Tay POV
Gerade als ich vom Joggen wieder nach Hause kam, hörte ich, dass noch jemand im Haus war. Dabei sollten alle unterwegs sein. Ich schrieb Miles, dass er kommen sollte, nahm mir die Waffe, die wir im Flur in einem Geheimfach hatten und ging lautlos die Treppe hoch. Mein Herz klopfte, aber ich konnte es gut steuern um einen kühlen Kopf zu bewahren. Schließlich war mein Mann der Furcht einflößendste Mann in ganz Asien und nur ein Narr würde dumm genug sein, in unser zu Hause einzubrechen.
Letztes Jahr hatte ein Frischling die Dummheit begangen bei einem wichtigen Untergrundtreffen meinen Namen zu nennen und mir zu drohen. Vegas hatte noch in der selben Nacht an ihm ein Exempel statuiert. Kinn hatte mir erzählt, dass sich viele starke, gestandene Männer die Seele aus dem Leib gekotzt hatten, ohnmächtig wurden und Vegas ihre Loyalität geschworen hatten. Das war mein Ehemann, mein Seelenverwandter, mein Herzensmensch und mein Leben.
Ein weiteres Geräusch aus unserem Schlafzimmer bestätigte, dass ich es mir nicht eingebildet hatte. Die Waffe war scharf und ich war bereit abzudrücken. Niemand hatte das Recht in mein zu Hause und vor allem in mein Schlafzimmer einzudringen. Das war mein Rückzugsort und ich wollte, dass es so bleibt.
-Keine Bewegung! Oder ich drücke ab!- sagte ich laut und ging ins Schlafzimmer. Doch noch bevor ich den Satz zu Ende gesprochen hatte, erkannte ich wem dieser perfekte kleine Hintern gehörte, der mir sofort in die Augen sprang. Vegas stand nackt vor dem Kleiderschrank und trocknete sich gerade seine Haare. Seit vorgestern war er in Italien und eigentlich wollte er erst morgen Mittag zurück sein. Es fand ein wichtiges Treffen statt, bei dem die neuen Handelswege versteigert wurden.
-Spinnst du?! Ich hätte dich fast erschossen.- brüllte ich ihn direkt danach an. Vegas hatte das Handtuch auf den Sessel gelegt und sich tiefenentspannt zu mir umgedreht.
-Tay!- drang plötzlich Miles Stimme an mein Ohr und als ich mich zu ihm umdrehte, sah er beinahe panisch zu Vegas.
-Wieso platzt du hier ins Schlafzimmer?- Vegas Stimme war sofort kalt und ich sah bis hier hin, wie Miles seine Augen noch weiter aufriss.
-Ich....Ich...- stammelte er und sah peinlich berührt auf den Boden. Sobald ich seinen Blick sah, erinnerte ich mich, dass Vegas nackt war und ich verstand, wieso dieser Adonis nackt noch viel mehr einschüchterte. Sein Körper war perfekt, steinhart, mit breiten Schultern und Narben, die bewiesen, wie viel er schon überlebt hatte.
-Ich dachte jemand ist eingebrochen. Ich habe ihm geschrieben, dass er kommen soll.- half ich ihm und lächelte aufmunternd.
-Falscher Alarm, du kannst jetzt gehen.- entgegnete Vegas kühl.
Miles nutzte seine Chance und verschwand ebenso schnell, wie er gekommen war.
Ich sah zurück zu Vegas, legte die Waffe auf die Komode und ging zu ihm. Glücklich, dass er endlich bei mir war, sprang ich ihm um den Hals.
-Hallo mein Herz.- begrüßte er mich und drückte mich noch enger an ihn. Ich spürte seine Nase an meinem Nacken und bemerkte jetzt erst wie sehr er mir gefehlt hatte.
-Hi.- sagte ich zufrieden und löste leicht meine Umarmung, damit ich ihn küssen konnte. Er schmeckte nach Zahnpasta und seine Lippen fühlten sich weicher an, als in meiner Erinnerung. Vegas zog mich vorsichtig an sich und als er sich aufs Bett fallen ließ, setzte ich mich sofort rittlings auf seinen Schoß.
-Drei Tage waren viel zu lang!- beschwerte ich mich an seinen Lippen, drückte ihm einen letzten Kuss auf und zog mich etwas zurück um ihn ansehen zu können. -Du hast mir gefehlt.- gestand ich und streichelte seine Wangen.
-Du hast mir auch gefehlt, Baby.- erwiderte er, während seine Hände hungrig über meinen Körper fuhren.
-Wieso hast du nichts gesagt? Ich hatte mir ein Willkommensgeschenk überlegt!- fiel mir wieder ein.
-Weil ich dich überraschen wollte.- sagte er und lächelte, bis seine Falten hervor traten. Ich lenkte ein, da es egal war. Denn das einzige was zählte, war dass er wieder bei mir war. Ich drückte erneut meine Lippen auf seine und spürte wie das Knistern stärker wurde. Doch schneller als mir lieb war entzog er sich mir und hielt mein Gesicht von ihm weg.
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Seit dem du da bist
RomanceEine Geschichte über Tay und Vegas. Seid offen, ich war es auch
