Tay POV
Die nächsten drei Tage verbrachte ich abwechselnd vor oder auf der Toilette und im Bett. Ich hatte mich schon sehr lange nicht mehr so elend gefühlt. Meine letzte Kraft ging für die Wege ins Badezimmer drauf und alles was ich versucht hatte zu essen, kam sofort wieder hoch. Und obwohl ich weder Duschen war, noch anders liegen konnte als ein Fötus, wich Vegas keinen Moment von meiner Seite. Er kuschelte mit mir bis ich eingeschlafen war, gab alles um an thailändisches Essen zu kommen, womit mein Magen meist klar kam und versuchte die Zeit die ich wach war positiv zu gestalten. Er laß mir stundenlang aus seinen Büchern vor, sah Filme mit mir und suchte online nach neuen Klamotten, die er mir kaufen wollte. Vegas hatte sogar einen Arzt kommen lassen, der einen bestimmten höchst ansteckenden Magen-Darm-Virus diagnostiziert hatte. Ich weiß absolut nicht, wo ich mir das eingefangen hatte und zwischendurch hatte ich wirklich die Befürchtung im Krankenhaus zu laden, aber am dritten Tag wurde ich vor meinem geliebten Beschützer wach und fühlte mich endlich nicht mehr wie ein Häufchen elend. Im Badezimmer angekommen konnte ich immer noch stehen und beschloss duschen zu gehen. Das Wasser fühlte sich unheimlich gut an und der Geruch vom Duschgel rief Glücksgefühle hervor. Ich rasierte mich, cremte meine Haut ein und putzte mir gründlich meine Zähne. In einem Handtuch gehüllt verließ ich das Badezimmer und auf dem Weg zum Kleiderschrank kam ich am Bett vorbei. Vegas schlief tiefenentspannt und sah so wunderschön aus, dass ich stehen blieb um ihn zu betrachten. Er hatte sich die letzten Tage unglaublich liebevoll um mich gekümmert und mir geholfen mich besser zu fühlen. Niemand wusste, wie perfekt dieser Adonis war. Niemand außer mir. Lächelnd küsste ich ganz vorsichtig seine Stirn und ging mit meinem Handy in den Aufenthaltesraum, um etwas zu trinken.
Ich schrieb Ma und Eric dass es mir wieder besser ging und bat Eric noch ein paar Besorgungen zu machen. Danach legte ich mich leise wieder ins Bett und kuschelte mich an Vegas Brust. Er fasste unbewusst meinen Oberschenkel und zog mich noch etwas mehr auf ihn, damit er mich richtig umarmen konnte.
-Du warst duschen.- stellte er mit seiner dunklen rauen Morgenstimme fest.
-War ich. Ich konnte mich schon selber riechen.-
-Du hast gut gerochen.- entgegnete er und fuhr mit seinen Lippen über meinen Hals. -Wie fühlst du dich?-
-Besser und du?-
-Ich bin erleichtert. Dich so leiden zu sehen war hart. Ich hätte es dir gerne abgenommen.-
-Dank dir war es erträglicher.- versicherte ich ihm und streichelte seinen Nacken.
-Wie viele Tage sind wir noch hier?-
-Der Plan war morgen weiter zu fliegen, aber ich kann alles umbuchen und wir bleiben noch ein paar Tage.-
-Nein, der Aufwand wäre riesig. Wir haben doch noch heute.- entschied ich. Mir war es ganz recht aus diesem Hotel zu kommen. Allein an die letzten Tage zurück zudenken rief wieder Übelkeit in mir hervor.
-Wir machen das, was du möchtest. Umbuchen stört mich nicht.- sagte er und drückte einen Kuss auf meine Lippen. Wir sahen uns an und plötzlich knisterte Sehnsucht zwischen uns. Seine Hand fuhr unter mein Shirt und liebkoste meine Haut. Ich selber fasste an seine Wange und zog ihn wieder zu mir, an meine Lippen. Wir küssten uns. Er übernahm die Führung und verwickelte mich in einen wunderschönen Tanz. Mein Bauch kribbelte, aber diesmal auf diese schöne Art und seine warme Hand an meinem Rücken hielt mich sicher fest. Ich liebte diesen Moment und als seine Zunge ganz vorsichtig in meinen Mund tauchte zog ich ihn mehr zu mir, bis Vegas Körper auf mir lag. Sein Gewicht ließ mich erschaudern und ich lockte seine Zunge noch tiefer in meinen Mund. Sein heißer Atem striff meine Lippe und entlockte mir ein ungewolltes leises Stöhnen. Wir küssten uns lange weiter, hielten aber das Tempo bei und ließen unsere Gefühle übernehmen. Ich war im Himmel. Nichts war schöner, als Vegas Aufmerksamkeit und seine Nähe. Ich fühlte mich endlos geliebt und mit jeder weiteren Sekunde vergaß ich die Gegenwart.
-Ich könnte das mein ganzes Leben lang machen.- flüsterte er und sah mir tief in die Augen.
-Niemand wird dich daran hindern.-
-Dir scheint es wirklich besser zu gehen. Denkst du du kannst etwas essen?- fragte er vorsichtig.
-Können wir erst eine Runde spazieren gehen? Ich will ein bisschen frische Luft tanken, bevor mein Magen doch noch randaliert.-
-Babe, du hast seit Tagen nichts mehr gegessen...- fing er an, aber ich unterbrach ihn.
-Nur eine kleine Runde.- flehte ich und drückte viele kleine Küsse auf seine Lippen, seine Wange und seine Nase.
-Zwingen kann ich dich ja nicht.- sagte er wütend und stieg von mir runter.
Ich griff nach seinem Handgelenk und hielt ihn fest. -Nein, aber du kannst versuchen mich zu verstehen.-
-Das tue ich! Ich habe nie etwas anderes gemacht! Aber ich weiß, was passiert wenn ein Mensch zu wenig isst und ich werde das nicht zulassen! Ich werde dich nicht verlieren. Nicht deswegen.- rief er aufgebracht mit Angst in den Augen. Es tat mir unendlich leid, dass er wegen meinem dummen Problem mit dem Essen litt. Wieso konnte ich nicht eine Grippe bekommen? Dann hätte es sich nicht so sehr aufgeschaukelt.
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Seit dem du da bist
RomantikEine Geschichte über Tay und Vegas. Seid offen, ich war es auch
