Vegas POV
Araya und ich schlichen leise durch den Flur und bei unserer Schlafzimmertür blieben wir stehen. Ich nahm den Schlüssel heraus und gerade als ich die Tür einen Spalt geöffnet hatte, viel mir ein, dass Tay noch nackt war. Bisher wurde ich noch nie vor solch eine Herausforderung gestellt, aber zum Glück fielen mir sofort einige Dinge ein, wie wir das Problem lösen konnten.
-Wir müssen den Papa ganz vorsichtig wecken.- flüsterte ich ihr ins Ohr und ging mit ihr zum Bett. Tay lag auf seinem Bauch, mit seinem Gesicht in meinem Kissen und obwohl es weiter blitzte konnte man seinen Brustkorb nicht arbeiten sehen.
-Papa. Darf ich heute bei euch schlafen?- fragte sie leise und stupste meinen Mann mit ihrer kleinen Hand an.
Und obwohl Tay immer sehr muffig war, wenn ich ihn zu früh weckte, hob er diesmal nur müde den Kopf und sah unsere Tochter an. -Na klar. Was ist los Süße?- fragte er sofort und rückte zurück auf seine Seite. Auch wenn seine Reaktion bemerkenswert war, musste ich schmunzeln, da er sich offensichtlich seiner Lage nicht bewusst war.
-Krümel, sollen wir vorher für dich noch eine warme Milch holen? Dann kannst du bestimmt wieder besser einschlafen.- schlug ich vor, woraufhin sie sofort aufgeregt nickte. Ich gab Tay einen Kuss auf die Schläfe und flüsterte ihm zu. -Bis wir wieder da sind, solltest du zumindest eine Hose anhaben.-
Ich sah wie seine Augen riesig wurden und führte Araya grinsend in die Küche. Wir machten ihr zusammen die Milch warm, füllten es in ihren Becher und ich setzte sie auf die Küchenzeile, damit sie sie in Ruhe trinken konnte.
Je leerer die Milch wurde, desto schwerer wurden ihre Augen und als ich ihr anbot sie zu tragen, stimmte mein Krümel sofort zu. Ich ging mit ihr zusammen ins Schlafzimmer und setzte sie vor dem Bett wieder ab. Zuerst war ich unsicher. Sollte ich besser auf dem Sessel bleiben, damit sie und Tay genug Platz hatten? Was war, wenn es ihr doch unangenehm war bei uns zu schlafen?
Aber mein Mann war mir voraus und wusste sofort, was zu tun war. Er half Araya aufs Bett, zog sie an seine Brust und stülpte die Bettdecke über sie. -Komm her Babe.- rief er nach mir und ich legte mich sofort zu ihm. Ich war froh, Tay halten zu können und legte zufrieden meinen Arm über ihn und über Arayas Beine. Tay streichelte über Arayas Stirn, umrandete ihr Augen und ließ seinen Finger über ihr Nase wandern, bis sie einschlief.
Tay POV
Morgens mit Vegas und Araya zusammen aufzuwachen fühlte sich so wunderschön und richtig an. Araya schlief noch, aber Vegas gab mir sobald ich wach wurde einen Kuss auf die Wange. -Guten Morgen mein Herz. Wie hast du geschlafen?- flüsterte er mir ins Ohr und zog mich noch mehr an seine Brust. Vorsichtig drehte ich mich etwas auf den Rücken und legte meine Hand an seine Wange. Wir küssten uns leise und verbrachten die nächste halbe Stunde damit, uns anzusehen, kinderfreundlich und liebevoll zu streichen und uns hin und wieder zu küssen. Dieser Morgen war mehr als perfekt und als Araya wach wurde, gingen wir erst gemeinsam frühstücken und nachdem sie Zähne putzen war half ich ihr bei ihrer Frisur und suchte mit ihr zusammen etwas hübsches zum Anziehen. Danach ging ich duschen während Vegas im Haus der Bodyguard war.
Wir wollten heute Nachmittag als Familie in die Stadt zum Bummeln, Essen und auf den Spielplatz und dafür suchte ich mir den passenden Pullover zu meiner olivfarbenden Stoffhose. Mit meinem Schmuck in der Hand ging ich ins Erdgeschoss, um meine Tochter zu finden, aber als ich die Tür zu Vegas Büro offen stehen sah, entschied ich ihn erst zu fragen, ob er einen Kaffee wollte.
Doch als ich Araya auf dem Boden, mit Vegas Aktenkoffer sitzen sah, erschrak ich. All seine Unterlagen, Akten und Umschläge waren verteilt und das Chaos war nicht in Worte zu fassen.
-Araya! Was wird das?- fragte ich sie schockiert.
-Ich wollte Papa helfen.- erklärte sie sich, stand auf und dabei viel auch der Rest aus seiner Tasche. Vegas hasste Unordnung und wenn er dieses Chaos sehen wird, dann wars das.
-Wobei wolltest du ihm denn helfen? Süße, das Arbeitszimmer ist kein Spielplatz.- erinnerte ich sie und führte sie an ihrer Hand raus.
-Spiel bitte im Wohnzimmer. Ich versuche aufzuräumen und dann komme ich zu dir.- bat ich und sah wie sie mich mit traurigen Augen ansah. Sobald sie raus war, versuchte ich alles zusammen zu packen, was meiner Meinung nach zusammen gehörte und fing an alles alphabetisch zu sortieren, bis mir ein offener Umschlag ins Auge viel. Er war von Vegas Kontakt zum Einwohnermeldeamt und aus einem unerklärlichen Grund hatte ich sofort ein komisches Gefühl. Ich sah in den mysteriösen Umschlag und zog einen weiteren heraus, auf dem "leibliche Eltern" stand. Mir wurde Eiskalt. Ich wollte nicht glauben, was auf dem Umschlag stand und die Wut in mir, die mich zu ersticken drohte musste heraus.
DU LIEST GERADE
Seit dem du da bist
RomanceEine Geschichte über Tay und Vegas. Seid offen, ich war es auch
