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Ich war auf Macaus Freund wirklich gespannt. Ich wollte sehen wie sie miteinander agierten und wie er sich benahm. Macau war sehr aufgeschlossen und warmherzig. Außerdem war er ein Sohn der reichsten Familie Thailands und jeder aus dem Untergrund kannte ihr Geschäft. Wenn seine Familie aus dieser Ecke kam, wusste er, worauf er sich einlässt. Die anständigen Leute wussten nur, dass die Theerapanyakul Familie sehr vermögend war, was Macau als gutes Ziel abstempelte. Allerdings konnte ich mir nicht vorstellen, dass Macau sich für so etwas ausnutzen lassen würde.

Während ich über die Beiden weiter nachdachte, packte ich die Armbanduhr ein, die ich erworben hatte und beschriftete die Karte, in die ich den Gutschein hineinlegte. Ich steckte alles in die Geschenktüte und ging damit zu Erics Zimmer. Ich bat ihn sie bis zu Vegas Geburtstag zu verstecken und während er sie neben seinem Bett abstellte, sah ich auf mein Handy. Vegas hatte all meine Nachrichten gelesen, aber auf keine einzige geantwortet. Er war schon 11 Stunden weg und so lange hatte er sich noch nie mit dem zurückschreiben Zeit gelassen. Langsam aber sicher wurde ich unruhig und überlegte, zu seinem Haus zu fahren, um nach dem Rechten zu sehen. Nur leider war ich mir sicher, dass Vegas mich nicht in der Nähe haben wollte.
-Hast du was von Vegas gehört?- fragte ich stattdessen Eric.
-Nein, nicht seit dem ich bei ihm los gefahren bin. Es sollte alles in Ordnung sein, aber wenn du dir Sorgen machst, kannst du Nop anrufen.- schlug er vor.
-Ok. Danke, das mache ich.- sagte ich und ging wieder in die Küche. Dort wählte ich Nops Nummer und wartete, bis er ranging. -Tay, was kann ich für dich tun?- fragte er ruhig.
-Ich wollte fragen, wie es läuft und ob alles gut ist. Vegas hat sich den ganzen Tag noch nicht gemeldet.-
-Hier läuft alles, wie es sein sollte. Ich denke es wird aber noch so 4 oder 5 Stunden dauern.- erklärte er mir sachlich.
-Danke. Gibt es etwas, womit ich Vegas eine Freude machen könnte, wenn er nach Hause kommt?-
-Ich bin sicher, er wird sich über alles freuen.-
-Was hat er denn früher im Anschluss gemacht?- versuchte ich ihm eine Antwort aus der Nase zu ziehen.
-Ich glaube, das solltest du ihn selber fragen.- Er klang unumstimmbar.
-Na gut. Dann bring ihn einfach heil wieder her.-

Nachdem ich aufgelegt hatte, nahm ich meinen Kaffee. Bisher war ich zwei mal in Vegas Nähe, als er fertig mit seinen Opfern war. Jedes Mal hatten wir unmittelbar danach Sex, was ich bisher nicht hinterfragt hatte, da wir ständig, zu jeder Uhrzeit mit einander schliefen, aber vielleicht war das eins der Dinge, die er brauchte. Außerdem hatte er heute morgen zuletzt gegessen und Alkohol wäre auch nicht verkehrt. Gerade als ich im Alkoholschrank nach einer guten Flasche Whisky suchte, ging die Haustür auf und ich hörte Macaus Stimme. -Hallo, wir sind da!- rief er ins Haus. Ich entschied mich für eine Flasche und ging mit ihr in die Küche. Macau und sein Freund waren schon da und die leise Frage, konnte ich nicht überhören.
-Ich dachte deiner Familie gehört das Haus, am Waldrand?-
-Tut es auch, aber das hier ist mein richtiges zu Hause. Dieses Haus ist auch um einiges schöner und ich wohne hier viel lieber als unten.- Antwortete Macau. Wieso interessierte er sich für Vegas Elternhaus?
Ohne noch weiter abzuwarten unterbrach ich die Fragerunde.

-Hi, wie war die Schule?- fragte ich und ging zu ihnen. Der Junge war hübsch. Er hatte ein attraktives Gesicht, hohe wangenknochen, lange geschwungene Wimpern und eine Narbe in seiner rechten Augenbraue, die ihn interessant wirken ließ. Er war eine Handbreit größer als ich und hatte breite Schultern. Trug eine ausgeschlissene Jeanshose, einen schwarzen Hoddy und eine Lederjacke. Obwohl sein Style lässig war, sah ich, dass er viel Geld für seine Kleidung ausgab. Die Marken kannte ich und seine Hose, war von der selben, wie Macaus Jacke, die ich ihm geschenkt hatte.

Er wirkte leicht arrogant und als ob er absolut keine Lust hatte, mich kennenzulernen. Der erste Eindruck war wichtig und er hatte sich garantiert genaustens überlegt, was er tragen würde und wie er auftreten wollte.
-Langweilig, wie immer. Tay, das ist Key. Mein Freund aus der Schule. Key, das ist Tay, der Mann von meinem Bruder.- Macaus Augen strahlten und er sah mich erwartungsvoll an. Ich lächelte, legte Macau kurz einen Arm um die Schultern und hielt Key meine Hand hin. -Hi, ich freue mich dich kennenzulernen.- Widerwillig griff er nach meiner Hand und drückte etwas zu fest zu. Ein Machtkampf, ernsthaft?
-Endlich bekomme ich ein Gesicht zu all den Geschichten.- sagte er lächelnd. Seine Stimme war tiefer, als ich erwartet hatte und als ich ihn unbeeindruckt weiter anlächelte, gab er mit einem kleinen Blitzen in den Augen meine Hand wieder frei.
-Das Essen ist fertig, setzt euch an den Tisch, ich bringe die letzten Schüsseln noch dazu.- sagte ich an beide gewannt.

Seit dem du da bistWo Geschichten leben. Entdecke jetzt