Tay POV:
Als das Auto endlich aufhörte sich zu überschlagen und zum Stehen kam, öffnete ich wieder meine Augen. Alles war weiß. Der Airbag hatte gute Arbeit geleistet, aber dieses Pulver ließ nicht zu, dass ich sehen konnte, was außerhalb des Wagens passierte. Ich hatte die Orientierung nach dem Aufprall verloren. Ich wusste nicht genau wie viel Zeit vorbei war und ich hatte auch keine Kraft aus dem Auto auszusteigen. Meine Ohren piepten und erst als ich am Arm gepackt wurde, merkte ich, dass jemand die Tür geöffnet und meinen Gurt gelöst hatte. -Tay! Scheiße! Hast du Schmerzen?- erkannte ich Erics Stimme. Sie war dumpf und klang kilometer weit weg, obwohl er direkt vor mir war. Er half mir aus dem Wagen und hielt mich, doch im nächsten Moment warf er mich auf die Wiese und brach mit einem Stöhnen neben mir zusammen. -Eric?- versuchte ich ihn zu wecken, aber meine Stimme versagte. Mein Körper war viel zu schwer um auch nur einen unnötigen Atemzug zu tun.
Ein plötzlicher Schmerz schoss durch meinen Körper. Es fühlte sich an, als wurde ich vom Blitz getroffen und danach wurde alles schwarz. Das nächste Mal kam ich in einem Lieferwagen zu mir. Es war dunkel, aber durch ein kleines Fenster konnte ich Baumkronen vorbei ziehen sehen. Meine Augen gewöhnten sich an die Dunkelheit und gegenüber von mir sah ich Eric. Er wurde mit Handschellen und Seilen fixiert und sein Mund war verbunden. Aber immerhin war er wach. Ich fragte ihn mit einer Kopfbewegung wie es ihm ging, woraufhin er nickte. Wage erinnerte ich mich an den Unfall. Wollten die Fahrer es vertuschen und haben uns daher mitgenommen? Oder war es Absicht? Die Straße war gerade, eigentlich war da das Unfallrisiko gleich Null. Oh Gott! Was war mit Red? Hatte er den Unfall überstanden? Und Vegas. Er musste durchdrehen, wenn er mich nicht erreichen konnte. Er hatte doch so eine große Verlustangst.
Panik stieg in mir auf. Was war, wenn Vegas dachte ich sei abgehauen und hätte ihn zurück gelassen? Das Tuch womit mein Mund zugebunden wurde, ließ mich nur durch die Nase atmen, was meine Panik noch verschlimmerte.
Der Wagen blieb stehen und nach ein paar Minuten wurde die Tür aufgerissen, allerdings nur einen Spalt. Kurz danach lag der gesamte Innenbereich in einer Rauchwolke, die immer dicker wurde. Ich versuchte die Luft einzuhalten, aber das Adrenalin verbrauchte so viel Sauerstoff in meinem Körper, dass ich nach wenigen Sekunden aufgab. Obwohl ich kämpfte wurde ich immer müder und merkte garnicht wie ich einschlief.
Das nächste Mal, als ich wach wurde, fühlte ich mich, als hätte ich den schlimmsten Kater meines Lebens. Ein Presslufthammer war nichts im Vergleich zu dem, wie sich mein Kopf anfühlte. Mir war so verdammt übel, dass ich dachte ich müsste mich jeden Moment übergeben und dazu kam noch Schwindel und verschwommene Sicht. Ich wusste nicht wo ich war und wie lange ich ausgenockt war, aber ich musste hier wegkommen. Ich stellte fest, dass meine Handgelenke zwar an Seilen befestigt waren, aber sie lang genug waren um mich zu bewegen. Mit Mühe drückte ich meinen viel zu schweren Kopf vom Steinbogen hoch und versuchte mich hinzusetzen. -Eric?- rief ich in der Hoffnung, dass er mich hören konnte. -Du bist schneller wach, als ich erwartet hatte.- sagte jemand vor mir. Konzentriert sah ich in die Richtung aus der die Stimme kam und erkannte Zwillinge. Sie trugen das selbe wie Red und einer von ihnen klang auch so. -Red? Geht es dir gut?- fragte ich auch wenn ich nicht sicher war, ob die Worte nur in meinem Kopf existierten oder ob meine Stimmbänder besser waren, als der Rest. -Mir gehts bestens. Du warst ja so heldenhaft und hast das Auto so gelenkt, dass der Wagen deine Seite gerammt hat und nicht meine. Kein Wunder, dass dich jeder für einen Heiligen hält, aber mir machst du nichts vor.-
Wieso klang er so furchtbar wütend? War es ein schlechter Traum? Red hätte sowas niemals gesagt. Ich hielt meinen Kopf und wischte über meine Augen, aber ich konnte diesen Schwindel einfach nicht los werden. -Ich verstehe, dass du wütend bist. Du hast auch jedes Recht darauf die ganze Welt zu hassen, aber ich werde...-
-Nichts wirst du! Du wirst hier leiden! Du wirst für all die Menschen, die so falsch sind wie du in diesem Loch leiden und dann alleine sterben.-
-Warum bist du so wütend? Ich wollte dir nur helfen.-
-Du hilfst keinen Menschen! Du und alle die so sind wie du können nichts anderes als Leben zerstören!-
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Seit dem du da bist
RomanceEine Geschichte über Tay und Vegas. Seid offen, ich war es auch
