•Marks Sicht•Am letzten Probetag konnten wir abends kurz ins Theater und schauen, wie es wirklich von innen aussah. Da war auch Lena wieder mit dabei und irgendwie hatte es was besonderes. Ich merkte richtig, wie kribbelig ich wurde. Es war positive Aufregung aber auch Nervosität, die sich in mir breit machte. „Das wird bestimmt richtig schön", sagte Lena leise zu mir und drückte bestärkend meine Hand. Recht bald mussten wir aber wieder raus aus dem Theater. Erst am nächsten Tag konnten wir gegen Mittag wiederkommen, uns vorbereiten und die beiden Konzerte um 18 und 20 Uhr spielen. Es war das erste Mal, dass ich zwei Shows direkt nacheinander spielen würde und ich hoffte einfach, dass alles gut gehen würde. Zurück im Hotel bekam ich auch kaum was vom Essen runter, weil ich irgendwie ziemlich aufgeregt war. Das kannte ich eigentlich gar nicht so von mir. „Alles gut?", fragte mich deshalb auch Lena besorgt. Ich nickte. „Bin nur bisschen aufgeregt", gab ich zu. Ein bisschen ungläubig sah sie mich an. „Ich weiß nicht warum", wehrte ich direkt ab. „Okay... sollen wir nochmal ne Runde drehen?", schlug sie deshalb vor. „Vielleicht hilft's", seufzte ich und so gingen wir noch ein bisschen in der Nähe spazieren bevor wir uns auf den Balkon setzten. „Du bist richtig nervös", stellte Lena schmunzelnd fest, als sie seitwärts auf meinen Schoß saß und an mir lehnte. „Ach... Ja, keine Ahnung", murmelte ich ein bisschen beschämt. „Irgendwie find ich das ziemlich süß", schmunzelte sie und küsste mich kurz. Für den Moment beruhigte mich das sehr. „Ich find's eher nervig", gab ich zu, was sie kichern ließ. „Soll ich dich ablenken?", fragte sie zwinkernd. Jetzt lachte ich ein bisschen und küsste sie kurz. „Ich glaub nicht, dass ich mich grade richtig auf dich einlassen kann", gab ich zu. Lächelnd zuckte sie mit den Schultern und küsste mich nochmal. „Meinst du denn, du kannst schlafen?", wollte sie dann wissen. „Bist du müde?", stellte ich die Gegenfrage. „Geht. Ich will nicht, dass du die ganze Zeit allein wach bist, wenn du nicht schlafen kannst", lächelte sie. „Wenn du willst, geh schlafen. Ich schau dir gern dabei zu", gab ich nur zurück. „Das klingt jetzt gar nicht komisch", grinste sie. „Ich schau dich halt gern an. Nimm's als Kompliment", gab ich zurück. Sie schüttelte nur belustigt den Kopf. „Sollen wir ins Bett?", fragte ich dann einfach nochmal. „Wenn du schlafen kannst?", fragte sie zurück. „Seh ich ja dann", meinte ich nur und so kuschelten wir uns unter die Bettdecke. Ich hatte sie an mich gezogen und versuchte mich mit ihrem Geruch und Herzschlag zu beruhigen. Wenn sie da war, wurde ich normalerweise immer ganz ruhig aber heute kam ich grade soweit runter, dass ich langsam müder wurde aber erst nach einer Ewigkeit einschlief.
Am nächsten Tag wurde es ziemlich stressig. Wir mussten früh raus, obwohl ich eher unruhig geschlafen hatte. Dann holten wir meine Eltern und Natalie vom Flughafen ab, wo wir dann noch erklärten, dass Freya auch käme. Also warteten wir noch ein bisschen auf sie. Als wir sie dann sahen, begrüßte ich sie freundlich, wenn es auch etwas seltsam war, dass wir uns wirklich in Schweden, vor fast einem Jahr, das letzte Mal gesehen hatten. Auch Lena und meine Eltern begrüßten sie herzlich und ich war froh, dass alle sich miteinander verstanden. Dann musste ich die fünf auch erstmal allein lassen, da ich noch letzte Besprechungen, Proben und Vorbereitungen hatte, ehe es am Nachmittag ins Theater ging. Wir bauten auf und verbrachten, wie immer, die letzte Zeit gemeinsam mit der Band. Also ich saß mit Nitti zusammen. Es war total seltsam, nicht die ganze Truppe um mich zu haben. Ich wurde richtig hibbelig und auch Nitti war nicht so entspannt wie sonst. Lena war mit Freya und meiner Familie bereits in der Loge, wo sie niemand erkennen würde und so konnte auch sie mich nicht beruhigen. Ich merkte, wie warm mir bereits jetzt in diesem Anzug wurde und hoffte einfach, dass ich darin überhaupt zwei Konzerte spielen konnte.
Aber dann musste es losgehen und so betrat ich mit Nitti die Bühne. Dann war ich in meinem Element. Die Aufregung war da aber es machte Spaß. Ich konnte ein bisschen mehr erzählen zu den Songs und die ganze Atmosphäre war total besonders in diesem Theater. Bevor das zweite Konzert begann war dann auch nur Zeit für einen kleinen Snack und ein bisschen Wasser. Meine Familie und die anderen Mädels blieben in der Loge und dann ging auch das zweite Konzert los. Dieses Mal war ich nicht mehr ganz so nervös und es machte mindestens genauso viel Spaß wie das erste. Als dann das Theater leerer wurde, kamen die Fünf aus der Loge zu mir, sobald ich umgezogen war. „Du sahst gut aus", sagte Lena leise zu mir, bevor sie mich küsste. „Mein Bruder mach richtig Kultur", scherzte Natalie, als sie mich richtig umarmte. Meine Eltern waren ebenfalls stolz und Freya hatte der Abend auch gefallen. Ich war einfach nur glücklich, dass alles so gut gelaufen war und wir holten uns noch was zu Essen vom Catering ehe wir ins Hotel fuhren. Meine Eltern verabschiedeten sich dann recht schnell auf ihre jeweiligen Zimmer. Natalie, Freya, Lena und ich saßen noch ein Weilchen zusammen aber mit den drei Mädels kamen so schnell Geschichten über mich auf, die die jeweilige Person mit mir erlebt hatte, dass ich mit dem Abstreiten gar nicht mehr hinterher kam. So kam es, dass Natalie davon erfuhr, dass Lena und ich uns schon geküsst hatten, lange bevor wir zusammen waren. Lena erfuhr, worüber ich auf meiner Wanderung so nachgedacht hatte, was hieß, dass Freya, als Natalie weg war, sogar erzählte, dass ich damals überhaupt nicht dachte, dass Lena sich in mich verliebt hätte. Mir war so ziemlich jede Geschichte peinlich, die ich an diesem Abend hörte aber im Endeffekt war mir vor Lena längst nichts mehr ernsthaft unangenehm.
Erst spät begaben wir uns dann auch ins Bett und schliefen dann auch recht bald ein.Tja, Mark ist umgeben von Mädels die alle Geschichten über ihn erzählen können 😂
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Der Weg des Lebens
FanficAlles beginnt mit einer Wanderung zu sich selbst gespickt mit Erinnerungen und neuen Gedanken. Was daraus entsteht ist bei Erreichen des Ziels jedoch noch immer fraglich. Eine Geschichte aus Sicht von Mark Forster. Auszug aus Teil 15: Sofort saß ich...