Vegas POV
Wenn ich ganz ehrlich war, ging es mir gegen den Strich, was mein Cousin alles geplant hatte. Er hatte mich wochenlang bequatscht, mir vorgehalten, ich würde nicht das Beste für Tay wollen, ihm keine Freiheiten geben und mir immer wieder vorgeworfen, ihn zu unterdrücken, bis ich schließlich eingeknickt war. Allerdings nur mit der Bedingung, dass ich alles im Voraus wissen und absegnen wollte. Wie komische Spiele, wo sich alle zum Affen machten, die Mengen an Alkohol und wer wo übernachten würde. Sogar einem Stripper hatte ich zugestimmt. Und auch wenn ich ihn selbst nach bestem Gewissen ausgesucht hatte, missfiel mir der Gedanke, wie er seinen Dreckskörper an meinem Mann rieb. Bei der Vorstellungen zerdrückte ich beibahe mein Whiskyglas, aber Macau holte mich wieder zurück.
Es ging um Tay. Er hatte sein Leben lang nur zwei Männer, mich und diesen anderen Bastard. Und Tay sollte zumindest einmal vor seinem Ehegelöbnis alles tun können, was er sich selber in einer Beziehung nicht erlaubte.
Ich hingegen hatte schon alles gesehen und alles erlebt, was diese Welt mir geben konnte. Ich hatte mehr Männer, als ich jemals aufzählen könnte, war tagelang in Stripclubs und unter Drogen in Sexhäusern unterwegs. Ich wollte gar nichts anderes mehr, als mir Tay anzusehen, mit ihm meine Zeit zu verbringen und ihn glücklich zu machen. Daher sah mein Junggesellenabschied so aus, dass ich mit Macau, seinem Freund, Ai, Porsche Nop und Arm in Jos Bar einen entspannten Abend machten. Ohne Stripper und ohne affig, ausartende Spiele! Das dachte ich jedenfalls.
-Ok, auch wenn das der langweiligste Junggesellenabschied der Welt ist, werde ich es nicht verpassen, dir eine peinliche Frage nach der anderen zu stellen.- sagte Ai gut gelaunt und schenkte allen nach.
-Jo! Komm her. Wir spielen ein Spiel!- rief er quer durch die Bar, woraufhin Jo wenig später bei uns saß.
-Ok, ich fange an. Was war das peinlichste, was dir jemals beim Sex passiert ist?- fragte Ai und sah mich herausfordernd an. Ich entschied ihm die Freude zu machen.
-Ziemlich am Anfang, hat uns Tays Mutter erwischt.- gestand ich ehrlich und allein bei der Erinnerung wurde mir anders. Damals dachte ich, ich würde niemals die Gelegenheit bekommen, sie von mir zu überzeugen. Es war mir wichtig, dass seine Eltern mich akzeptieren würden. Allerdings war die Befürchtung völlig unbegründet und sie waren für mich nun das, was der Bedeutung Eltern am nächsten kam.
-Was? Wie und wo? Und was ist dann passiert!- rief Porsche. Er liebte Tratsch und ich sah schon, wie mich Kinn bald damit aufziehen würde.
-Bei Tay, im Wohnzimmer. Danach wollte ich nur noch raus, aber sie befahl mir mich zu setzen und fragte mich aus. Am Ende hat sie mich zum Essen eingeladen.- erzählte ich mit einem Lächeln.
-Ma ist wirklich toll. Du musst sie unbedingte noch kennenlernen.- hörte ich Macau zu Key sagen.
-Scheiße. Ich hätte wahrscheinlich nach so einer Aktion das Land verlassen.- kommentierte Ai und schüttelte fassungslos den Kopf.
-Ok, ich bin dran.- hörte ich Porsche. -Ab wann wusstest du, dass du ihn heiraten willst?-
Darüber musste ich nicht lange nachdenken. -Seit er mir gestanden hat, dass er mich liebt.-
-Wer hat es zuerst gesagt?- fragte Macau aufgeregt.
-Ich.- sagte ich knapp und trank weiter. Ich wusste nicht ob es für mich in Ordnung war, dass sie all das wussten, aber ich werde Acht geben, dass es nichts peinliches über Tay gibt.
-Wie stellst du dir deine Zukunft vor?- fragte Jo und ich sah, dass er sich für mich freute. Er hatte schon Jahre zuvor gesagt, dass ich das Konzept einer Ehe nicht in den Dreck ziehen sollte und dass ich auch noch da hinter kommen würde wenn der Richtige auftaucht.
-Ich werde mit Tay zusammen alt. Wir werden einen Haufen Kinder großziehen und ich werde ihm jeden Wunsch erfüllen.-
-Seit wann bist du denn so ein Romantiker?- zog Jo mich mit einem Zwinkern auf.
-Ich kann auch anders. Pass lieber auf.- drohte ich ihm, woraufhin er aber nur lachend zurück zum Tresen ging.
-Blowjobs oder Handarbeit?- fragte Ai provokant. Und sobald ich das Wort hörte, musste ich an Tays volle, weiche Lippen denken, wie sie... fuck!
-Definitiv keine Handarbeit!-
Macaus Augen wurden groß. Ich schätzte er erinnerte sich an den Moment, wo er ungefragt in unser Schlafzimmer geplatzt war. Tja, selbst schuld.
-Was hättest du gemacht, wenn Tay sich nicht für dich entschieden hätte?- fragte Arm. Zuerst wollte ich ihn zurecht weisen, denn diese Option stand nicht mehr im Raum, allerdings bemerkte ich einen Hintergedanken seiner Frage.
-Wahrscheinlich hätte ich weiter gemacht, so wie vorher. Ich wollte nie eine Beziehung und ich will auch niemanden sonst. Tay ist die einzige Ausnahme.-
Arm nickte zustimmend und trank sein Glas leer.
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Seit dem du da bist
RomanceEine Geschichte über Tay und Vegas. Seid offen, ich war es auch
