Am Rande der Verzweiflung stand ich vor meinem Kleiderschrank und konnte mich einfach nicht entscheiden. Die letzten vier Wochen waren sehr anstrengend. Ich ließ mein ganzes Haus renovieren und habe auch alle Möbel ersetzt. Außer mein Atelier, sieht nichts mehr so aus wie früher. Ich brauchte einen Neuanfang in Hinsicht auf alles.
Ich entschied mich Time eine Wohnung zu kaufen. Er hatte es schwer genug und ich wollte, dass wenn er wieder raus kommt ein zu Hause hat, das auf ihn wartet. Ich ließ sie einrichten und seine Sachen dort hinbringen.
Vegas half mir für Times Firma einen engagierten Mitarbeiter zu finden, der in seiner Abwesenheit alles regelte.
Ich besuchte die Weisenhäuser um die Spenden vorbei zu bringen. Dr. Ross informierte mich regelmäßig über Times Zustand, der sich gebessert hatte, aber noch Zeit in Anspruch nehmen würde. Ich traf mich öfters mit Kinn und wir redeten über mich, Porsche und den Stress den er auf der Arbeit hatte, was er auf Vegas schob. Er hatte allerdings aufgegeben nach meinem heimlichen Verehrer zu fragen.
Vegas und ich haben an dem Abend die halbe Nacht rumgeknutscht, aber niemand hat den weiteren Schritt gewagt. Am Morgen sagte er mir dann, dass er darauf warten wird, bis ich bereit sei. Seit dem schrieben wir jeden Tag und manchmal begleitete er mich morgens bei der Joggingrunde, oder kam Abends mit etwas zu Essen vorbei, weil ich das öfters einfach vergaß.
Heute war eine Diamanten Auktion, bei der alle mit wichtigem Namen teilnahmen. Kinn nahm mich wie jedes Jahr dort hin mit. Glücklicherweise erhielt Vegas ebenso eine Einladung. Ich hatte mir vorgenommen, ihn umzuhauen, ich wollte ihn verführen. Ich wollte endlich heißen ungezügelten Sex.
Eigentlich hätte ich mich schon früher an seinen Hals geworfen, aber er war die ganze Woche gestresst, weil sein Vater ihn benutzte um Klienten zu gewinnen. Was genau er tun musste, wollte er mir nicht verraten. Kinn bekam davon Wind und ließ ihn beschatten. Somit konnte Vegas nicht mehr bei mir auftauchen.
Aber heute Abend werde ich seine Hände endlich wieder an meinem Körper spüren. Meine Sehnsucht wuchs so sehr, dass ich sogar anfing von ihm zu träumen. Er verschlang meinen ganzen Körper und flüsterte mir dreckige Sachen ins Ohr. Aber jedes Mal, kurz bevor er in mich eindrang, wachte ich verschwitzt und mit einem Ständer auf. Ich werde ihm heute keine andere Wahl lassen, als genau da weiter zu machen.
Mit diesem Vorsatz stand ich nun vor meinen Schrank und nahm die goldene Bluse mit Puffärmeln und durchsichtigem Stoff heraus, die geradeso meinen Bauchnabel bedeckte. Dazu kombinierte ich eine eng sitzende schwarz-glänzende Hose. Vor dem Spiegel betrachtete ich mich. Je nach Bewegung wurde ein Stück meiner schmalen Hüfte entblößt, perfekt, denn Vegas schien der Teil an mir besonders zu gefallen.
Mit einer kleinen Verspätung kamen wir endlich an. Die Versteigerung fand in einem Hotel statt, es wurde ein roter Teppich ausgerollt und Fotografen versammelten sich um den Eingang. Ich stieg aus der Limousine und ertappte mich dabei, wie ich nach Vegas Ausschau hielt. Doch weder am Eingang noch in der Empfangshalle war er zu sehen. Viele der Gäste erkannte mich aus der Zeitung und lobten mein Outfit. Wir gingen zu unserem Tisch der ziemlich weit vorne war. Kinn grüßte so gut wie jeden, den er traf und Porsche wirkte noch sehr zurückhaltend. Es muss schwer für ihn sein, bei solchen Veranstaltungen, wenn man sie noch nicht kennt. Ich ging zum Kellner und nahm mir zwei Gläser. Eins davon reichte ich ihm und flüsterte ihm zu. -Tu einfach so, als wüsstest du, was du hier machst, dann wirst du nicht auffallen.- Als ich mich wieder zurückzog, trafen meine Augen direkt auf Vegas. Er saß bereits an seinem Tisch, mit ein paar Männern. Als wir uns ansahen, hob er kaum merklich sein Glas und nickte leicht. Er trug einen weißen, maßgeschneiderten Anzug und sah so verdammt gut aus, dass ich ihn am liebsten direkt auf die nächste Toilette geschleppt hätte.
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Seit dem du da bist
RomansEine Geschichte über Tay und Vegas. Seid offen, ich war es auch
