•Marks Sicht•
Ziemlich früh wachte ich auf, da ich immer noch Jetlag hatte aber ich beobachtete einfach Lena beim Schlafen, die in meinen Armen lag und völlig ruhig atmete. Ich wollte sie auf jeden Fall ausschlafen lassen, weil ich das Gefühl hatte, dass sie das mal gebrauchen konnte. Irgendwann stand ich dann ganz vorsichtig auf und setzte mich auf den kleinen Balkon, wo ich ein bisschen arbeitete. Über Nacht war einiges eingetrudelt, da es in Deutschland ja eher der Tag war. Ich beantwortete also Mails, ging Protokolle von Besprechungen durch, an denen ich nicht teilnehmen konnte und antwortete auch auf WhatsApps aus dem Team, um die kurzen Fragen zu beantworten. Ein paar gute Besserungs-Wünsche waren auch eingetrudelt, für die ich mich natürlich bedankte. Dennis hatte mich ja sozusagen krankgemeldet. Eine Entzündung der oberen Atemwege, die es mir leider nicht möglich machte zu singen, hatte er sich überlegt. Ich war meinem Manager wirklich unglaublich dankbar, dass er mich sogar bei so bekloppten Ideen unterstützte.
„Marek", hörte ich Lena plötzlich verschlafen sagen. Sofort drehte ich mich lächelnd zu ihr. Sie sah mich noch ein bisschen müde an, lächelte aber. Mein Shirt stand ihr gut und mit den dicken Socken an ihren Füßen und der etwas unordentlichen Frisur sah sie sehr süß aus. „Guten Morgen, meine Schöne", begrüßte ich sie. „Wie lange bist du schon wach?", fragte sie. „Och, ein Weilchen schon aber ich wäre jetzt fertig mit Arbeiten. Soll ich uns Frühstück bestellen und du gehst Duschen?", schlug ich vor. „Du bist der Beste, ich liebe dich", meinte sie glücklich und verschwand sofort ins Bad. Anscheinend war sie jetzt wach. Kopfschüttelnd stand ich auf und ging wieder ins Zimmer, wo ich erstmal den Laptop ablegte und dann Frühstück aufs Zimmer bestellte. Schon wenig später war das Essen da und ich stellte alles auf den kleinen Tisch. Grade als ich fertig war kam Lena aus dem Bad. Noch mit nassen Haaren und im Handtuch eingewickelt ging sie zu ihren Sachen und zog sich an. „Sag mal... hast du echt gestern mein Hotelzimmer aufgeräumt während du auf mich gewartet hast?", fragte sie dann schmunzelnd. „Joa... ich hatte ja nichts zu tun und außerdem tut Ordnung auch mal gut. Du hast hier eh in einer Stunde wieder dein ganz persönliches Chaos geschaffen", gab ich nur zurück und zwinkerte ihr zu. „Ey!", rief sie empört, musste aber lachen. „Ich mag dein Chaos", meinte ich nur schulterzuckend woraufhin sie zu mir kam und mir einen Kuss auffdrückte ehe sie sich auf den anderen Stuhl setzte und wir begannen zu essen.
Bis zum Mittag machten wir uns also ein paar entspannte Stündchen aber irgendwann kam dann Bella zu uns und kurz darauf Phillip, sodass wir los konnten zum nächsten Termin. „Du musst wirklich nicht mitkommen", meinte Lena nochmal zu mir. Sie hatte Sorge, mir würde langweilig werden aber solange sie bei mir wäre, würde mir mit Sicherheit nicht langweilig werden. Die Vorbesprechung für den morgigen Tag war zwar wirklich nicht allzu spannend für mich aber ich mochte es, zu sehen, wie sehr Lena dabei wir. Sie hatte wirklich Spaß daran. Selbst bei solchen doch eher gewöhnlichen Kooperationen mit irgendwelchen Firmen. Eine ganze Weile dauerte die Besprechung und ein paar kleine Pausen verbrachten wir meistens mit Essen und Lena und ich verzogen uns dann immer nach draußen, um allein zu sein. Sie war wieder viel wacher als die letzten Tage und vor allem anhänglich aber ich liebte das. Zwar war sie noch nicht wieder bei einhundert Prozent Energie, das merkte ich, aber es war gut, dass es wieder besser wurde. Wahrscheinlich war es zwar wirklich ein bisschen überreagiert direkt her zu fliegen aber irgendwie schien es ihr auch gutzutun und das war ja alles was ich wollte. Sie lächeln sehen. Okay und sie küssen und nachts festhalten. Ich hatte sie auch ganz schön vermisst.
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Der Weg des Lebens
FanfictionAlles beginnt mit einer Wanderung zu sich selbst gespickt mit Erinnerungen und neuen Gedanken. Was daraus entsteht ist bei Erreichen des Ziels jedoch noch immer fraglich. Eine Geschichte aus Sicht von Mark Forster. Auszug aus Teil 15: Sofort saß ich...
