mit einem halben Ohr höre ich da zu.
Schwester Gisela sitzt am Empfang. "Dr. Seehauser-Engel ist nicht mehr im Haus. Es sind noch viele andere Ärzte da, welche ihnen weiter helfen können."
Mann:"Wann kommt er denn wieder?"
Ich kann den Mann nur hören. Seine Stimme ist mir unbekannt. Was möchte er von Frederik? Ich gehe zu Schwester Gisela zum Empfang. Ich sehe den jungen Mann, welcher Frederik ähnlich sieht. Ich habe schon viele Fotos von Frederik gesehen, besonders auch als er jünger war. Warum sieht dieser Mann ihm so ähnlich?
Gisela:"Ich darf ihnen keine Auskunft dazu geben, wann Dr. Seehauser-Engel wieder im Haus ist."
Mann:"Aber es ist wichtig. Ich muss mit ihm sprechen."
Gisela:"Worum geht es denn? Ich kann ihm eine Nachricht hinterlassen mit ihrer Telefonnummer und wenn er Zeit hat ruft er sie an."
Mann:"Das wird er doch sowieso nicht machen."
Der Mann haut mit der Faust auf den Empfangstresen. Meine Kollegen, Schwestern und ich erschrecken uns und kommen Gisela zur Hilfe.
Dr. Georg Becker:"Was ist hier los?"
Gisela:"Der junge Mann möchte unbedingt zu Dr. Seehauser-Engel. Er ist aber schon außer Haus."
Georg:"Und deshalb randalieren sie hier?"
Der Mann schaut ihn böse an.
Georg:"Das hier ist ein Krankenhaus. Und wenn sie nicht verletzt sind bitte ich sie darum die Klinik jetzt zu verlassen. Andererseits muss ich die Polizei rufen."
Mann:"Ich komme wieder. So leicht lass ich mich nicht mehr abwimmeln."
Der Mann geht durch die Tür.
Georg:"Ist bei Ihnen alles in Ordnung Schwester Gisela?"
Gisela:"Ja."
Georg sieht mich und kommt auf mich zu.
Georg:"Kennst Du den Mann?"
Ich:"Nein. Noch nie gesehen."
Georg:"Du kannst Frederik ja davon erzählen. Vielleicht kennt er ihn ja. Ähnlich sahen sie sich schon finde ich."
Ich nicke.
Georg:"Und Schwester Gisela. Wenn der Mann wieder auftaucht und Randale macht rufen sie unverzüglich die Polizei."
Gisela:"Das mach ich."
Es ist 17 Uhr und ich habe Feierabend.

Auf der Autofahrt frage ich mich wer dieser Mann ist. Warum sieht er Frederik ähnlich? Was möchte er von Frederik?

Ich gehe durch die Haustür. Frederik ruft mir zu:"Ich bin unten." Er ist bei seinen Eltern. Ich gehe zu ihm und umarme ihn. Dann setze ich mich an den Tisch. Seine Mutter stellt gerade das Abendbrot auf den Tisch.
Frederik:"Und wie war deine Schicht?"
Ich:"Ganz ok. Nur am Ende war es komisch."
Frederik schaut mich an. "Komisch? Wie meinst du das?"
Ich:"Da war ein junger Mann und der wollte unbedingt zu dir. Gisela hat ihm erklärt, dass du bereits außer Haus bist, aber das wollte er nicht hören. Er wollte wissen, wann du wieder kommst, aber dazu dürfen wir ja keine Auskunft geben. Gisela bot ihm an, dass er eine Nachricht schreiben kann und du ihn dann zurück rufst. Da meinte er, dass du das sowieso nicht machen würdest. Und dann hat er mit der Faust auf den Empfangstresen geschlagen. Georg ist dann dahin gegangen und hat ihn gebeten zu gehen. Er sagte aber noch, dass er wieder kommen wird."
Frederik:"Das ist wirklich komisch. Hat er gesagt wie er heißt?"
Ich schüttel den Kopf.
Frederik:"Kanntest du ihn?"
Ich:"Nein. Ich habe ihn noch nie gesehen. Das wirklich komische am Ganzen ist aber, dass er dir total ähnlich sah."
Frederik schaut irritiert. "Er sieht mir ähnlich?"
Ich:"Ja. So wie als du so 20 warst ungefähr."
Frederik:"Komisch. Ich kenne keinen Mann der so aussieht wie ich."
Ich:"Freddy wirklich. Das war unheimlich."
Frederik:"Vielleicht kommt er ja morgen wieder wenn ich da bin und dann sehe ich ihn ja. Das wird sich bestimmt aufklären."
Ich hoffe es. Ich kann mir nicht erklären, wer dieser Mann sein soll.

Das verlorene KindGeschichten, die süchtig machen. Entdecke jetzt