14

552 22 1
                                        

Noch nie in meinem gesamten Leben habe ich mich körperlich so erschöpft gefühlt. Es war, als hätte Vegas all meine Energie ausgesaugt. Gleichzeitig war ich aber auch noch nie so befriedigt. Ich setzte mich auf und sah mich um. Vegas war nicht neben mir, aber ich hörte dumpfe Tastaturtöne. Ich nahm den Bademantel, den ich gestern nach dem Duschen auf den Stuhl gehangen hatte, zog ihn an und ging in die Richtung, aus der die Geräusche kamen. Vegas saß ebenfalls im Bademantel vor seinem Laptop und trank Kaffee.

Ich ging zu ihm, umarmte ihn von hinten und drückte ihm einen Kuss auf den Hals. -Da bist du ja.- sagte ich und setzte mich auf den Stuhl neben ihn. Er goss mir eine Tasse Kaffee ein und stellte sie vor mir ab. Dann rückte er seinen Stuhl zurück und zog mich auf seinen Schoß. -Guten Morgen.- sagte er. Wir küssten uns und sobald seine Hände meinen Rücken berührten, kamen wieder alle Erinnerungen aus der letzten Nacht zurück. Diese raue, beinahe brutale Seite an ihm entflammte ein noch nie existierendes Bedürfnis in mir. Obwohl ich jeden Knochen in meinem Körper spüren konnte, wollte ich ihn. Ich brauchte seine Nähe. Also setzte ich mich rittlings auf ihn und schob seinen Bademantel auf Seite. Sein Penis wuchs in meiner Hand und glücklicherweise lag eins der Kondome, die sich in meiner Hosentasche befanden auf dem Tisch. Ich zog es ihm über und platzierte mich dann über seiner Eichel. Ich drückte ihn stöhnend in mich hinein. Vegas riss seine Augen auf und und zog scharf die Luft ein. Dank gestern Nacht war ich noch weit genug gedehnt und fehlendes Gleitgel war gerade kein Hindernis. Ich bewegte mich auf ihm und steuerte seinen Schwanz direkt an meinen süßen Punkt. Ich stöhnte Lustvoll. Vegas Finger vergruben sich in meinem Rücken und sein Mund wanderte über mein Kinn zu meinem Kehlkopf. -Tay, du bist so eng. Fuck ja!- Ich erhöhte den Rhythmus. Meine Hände vergruben sich in seinem Nacken. Ich spürte wie sich der Druck in mir aufbaute. -Gott, Vegas! Ich... Aah!- nicht mal zehn Minuten nach dem ersten Kuss kam ich und mein Körper sackte zusammen. Ich spürte noch wie Vegas in mir zuckte und sich befriedigt auf dem Stuhl zurück fallen ließ. -Das war unerwartet. Du bist unglaublich.- gestand er, während seine Hände auf meiner Hüfte ruhten.

Mit dem Kaffeebecher in der Hand und meinen Beinen auf seinem Schoß sah ich ihm zu, wie er konzentriert auf den Bildschirm sah. -Wo hast du den Laptop her und wo ist meine Kleidung?- fragte ich ihn, nachdem ich sie nicht finden konnte. -Ich habe sie Nop gegeben, er holt sie in zwei Stunden aus der Reinigung ab. Er hat dir aber auch eine Jogginghose und einen Pullover von mir mitgebracht, für den Fall, dass du etwas bequemes tragen möchtest.- Was bequemes wäre jetzt wirklich gut. Vegas war wirklich fürsorglichen. -Danke- sagte ich küsste ihn, nahm mir die Sachen und verschwand im Bad.

Vor dem Spiegel konnte ich meinen Blick nicht abwenden. Mein ganzer Körper war voll mit blauen Flecken, Bissspuren und Knutschflecken bedeckt. Besonders mein Hals und meine Schultern trugen Beweise der letzten Nacht. Tief in Gedanken berührte ich die Stellen und ich erinnerte mich an den Wunsch, dass er noch grober sein sollte und wie zufrieden ich war, als er es war. Ich mochte seine Art, obwohl ich es mir nie hätte vorstellen könnnen, war ich sicher nicht mehr ohne exessiven Sex mit Vegas lebensfähig.

Seine Kleidung war mir etwas zu groß, aber es ging noch. Außerdem rochen sie nach ihm. Wir verbrachten den Tag in der Suite. Bestellten Essen und redeten. Vegas erzählte mir viel von seinem Bruder, wie lebensfroh er ist und wie sehr beide unter seinem Vater litten. Und er erzählte, dass sein Vater etwas planen würde, und er ihn unter Druck setzt, seinen Bruder wegzuschicken wenn er nicht tat, was er wollte.

Ihm zuzuhören tat weh. Eltern sollten ihre Kinder mit Liebe ihr eigenes Leben beschreiten lassen. Man konnte heraus hören wie sehr ihn die Situation mit seinem Vater quälte.Er verabscheute es sich seinem Willen zu beugen, aber trotzdem tat er alles um seinem Vater gerecht zu werden. Vegas liebt ihn, auch wenn er es niemals zugeben würde. Es machte mich wütend, dass sein Vater diese Liebe ausnutzte um an sein Ziel zu gelangen. Ich hörte ihm zu und als er sich all das von der Seele geredet hatte, streichelte ich seine Wange. -Möchtest du von mir einen Rat oder wolltest du offen über alles sprechen können?- fragte ich ihn. Er sollte sich nicht bedrängt fühlen, einen Rat von mir anzunehmen. Völlig unerwartet machte er sich klein und legte seinen Kopf in meinen Schoß. -Ich wollte, dass du mehr über mich weißt. Ich bilde mir ein, dass es dir so schwerer fällt mich zu vergessen.- Er drehte sich um und sah zu mir auf. -Ich weiß wie schwer es für dich ist, wegen Kinn und mir.- sagte er und nahm meine Hand, mit der ich durch seine Haare streifte um sie zu küssen. -Aber Tay, was bin ich für dich?- ich konnte fühlen, wie lange es ihm schon auf der Zunge brannte. Ich hatte gehofft ich bekam noch etwas Zeit, bevor diese Frage im Raum stand. Wie sollte ich sie ihm beantworten, wenn ich es selber nicht wusste?

-Du bist meine Zuflucht. Du hast mir geholfen aus dem Käfig, der mein Leben war auszubrechen und du hast mir neue verzehrende Leidenschaft gegeben, auf die ich nicht mehr verzichten kann. Durch dich fange ich an, die Welt in mehr Farben zu sehen.- ich nahm sein Gesicht in meine Hände und zog mit meinen Daumen seine Wangenknochen nach. -Ich kann dir noch nicht geben, was du hören möchtest, aber ich versichere dir, dass ich jetzt gerade nirgendwo sonst sein möchte.- Bevor er antwortete, dachte er eine ganze Zeit über meine Worte nach. -Das reicht mir, fürs Erste.-

wir verbrachten eine weitere Nacht in der Suite, diesmal allerdings komplett gekleidet an einander gekuschelt. Wir küssten uns und während Vegas liebevoll mit meinen Haaren spielte, schlief ich ein.

Als ich wach wurde, war ich allein. Ich fand einen Zettel neben meinem Kopfkissen, auf dem stand. „Iss bitte etwas bevor du gehst. Eric bringt dich nach Hause. Melde mich. Vegas" Meine Kleidung lag sauber über einem Stuhl gehangen und auf dem Tisch stand Essen und Kaffee. Nach dem Essen ließ ich dieses Zimmer noch einen Moment auf mich wirken. Alles was passiert war fühlte sich richtig an. Ich war fest überzeugt dass Kinn es verstehen wird. Mit meinen Sachen in der Hand ging ich zum Aufzug. In der Lobby saß Eric mit einer Zeitung und stand auf, sobald er mich sah. Er nahm mir die Kleider ab und deutete mir den Weg nach draußen. Ich versuchte ihm zu erklären, dass ich auch selber nach Hause kommen würde. Ich sah ihm an wie ungern er hier war. Aber nachdem er vor sich her nuschelte, dass so klang wie "Dann kann ich direkt von einer Klippe springen." Setzte ich mich ohne Wiederspruch ins Auto.

Die nächsten zwei Wochen verbrachte ich in meiner kleinen Blase. Mein Schlafrhythmus hatte sich verabschiedet. Ich verbrachte die Nächte in meinem Atelier und morgens früh, vor vier Uhr kam Vegas vor seinen Terminen mit Essen vorbei. Er fickte mich an jedem Ort und in jeder Position die ihm einfiel und brachte mich an meine Grenzen. Nachmittags arbeitete er bei mir und leistete mir Gesellschaft. Er sah mir beim Yoga zu und wir trainierten gemeinsam. Ich mochte es, wie ich mich in seiner Gegenwart fühlte und wie unbeschwert er bei mir war.

Gerade als ich meine Yoga Stunde beendet hatte, stand er auf und kam zu mir. -Wie kannst du bei allem was du tust so verdammt sexy aussehen?- fragte er während er seine Finger um meinen Hals legte. Vegas schob mich rückwärts, bis ich gegen die Wand prallte. Er presste seinen Mund auf meinen und küsste mich leidenschaftlich. Seine Hand drückte weiter zu, bis ich nicht mehr atmen konnte. Aus unerklärlichen Gründen turnte mich seine Dominanz an. Sobald meine Lungen protestierten ließ er los und gab meinen Mund frei. Während ich nach Luft rang, fing er an mich auszuziehen. Er stimulierte meinen Schwanz mit seiner Hand und holte seinen eigenen aus der Hose, ohne diese von seinen Hüften zu ziehen. Allerdings störte mich sein Shirt, also zog ich es ihm aus um seine Muskeln an meinen Fingern spüren zu können. Vegas zog das Kondom über und schmierte alles ein. Dann fasste er um mich und massierte meinen Eingang. -Vegas, nimm mich. Ich kann nicht mehr warten.- hauchte ich und biss ihm ins Ohr. Auf meinen Wunsch hin zog er seine Finger aus mir und hob mich auf seine Hüften. Ich nutzte die Wand als weitere stütze und als er mich auf ihn hinab sinken ließ, kribbelte mein ganzer Körper. Mein Muskelring war noch nicht genug gedehnt und seine massive Männlichkeit drückte sich in mich hinein. Ich schrie auf als ein taubes ziehen an meiner Wirbelsäule hinauf wanderte. Das Gefühl wie er mich weitete und ausfüllte war unfassbar erregend. Ich verdrehte vor begierde die Augen und krallte mich mehr an ihn fest. Vegas stoppte mitten in der Bewegung und sah mich an. -Habe ich dich verletzt?- fragte er besorgt. Lächelnd sah ich ihn an und fasste in seinen Nacken. -Nein es war perfekt. Mach weiter.- Sein teuflisches Lächeln kam zum Vorschein und als er wieder tiefer in mich glitt, sagte er -Du bist perfekt!-

Mein Kopf lehnte an der Wand während Vegas sich an meinen Nippeln zu schlaffen machte. Ich stöhnte Vegas Namen und biss mir auf die Unterlippe. Gerade als ich mir gewünscht hatte, für den Rest meines Lebens so von ihm eingenommen zu werden hörte ich plötzlich einen überraschten Schrei. Ich zuckte zusammen und riss die Augen auf.

Seit dem du da bistWo Geschichten leben. Entdecke jetzt