Macau POV:
Obwohl ich mich total gefreut hatte, endlich ein Wochenende mit Key zu verbringen, ohne dass etwas schlimmes passiert war oder Tay entführt wurde, war ich unglaublich aufgeregt. Als ich vor seinem Haus aus dem Auto stieg, hatte ich unzählige Schmetterlinge in meinem Bauch, die gerade alle gleichzeitig fliegen mussten. Tip rief mir noch ein "Ich wünsche dir ganz viel Spaß!" hinterher und fuhr davon. Key stand schon in der Tür nahm die Tasche entgegen wodurch das Kribbeln in meinem Bauch schlimmer wurde. Das Haus war groß, wenn auch nicht so schön eingerichtet wie mein zu Hause, aber Tay war Künstler und wusste einfach was schön war. Ich stand planlos mitten im Raum und wusste nicht weiter. Sollte ich mich einfach setzen? Smalltalk anfangen oder was verrücktes tun? Verunsichert sah ich mich weiter im Wohnzimmer um und ließ Key die Wahl, was wir tun sollten. Er schien das genaue Gegenteil von mir zu sein. Entspannt und ausgeglichen. Aber er schaffte es in kürzester Zeit, dass ich mich wohl fühlte und mich beruhigte.
Key führte mich durchs Haus und als ich den Pool gesehen hatte, versprach er mir, dass wir schwimmen gehen würden. Danach schaltete er Musik an und wir kochten gemeinsam. Der Abend war super lustig und das Essen schmeckte unglaublich gut. Ich verbrachte gerne Zeit mit ihm. Er brachte mich immer zum Lachen und gab mir nie das Gefühl unerwünscht oder nervig zu sein. Key war ziemlich ruhig und hörte mir viel lieber zu, als dass er redete, aber er war auch wahnsinnig klug und liebte Bücher und Gedichte. Das hatte ich allerdings erst spät herausgefunden, denn eigentlich wirkte er wie jemand, der nicht gerne ein Buch in der Hand hielt. In der Schule galt er als der mysteriöse gefährliche Typ, um den alle Jungs einen Bogen machten und die Mädels ihm reihenweise hinterher liefen. Nur nicht bei mir. In den Pausen setzte er sich immer zu mir und morgens vor dem Schultor wartete er auf mich, was mir schon unendlich viele neidische Blicke von Mitschülern brachte.
Nach dem Essen gab er mir eine Schwimmhose und zeigte mir ein Badezimmer, in dem ich mich umziehen konnte. Ich liebte es zu schwimmen, hatte nur nicht darüber nachgedacht, dass ich ihn halb nackt sehen würde. Erst als er im Türrahmen auf mich wartete, erschlug mich die Realität. Ich hatte ihn schon ein paar Mal nur in Boxershorts gekleidet gesehen, wie an dem Abend als ich mich heraus geschlichen und Tay seine Kleidung vom Körper geschnitten hatte. Aber da war ich erst besorgt und dann so wütend auf ihn, dass es mich nicht interessiert hatte. Jetzt aber, konnte ich mich nicht von seinem Anblick losreißen. Er hatte einen wirklich durchtrainierten makellosen Körper und nicht ein Muttermal zerstörte sein Aussehen.
-Beeindruckt?- fragte er mit einem schiefen Grinsen und hochgezogener Augenbraue.
-Neidisch.- antwortete ich und ging an ihm vorbei Richtung Pool. Seine Frage hatte mich aus meiner Starre gelöst. Natürlich beeindruckte mich sein Körper, aber das konnte ich ihm nicht ins Gesicht sagen. Also ging ich geradewegs zum Pool und sprang in die Tiefe. Das kühle Wasser beruhigte meine Nerven und pustete alle peinlichen Gedanken weg. Als ich wieder auftauchte, sah ich im Augenwinkeln wie Key Handtücher auf eine Liege legte und auch ins Wasser sprang. Ich sah seiner Silhouette nach, die von den Wellen gebrochen in meine Richtung kam. Genau vor meiner Nase tauchte er wieder auf und sah mir direkt in die Augen.
-Schmoll nicht. Ich wollte dich zum Lachen bringen.- sagte er und stupste meine Nasenspitze an.
-Ich schmolle nicht. Es war mir peinlich. Ich wollte dich nicht so anstarren.- erklärte ich ihm.
-Das darfst du aber. Ich bin dein Freund und freue mich dass ich dir gefalle.-
Das Wort Freund war noch neu aber es gefiel mir. Nur das würde ich ihm nicht auf die Nase binden. Also spritze ich ihm als Antwort Wasser ins Gesicht und schwamm vor ihm davon.
Wir verbrachten den ganzen Abend im Pool, albterten herum und schwammen mehrere Bahnen und erst als meine Finger schrumpelig waren entschieden wir rauszugehen. Key hielt mir ein Handtuch hin und wickelte mich darin ein. Mit einer Ecke trocknete er mein Gesicht ab und klaute sich plötzlich einen Kuss von mir. Perplex sah ich ihn an.
-Sorry, ich dachte es ist ok.- sagte er und ging einen Schritt zurück um mir Raum zu geben.
-War es! Ich war nur überrascht.- sagte ich schnell. Ich mochte es von ihm geküsst zu werden. -Das kannst du gerne öfter machen.- fügte ich hinzu. Damit brachte ich ihn wieder zum Lächeln.
-Du darfst mich auch jederzeit küssen.- sagte er und die Sorge aus seinem Gesicht verschwand. Sobald er es ausgesprochen hatte ging ich einen Schritt näher und drückte ihm auch einen Kuss auf die Lippen.
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Seit dem du da bist
RomanceEine Geschichte über Tay und Vegas. Seid offen, ich war es auch
