Veröffentlicht am 14.02.2020
FREDERIK
Am nächsten morgen treffe ich im Aufenthaltsraum an der Küchenzeile auf Tabea.
Ich:"Gutenmorgen."
Tabea:"Gutenmorgen. Kaffee?"
Ich:"Gerne."
Sie gießt mir Kaffee in eine Tasse ein, schiebt Zucker und Milch zu mir, welches ich darein mache.
Ich:"Bist du gestern noch gut nach Hause gekommen? Musstest du lange auf den Zug warten?"
Tabea:"Nee, der kam zwei Minuten nachdem ich beim Bahnhof war. Zuhause habe ich mich nochmal schlafen gelegt" und nippt am Kaffee.
Ich:"Schlafen, ein Wunsch bei mir. Ich habe gespielt und selbst als Eiskönigin lief sorgte Emma dafür, dass ich nicht schlafe. Ich könnte was verpassen. Wer's glaubt. Ich kenne den Film auswendig."
Tabea:"Hast du Kinder brauchst du keinen Schlaf mehr. Ist im Nachtdienst auf der Kinderstation nicht anders."
Ich:"Nur mit dem Unterschied, dass du irgendwann gehen kannst. Das geht zuhause nicht."
Tabea lächelt. "Stimmt. Aber es wird geraten zu schlafen wenn das Kind schläft."
Ich:"Hab ich gemacht. Nur wenn ich um 19 Uhr ins Bett gehe bin ich um 4 oder 5 wach und was macht man dann?"
Tabea zuckt mit den Schultern.
Ich:"Heute habe ich Wäsche angestellt und die Küche geputzt."
Tabea:"Das klingt gut. Kannst du gerne auch bei mir machen. Ich komm da bei meinen Diensten gar nicht mehr zu."
Ich:"Ist Constanze immer noch nicht wieder da?"
Sie schüttelt den Kopf. "Irgendwann wird sie wieder kommen und ich wochenlang Überstundenfrei habeb." und grinst.
Ich grinse. "Wochenlang. Ich glaub nicht, dass Filou dem zustimmt."
Tabea:"Mal sehen." und schaut zur Uhr. "Ich muss los. Der OP ruft."
Ich:"Stell die Tasse einfach ab. Ich räume sie gleich mit in die Spülmaschine ein."
Tabea:"Ok. Danke." und geht.
- Constanze=Dr.Constanze Herzinger -
Ich trinke meinen Kaffee aus und stelle die Tassen in die Spülmaschine.
Da kommt die PJlerin Anna Moschkowitz.
Anna:"Gutenmorgen. Entschuldige meine Verspätung. Ich habe den Bus verpasst."
Ich:"Kein Problem. Du arbeitest die Zeit einfach länger."
Anna:"Warst du Samstag noch lange bei der Feier?"
Ich:"Bis zum Ende um 3 Uhr."
Anna:"Ich fand es sehr schön."
Ich:"Ich auch. Bin echt froh hingegangen zu sein."
Anna:"Wolltest du nicht hin?"
Ich:"Erst nicht. Ist mit Kind nicht so einfach."
Anna:"Wenn du da mal Hilfe brauchst. Ich passe gerne auf Kinder auf."
Ich:"Vielleicht komm ich mal drauf zurück.", stocke, "Wie weit bist du mit deinem Bericht für die Uni zum Thema Menisgusriss?"
Anna:"Ich bin dran."
Ich:"Dran? In drei Tagen ist Abgabe."
Anna:"Ich weiß."
Ich schaue sie ernst an. "Wie weit bist du?"
Anna:"Also die Begründung dazu steht."
Ich:"Fehlt noch Hauptteil und Fazit."
Anna nickt.
Ich:"Woran haperts?"
Anna:"Ich versteh es nicht."
Ich:"Was genau?"
Anna:"Alles. Ich kenn das nur aus Büchern und nur daraus zu schreiben ist nicht die Aufgabe."
Ich:"Nee. Da soll auch Praxis mit rein.",stocke, " Du hast Recht. Bei einer Menisgusrriss-OP warst du noch nicht dabei. Aber du hättest mich gerne drauf ansprechen können und nur weil ich es gerade nicht operiert habe, Kollegen haben das. Und du kannst auch gerne dort bei OPs mit dabei sein. Allerdings habe ich heute eine Minisgus-OP. Da wirst du mit bei sein."
Anna:"Danke."
Ich:"Eine OP wird deine Praxis nicht ersetzen. Du musst dafür die Theorie verstanden haben und umsetzen."
Anna:"Ich weiß."
Ich:"Kannst du das?"
Anna:"Ich versuch's."
Ich:"Das klingt nicht gerade sicher. Vorschlag. In drei Tagenn ist Abgabe. Vorher möchte ich den Bericht gelesen haben. Schließlich muss ich den unterschreiben zweck Datenschutz. Und ich will den Bericht spätestens Mittwochmorgen haben."
Anna:"Das ist in zwei Tagen."
Ich:"Ich weiß. Du hattest allerdings auch sechs Wochen für den Bericht Zeit."
Anna nickt.
Ich:"Ich bin dein Anleiter und unterstütze dich natürlich, auch wenn meine Zeit knapp bemessen ist. Heute siehst du zu so viel wie möglich praktisch am Knie zu sehen. Und wenn du Zeit und Lust hast kannst du heute Abend zu mir nach Hause kommen und wir machen da die Theorie."
Anna lächelt. "Gerne."
Ich:"Gut. Allerdings bitte erst um 19:30 Uhr. Vorher schläft Emma noch nicht."
Anna:"Das passt gut. Danke."
Ich:"Und jetzt geht es in den OP."
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Das verlorene Kind
FanfictionDr. Charlotte Engel ist 32 Jahre, Ärztin und arbeitet in der Klinik am Südring. Sie ist eine gute, beliebte Ärztin. Von ihren Kollegen wird sie sehr geschätzt, u.a. für ihre einfühlsame Art, wie auch ihrer Hilfsbereitschaft. Sie versucht jeden Fall...
